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Weihai

bezirksfreie Stadt in Shandong, China
Wēihǎi Shì
威海
Weihai
Weihai2.jpg
Hafen von Weihai
Weihai (China)
Weihai
Weihai
Koordinaten 37° 30′ N, 122° 6′ OKoordinaten: 37° 30′ N, 122° 6′ O
Basisdaten
Staat Volksrepublik China
Region Ostchina
Provinz Shandong
Status Unterprovinzstadt
Gliederung 2 Stadtbezirke, 2 kreisfreie Städte
Höhe 923 m
Fläche 2606 km²
Metropolregion 5797 km²
Einwohner 698.863 (2010[1])
Metropolregion 2.819.300 (2016)
Dichte 268,2 Ew./km²
Metropolregion 486,3 Ew./km²
Postleitzahl 264200
Telefonvorwahl +86 (0)631
Zeitzone UTC+8
Website www.weihai.gov.cn (zh en)
Politik
Bürgermeister Zhang Haibo (张海波)

Weihai (chinesisch 威海市, Pinyin Wēihǎi Shì, früher 威海衛 / 威海卫, Wēihǎiwèi) ist eine Stadt im Nordosten der Provinz Shandong der Volksrepublik China mit einer Fläche von 5.797 km². Im Jahre 2016 wurden 2.819.300 Einwohner gezählt. In dem eigentlichen städtischen Siedlungsgebiet von Weihai leben 698.863 Menschen (Zensus 2010).

Administrativ setzt sich Weihai aus zwei Stadtbezirken (Huancui, Wendeng) und zwei kreisfreien Städten (Rongcheng, Rushan) zusammen.

Weihai ist der Sitz eines römisch-katholischen Bischofs (Apostolische Präfektur Weihai). Es gibt Thermalquellen in der Stadt, der Küste sind viele Inseln vorgelagert. Britische Seefahrer gaben der Stadt den Spitznamen Way High.

GeschichteBearbeiten

Weihai war ein Stützpunkt der chinesischen Kriegsmarine. Im Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg wurde die Stadt belagert und die Kriegsschiffe, die sich zuvor aus der Seeschlacht am Yalu retten konnten, wurden am 2. Februar 1895 im Hafen zerstört. Der befehlshabende Admiral Ding Ruchang beging daraufhin Selbstmord.

Britisches PachtgebietBearbeiten

 
Flagge des britischen Pachtgebiets Weihaiwei
 
Lokalisation des britischen Pachtgebietes

Von 1. Juli 1898 bis 30. September 1930 war Weihai britisches Pachtgebiet unter dem Namen Weihaiwei. Der Vertrag hatte die Abtretung vorgesehen „solange Port Arthur russisch bleibt.“ Nach dem Übergang Port Arthurs an Japan nach dem Russisch-Japanischen Krieg 1905 wurde diese Bestimmung auf Japan übertragen. Der Hafen Ma-tou hieß zu dieser Zeit Port Edward. Auf der ihm vorgelagerten Insel Liu-kung-tao (Liugong Dao, 劉公島 / 刘公岛) lebten in zwei Dörfern etwa 4000 Menschen. Die Volkszählung 1911 ergab 147.177 Einwohner, darunter 215 Europäer, die in den ca. 330 Dörfern innerhalb des Pachtgebietes (Größe rund 735 km²) lebten. In der Stadt selbst lebten etwa 4600 Personen. Die koloniale Verwaltung war defizitär: Einnahmen von £ 7692, plus Zuschuss £ 5000 standen 1910/11 Ausgaben von £ 14.805 gegenüber. Im Laufe der folgenden Jahre verringerte sich dieses Defizit.[2] Am 30. September 1930 wurde das Pachtgebiet in Anwesenheit von Statthalter Reginald Fleming Johnston an die chinesische Regierung übergeben.[3]

1949, nach Ende des Chinesischen Bürgerkrieges und der Machtübernahme der Kommunisten, wurde die Stadt umbenannt.

Administrative GliederungBearbeiten

Die bezirksfreie Stadt Weihai setzt sich auf Kreisebene aus zwei Stadtbezirken und zwei kreisfreien Städten zusammen. Diese sind:

  • Stadtbezirk Huancui – 环翠区 Huáncuì Qū (Regierungssitz)
  • Stadtbezirk Wendeng – 文登区 Wéndēng Qū
  • Stadt Rongcheng – 荣成市 Róngchéng Shì
  • Stadt Rushan – 乳山市 Rǔshān Shì

StädtepartnerschaftenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Kiaochow and Weihaiwei (= Handbooks prepared under the direction of the Historical Section of the Foreign Office. Bd. 71, ZDB-ID 2516626-8). H. M. Stationery Office, London 1920.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Weihai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 地理位置 („Geografische Lage“). Webseite von Weihai, abgerufen am 19. August 2018 (chinesisch).
  2. Kiaochow and Weihaiwei. In: Handbooks prepared under the direction of the historical section of the Foreign Office. Band 71. London 1920, S. 45–62 (englisch, online).
  3. Letzte Drahtnachrichten: Die Übergabe von Weihaiwei. Das Zeremonial. In: Deutsch-chinesische Nachrichten = De-Hua-ribao. Band 1, Nr. 1. Tientsin 1. Oktober 1930 (online).
  4. Sister Cities. Santa Barbara, abgerufen am 20. Juni 2017 (englisch).