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Tiroler Volkspartei
Tiroler Volkspartei logo.jpg
Landesparteivorsitzender Günther Platter
Klubobmann Jakob Wolf
Gründung 27. Oktober 1918
Nationalratsmandate
5/11
[1]
Sitze in Landtagen
17/36
Website Tiroler Volkspartei

Die Tiroler Volkspartei ist die Landesorganisation (auch Landespartei) der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) im Bundesland Tirol. Sie stellt seit 1945 ununterbrochen den Landeshauptmann Tirols. Obmann der Landesgruppe ist seit 31. Jänner 2009 der derzeitige Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, Landesparteigeschäftsführer ist Martin Malaun.

Seit der Landtagswahl 2013 regiert die Tiroler Volkspartei gemeinsam mit den Tiroler Grünen in der ersten Schwarz-Grünen Koalition in der Tiroler Landesregierung Platter II bzw. Platter III.

OrganisationBearbeiten

Die Tiroler Volkspartei ist ebenso wie die Bundes-ÖVP in sechs Teilorganisationen, die sogenannten „Bünde“, unterteilt: AAB Tirol – ArbeitnehmerInnen in der Volkspartei, Tiroler Bauernbund, Tiroler Wirtschaftsbund, Junge Volkspartei Tirol, Frauen in der Tiroler Volkspartei und Tiroler Seniorenbund.

Die Partei hat seit 2006 ihren Sitz in der Fallmerayerstraße 4 in Innsbruck, gegenüber dem Innsbrucker Rathaus in der Maria-Theresien-Straße. Zuvor residierte die Tiroler Volkspartei am Südtiroler Platz, direkt gegenüber dem Innsbrucker Hauptbahnhof. Im Haus der Tiroler Volkspartei ist die Landesgeschäftsstelle, die Bezirksgeschäftsstellen von Innsbruck Stadt und Innsbruck Land sowie die Junge Volkspartei Tirol untergebracht.

 
Das Haus der Tiroler Volkspartei befindet sich in der Fallmerayerstraße 4.

Obleute der BündeBearbeiten

Geschichte 1918 bis 1933Bearbeiten

Die Tiroler Volkspartei als Zusammenschluss der bislang miteinander rivalisierenden Katholisch-Konservativen und Christlichsozialen entstand am 27. Oktober 1918. Aus den ersten Tiroler Landtagswahlen 1919 ging sie als Sieger hervor und blieb bis zum Ende der Ersten Republik die führende politische Kraft im Land Tirol. Innerhalb der Partei bildete der 1904 gegründete Tiroler Bauernbund die größte und einflussreichste Gruppe, mit Josef Schraffl und Franz Stumpf stellte er auch zweimal den Landeshauptmann. Eine weitere wichtige Gruppe war der Volksverein, der seine Basis im städtischen und kleinbürgerlichen Bereich fand. Zu seinen Mitgliedern zählten der langjährige Nationalratsabgeordnete Aemilian Schöpfer und der spätere Bundeskanzler Kurt Schuschnigg. Ab 1926 kam die Gruppe Tiroler Arbeitsbund unter Hans Gamper dazu. Auf gesamtstaatlicher Ebene stellte die Tiroler Volkspartei die Tiroler Landesorganisation der Christlichsozialen Partei dar.[2]

Im abgetrennten Südtirol kandidierten die Tiroler Volkspartei und die Deutschfreiheitliche Partei unter dem Namen Deutscher Verband bei den ersten Wahlen zum italienischen Parlament am 15. Mai 1921 und konnten ungefähr 90 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Mit der Machtergreifung der Faschisten am 28. Oktober 1922 verlor die Partei ihre Bedeutung. Am 8. Mai 1945 wurde dann die Südtiroler Volkspartei (SVP) gegründet.

Geschichte ab 1945Bearbeiten

Landtagswahlen 1945–2018
60%
50%
40%
30%
20%
10%
0%

Im Land Tirol wurde die als bürgerlich-konservativ einzustufende Tiroler Volkspartei als Landesorganisation der ÖVP 1945 wieder gegründet und stellt seither durchgehend die Landeshauptleute in Tirol. Von 1945 bis 2008 konnte die Tiroler VP, außer in den Jahren 1999 bis 2003, durchgehend die absolute Mandatsmehrheit halten.

Bei der Landtagswahl in Tirol 2008 erreichte sie aber nur mehr 40,45 % und 16 von 36 Mandaten.

Bei der Landtagswahl in Tirol 2013 verlor die VP abermals und kam auf 39,35 %.

Bei der Landtagswahl in Tirol 2018 gewann die VP ein Mandat hinzu und kam damit auf 17 von 36 Mandate.

Landesparteiobleute seit 1945Bearbeiten

Klubobleute seit 1945Bearbeiten

Landesparteisekretäre / Landesparteigeschäftsführer / Hauptgeschäftsführer seit 1945Bearbeiten

Innsbrucker Stadtparteiobleute seit 1945Bearbeiten

Die Landesobleute des AAB Tirol seit 1945Bearbeiten

Die Landesobleute des Tiroler Seniorenbundes seit 1945Bearbeiten

Die Abgeordneten zum Europäischen Parlament der TVPBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://wahlen.tirol.gv.at/nationalratswahl_2017/index.html
  2. Robert Kriechbaumer (Hrsg.): „Dieses Österreich retten“ – Protokolle der Christlichsozialen Parteitage der Ersten Republik (= Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek. Band 27). Böhlau, Wien / Köln / Weimar 2006, ISBN 978-3-205-77378-8, S. 107 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).