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Leben und WerkBearbeiten

Tristan Seith wurde 1979 in Koblenz am Rhein als Sohn eines Mechanikers und einer Steuerfachangestellten geboren.

Seith debütierte 2002 in der Kulturfabrik (Koblenz) in der Rolle des Woyzeck im gleichnamigen Stück von Georg Büchner.

Zwei Jahre später wurde Seith zum Schauspielstudium, an die Bayerische Theaterakademie August Everding zugelassen. Bereits während der Ausbildung holte ihn Franz Xaver Kroetz an das Bayerische Staatsschauspiel. Arbeiten am Metropol-Theater in München sowie am Staatsschauspiel Dresden folgten. Seith war Stipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Nach dem Studium begann er sein Engagement am Schauspielhaus Hamburg. Hier war er unter anderem 2008 in Dorfpunks nach Rocko Schamoni, in einer Inszenierung von und mit Studio Braun zu sehen. Weitere Arbeiten, so zum Beispiel mit Sebastian Nübling, Roger Vontobel, Karin Henkel, Volker Lösch und Markus Heinzelmann folgten. Unter Lösch spielt er in der Inszenierung Marat, was ist aus unserer Revolution geworden? welche nach der Premiere einen Theaterskandal in Hamburg nach sich zog, da am Ende des Stückes eine Liste der Hamburger Millionäre mit Adresse und Vermögen, durch einen Chor aus 30 Arbeitslosen und Seith verlesen wird.[1]

2013 verließ Tristan Seith das Schauspielhaus und widmet sich seitdem verstärkt der Arbeit vor der Kamera. Die Zeit schrieb diesbezüglich: „Dieser Mann ging zum Theater, um sich zu befreien von den Zwängen seines schweren Körpers, stattdessen zahlte das Theater ihm heim, dass er einen schweren Körper hat. Er wollte auf die Bühne, um sich zu verwandeln; stattdessen wurde er Opfer einer Folter, die seine Regisseure wohl ‚typengerechte Rollenbesetzung‘ nennen würden. Heute Abend rächt er sich an ihnen, und es ist ein großer Moment.“[2]

Vor der Kamera stand er unter anderem für Margarethe von Trotta, Lars Becker, Lennart Ruff, Uli Edel, Tomasz Emil Rudzik, Stephan Wagner, Hans-Christoph Blumenberg und Yasemin Şamdereli.

In der Serie Im Knast, welche 2015 und 2017 in zwei Staffeln von ZDFneo ausgestrahlt wurde, hatte Seith eine durchgehende Hauptrolle.[3][4] In der 2019 gedrehten Verfilmung von Robin Alexanders Buch Die Getriebenen spielt er Peter Altmaier.[5]

Tristan Seith lebt mit seiner Frau, der Filmemacherin Nesrin Şamdereli, in Berlin.

FilmografieBearbeiten

Arbeiten am Deutschen Schauspielhaus Hamburg (Auswahl)Bearbeiten

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tristan Seith – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

FußnotenBearbeiten

  1. Peter Kümmel: Theaterrevolution: Umsturz auf Probe. Die Zeit 45/2008, 30. Oktober 2008, abgerufen am 20. Februar 2017.
  2. Peter Kümmel: Hamburger Schauspielhaus: Fest der Geister. Die Zeit 18/2013, 25. April 2013, abgerufen am 20. Februar 2017.
  3. Uwe Mantel: ZDFneo: Knast-Sitcom feiert im Mai ihren Einstan. DWDL.de, 7. April 2015, abgerufen am 20. Februar 2017.
  4. Thomas Lückerath: ZDFneo setzt „Im Knast“ und „Blockbustaz“ fort. DWDL.de, 12. Juli 2016, abgerufen am 20. Februar 2017.
  5. Robin Alexanders "Die Getriebenen" kommt als Film ins Erste. Abgerufen am 10. Juli 2019.