Varg Königsmark

deutscher Leichtathlet
Varg Königsmark im Februar 2012

Varg Königsmark (* 28. April 1992 in Bergen auf Rügen) ist ein ehemaliger deutscher 400-Meter-Hürdenläufer.

LebenBearbeiten

Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Goldmedaille über 400 Meter Hürden sowie die Bronzemedaille mit der 4-mal-400-Meter-Staffel bei den Leichtathletik-Junioreneuropameisterschaften 2011 in Tallinn. In diesem Jahr belegte er auch Platz 1 in der Juniorenweltrangliste mit einer Zeit von 49,70 s, die den deutschen U20-Rekord von Harald Schmid nur um 9 Hundertstel verfehlte.[1] Ein Jahr zuvor sicherte sich Königsmark im Finale der U20-Weltmeisterschaften Platz 4 und war damit schnellster Europäer. Auf nationaler Ebene war er zweimal deutscher Jugendmeister, sowie zweimal deutscher Juniorenmeister. Bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften der Aktiven 2012 schrammte Varg Königsmark knapp an einer Medaille vorbei und belegte Rang 4.

Ebenfalls 2012 verpasste Königsmark zwar den Sprung zu den Olympischen Spielen von London, konnte allerdings durch konstante Rennen im 49er-Bereich auf sich aufmerksam machen.

Im letzten Rennen der Saison 2012, seinem Abschiedsrennen vor heimischem Berliner Publikum beim ISTAF Meeting, konnte er in einem starken Feld um den Olympiasieger Félix Sánchez den 5. Platz belegen. Mit 49,58 Sekunden untermauerte er dabei abermals seine Form. Im September erfolgte dann die Trennung von seinem langjährigen Berliner Trainer Bernd Knobloch. Seit Oktober trainiert der 1,94 m große Langhürdler am Olympiastützpunkt Magdeburg unter der Betreuung von Marco Kleinsteuber. Er trainiert dort unter anderem mit Thomas Schneider, Eric Krüger und Janin Lindenberg zusammen. 2014 nahm Königsmark an den Europameisterschaften in Zürich teil, bei denen er zunächst persönliche Bestleistung im Halbfinale (49,12 s) lief und anschließend 7. wurde.[2]

Aufgrund von anhaltenden Achillessehnenproblemen musste Königsmark seine sportliche Karriere beenden. Nach den Europameisterschaften konnte er mit Ausnahme eines Rennens am 4. Juni 2016 in Regensburg keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Anfang 2017 gab er im Alter von 24 Jahren seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt.[3]

Das Abitur absolvierte Varg Königsmark 2011 in Berlin, seit Oktober 2012 studiert er Psychologie an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

• 400 m Hürden: 49,12 s (August 2014) • 400 m: 46,87 s (Freiluft, 2013)/47,19 s (Halle, 2011)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Varg Königsmark – „Wollte unbedingt unter 50“. Website des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, abgerufen am 26. Februar 2013.
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 19. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.leichtathletik.de
  3. Silke Bernhart: Schluss mit „Stop and Go“: Varg Königsmark hört auf. leichtathletik.de. 24. Januar 2017. Abgerufen am 27. Januar 2017.