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Tracy Chapman

amerikanische Singer-Songwriterin
Tracy Chapman in Brügge, 2009

Tracy Chapman (* 30. März 1964 in Cleveland, Ohio) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin sowie Gitarristin. Den Quellenangaben zufolge hat sie in ihrer Karriere mehr als 33 Millionen Tonträger verkauft. Die erfolgreichste Veröffentlichung von Tracy Chapman ist ihr Debütalbum Tracy Chapman mit rund 13,9 Millionen verkauften Einheiten.

Inhaltsverzeichnis

Leben und WerkBearbeiten

Schon als Kind lernte Chapman Gitarre und Klavier spielen und schrieb erste Songs. Mit Hilfe eines Stipendiums absolvierte sie eine Privatschule in Connecticut und studierte anschließend, ebenfalls dank eines Stipendiums, an der privaten Tufts University Anthropologie und African American studies.[1] Zu dieser Zeit nahm sie ihre ersten Demos auf. Der Vater des späteren Filmemachers Brian Koppelman, damals ein Kommilitone von Chapman, arbeitete in der Plattenindustrie, und so erhielt sie 1987 einen Plattenvertrag bei Elektra Records.[2]

 
Chapman in Budapest (1988)

Bekannt wurde Chapman durch ihren doppelten Auftritt beim Nelson Mandela 70th Birthday Tribute Concert (zum 70. Geburtstag des südafrikanischen Freiheitskämpfers) am 11. Juni 1988 im Wembley-Stadion in London, kurz nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums. Da Stevie Wonder wegen technischer Probleme seinen Auftritt abbrechen musste, wurde sie vom Veranstalter gebeten, ein zweites Mal auf die Bühne zu gehen, um die entstandene Pause solo mit der akustischen Gitarre zu überbrücken. Durch die weltweite Übertragung des Konzerts wurde sie auch einem Publikum außerhalb der Vereinigten Staaten bekannt.[3][4] Im selben Jahr ging sie mit Peter Gabriel, Bruce Springsteen, Sting und Youssou N’Dour auf eine Human Rights Now! World Tour für Amnesty International.

Ab dem 4. Juli 2008 arbeitete sie zusammen mit dem US-amerikanischen Produzenten Larry Klein an ihrem achten Album Our Bright Future, das am 7. November desselben Jahres erschien. Im November 2008 begann eine Tournee mit 21 Terminen in Europa.

Für ihre meist sparsam instrumentierten Stücke mit sozialkritischen Texten im Folk-Rock-Stil erhielt sie zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter vier Grammy Awards.

Chapmans Lieder handeln häufig von der Trostlosigkeit des Alltags, sozialen Problemen und der Kehrseite des American Dream, etwa im Song Fast Car.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
Studioalben
1988 Tracy Chapman
1
 Neunfachgold

(95 Wo.)
1
 Doppelplatin

(76 Wo.)
1
 Vierfachplatin

(48 Wo.)
1
 Achtfachplatin

(292 Wo.)
1
 Sechsfachplatin

(61 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. April 1988
Verkäufe: + 13.915.000
1989 Crossroads
1
 Doppelplatin

(38 Wo.)
3
 Platin

(26 Wo.)
2
 Doppelplatin

(27 Wo.)
1
 Platin

(16 Wo.)
9
 Platin

(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: 29. September 1989
Verkäufe: + 3.475.906
1992 Matters Of The Heart
13
(20 Wo.)
11
(16 Wo.)
10
 Gold

(17 Wo.)
19
(3 Wo.)
53
 Gold

(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. April 1992
Verkäufe: + 525.000
1995 New Beginning
60
 Gold

(10 Wo.)
9
 Gold

(16 Wo.)
22
(11 Wo.)
300!
 Silber
4
 Siebenfachplatin

(95 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. November 1995
Verkäufe: + 6.260.000
2000 Telling Stories
5
 Gold

(21 Wo.)
5
 Gold

(20 Wo.)
2
 Gold

(31 Wo.)
85
(3 Wo.)
33
 Gold

(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Februar 2000
Verkäufe: + 782.500
2002 Let It Rain
15
(12 Wo.)
6
 Gold

(20 Wo.)
4
 Gold

(22 Wo.)
36
 Silber

(3 Wo.)
25
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Oktober 2002
Verkäufe: + 300.000
2005 Where You Live
12
(7 Wo.)
7
(7 Wo.)
4
 Gold

(16 Wo.)
43
(2 Wo.)
49
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. September 2005
Verkäufe: + 120.000
2008 Our Bright Future
28
(8 Wo.)
23
(7 Wo.)
9
 Gold

(21 Wo.)
75
(1 Wo.)
57
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. November 2008
Verkäufe: + 215.000
Kompilationen
2001 Collection
3
 Gold

(16 Wo.)
1
 Platin

(25 Wo.)
4
 Gold

(26 Wo.)
3
 Platin

(24 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: 14. September 2001
Verkäufe: + 1.105.000
2015 Greatest Hits
300! 300! 300! 30
(4 Wo.)
105
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. November 2015
Nummer-eins-Alben 2 2 1 2 1
Top-10-Alben 4 7 8 3 3
Alben in den Charts 9 9 9 9 9

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[5] Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
1988 Fast Car
Tracy Chapman
81
(1 Wo.)
300! 300! 4
 Platin

(47 Wo.)
6
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1988
Verkäufe: + 658.000
Talkin’ Bout A Revolution
Tracy Chapman
300! 29
(2 Wo.)
300! 85
(3 Wo.)
75
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: August 1988
Baby Can I Hold You
Tracy Chapman
300! 300! 300! 94
 Silber

(2 Wo.)
48
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1988
Verkäufe: + 200.000
1989 Crossroads
Crossroads
38
(17 Wo.)
21
(4 Wo.)
18
(7 Wo.)
61
(3 Wo.)
90
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1989
1996 Give Me One Reason
New Beginning
300! 300! 300! 95
 Platin

(1 Wo.)
3
(39 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1989
Verkäufe: + 1.070.000
2000 Telling Stories
Telling Stories
300! 300! 76
(3 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Dezember 1999
2008 Sing For You
Our Bright Future
300! 300! 48
(8 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Oktober 2008
Nummer-eins-Singles
Top-10-Singles 1 2
Singles in den Charts 2 2 3 5 5

Weitere Veröffentlichungen

  • 12/1989: All That You Have Is Your Soul
  • 04/1992: Bang Bang Bang
  • 08/1992: Dreaming on a World

AuszeichnungenBearbeiten

PreiseBearbeiten

  • Grammy Awards
    • 1989:
      • Beste zeitgenössische Folk-Aufnahme für Tracy Chapman
      • Beste weibliche Gesangsdarbietung für Fast Car
      • Beste neue Künstlerin
    • 1997:
      • Bester Rocksong für Give Me One Reason

Neben vier Grammy-Awards kann die Songwriterin eine Reihe von weiteren Preisen vorweisen, darunter einen American Music Award, zwei BRIT Awards, drei SKC Boston Music Awards und vier Bammy Awards.

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Land/Region   Silber   Gold   Platin   Diamant Verkäufe Quellen
Argentinien  Argentinien (CAPIF) 0! S 2 2 0! D 170.000 capif.org.ar AR2
Australien  Australien (ARIA) 0! S 0! G 18 0! D 1.400.000 aria.com.au
Belgien  Belgien (BEA) 0! S 0! G 3 0! D 110.000 ultratop.be
Brasilien  Brasilien (PMB) 0! S 0! G 1 0! D 250.000 pro-musicabr.org.br
Danemark  Dänemark (IFPI) 0! S 1 7 0! D 318.000 ifpi.dk
Deutschland  Deutschland (BVMI) 0! S 5 7 0! D 4.400.000 musikindustrie.de
Europa  Europa (IFPI) 0! S 0! G 1 0! D (1.000.000) ifpi.org (Memento vom 1. Januar 2014 im Internet Archive)
Finnland  Finnland (IFPI) 0! S 1 0! P 0! D 30.906 ifpi.fi
Frankreich  Frankreich (SNEP) 0! S 4 3 1 2.200.000 infodisc.fr snepmusique.com
Hongkong  Hongkong (IFPI/HKRIA) 0! S 1 1 0! D 30.000 Einzelnachweise
Italien  Italien (FIMI) 0! S 1 6 0! D 350.000 fimi.it
Kanada  Kanada (MC) 0! S 0! G 13 0! D 1.260.000 musiccanada.com
Neuseeland  Neuseeland (RMNZ) 0! S 1 6 0! D 97.500 nztop40.co.nz
Niederlande  Niederlande (NVPI) 0! S 1 2 0! D 230.000 nvpi.nl
Osterreich  Österreich (IFPI) 0! S 2 4 0! D 225.000 ifpi.at
Polen  Polen (ZPAV) 0! S 0! G 4 0! D 60.000 bestsellery.zpav.pl
Schweden  Schweden (IFPI) 0! S 3 6 0! D 380.000 sverigetopplistan.se
Schweiz  Schweiz (IFPI) 0! S 6 6 0! D 425.000 hitparade.ch
Spanien  Spanien (Promusicae) 0! S 0! G 3 0! D 240.000 promusicae.es ES2
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 2 14 0! D 15.000.000 riaa.com
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich (BPI) 3 1 13 0! D 5.830.000 bpi.co.uk
Insgesamt 3 31 120 1

QuellenBearbeiten

  1. About-Tracy-Chapman.net: Biographie
  2. The Rolling Stone: Tracy Chapman
  3. Tracy Chapman: „Mandela hat mein Leben verändert“. Interview von Alex Gernandt. Spiegel Online, 11. Juni 2017; Tracy Chapman: "Die Uni rettete mich vor dem Getto". Fotostrecke auf Spiegel Online, 11. Juni 2017.
  4. Rock's Conscience spotlights Mandela. Auf: top40-charts.com, 25. Mai 2002.
  5. a b Chartquellen:

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tracy Chapman – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien