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Tatort: Die chinesische Methode

Episode der Fernsehserie Tatort

Die chinesische Methode ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Der vom Bayerischen Rundfunk unter der Regie von Maria Knilli produzierte Beitrag wurde am 10. November 1991 im Ersten als 251. Folge der Reihe erstgesendet. Für die Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr ist es der dritte Fall, in dem sie ermitteln.

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelDie chinesische Methode
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
Bayerischer Rundfunk
Länge93 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 251 (Liste)
Erstausstrahlung10. November 1991 auf Das Erste
Stab
RegieMaria Knilli
DrehbuchVolker Maria Arend
Andreas Missler-Morell
ProduktionJürgen Dohme
MusikRoman Bunka
KameraKlaus Eichhammer
SchnittHelga Kriller
Besetzung

HandlungBearbeiten

Auf einem fröhlichen Faschingsfest im Studentenwohnheim Biederstein wird ein chinesischer Student von einem Unbekannten in einem Gorillakostüm erstochen. Die Münchner Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr werden zum Tatort gerufen, wo bereits ihr Kollege Carlo Menzinger die Ermittlungen begonnen hat. Als sich die Kommissare in der Wohnung des Opfers umsehen, treffen sie dort auf Mok, einen jungen Chinesen. Die Befragung gestaltet sich schwierig, da zunächst kein passender Dolmetscher für Kantonesisch gefunden werden kann. Nachdem dies dann gelingt, finden Batic und Leitmayr heraus, dass der Ermordete zu einer Gruppe von chinesischen Schutzgelderpressern gehörte. Mit ihrer chinesischen Methode, exotische Zierfische an chinesische Lokale zu vermieten, werden die Chinarestaurants gleichzeitig auch erpresst.

Die Ermittlungen der Kommissare richten sich zunehmend auf den Chinesen Chow, den sie für den Kopf der Schutzgeldmafia halten und der nun, nach dem Tod seines Mitarbeiters, den Restaurantbesitzern seine Macht demonstriert und die Auslieferung des Mörders verlangt. Als Batic und Leitmayr den Lokalen ihre Hilfe anbieten, hüllen sich die Besitzer in Schweigen und zeigen sich wenig kooperativ. Ihr Klan schottet sich komplett ab und für die Ermittler ist es schwierig, die Mauer des Schweigens zu durchdringen. Erst als Batic der Tochter des Restaurantbesitzers Man Ki bei der Suche nach dem Hund ihres Vaters hilft, scheint es eine Verständigung zu geben.

Währenddessen terrorisiert Chow seine „Kunden“ weiter, um den Namen des Mörders zu erfahren. Man Ki eröffnet auf einer Versammlung der chinesischen Restaurantbesitzer, dass er das Leben seines zukünftigen Schwiegersohns Lo in die Hände seiner Kollegen gibt. Parallel spricht seine Tochter mit Batic und gesteht ihm, dass ihr Verlobter den Mord begangen hat. Zudem will er Chow selber und die ganze Erpresser-Organisation eliminieren. Leitmayr versucht ihn davon abzuhalten, jedoch wird Lo vorher von Chow in Notwehr getötet.

Batic und Leitmayr bemühen sich nun, obwohl der Mordfall an sich gelöst ist, Chow und seiner Organisation das Handwerk zu legen. Batic bittet deshalb die Versammlung der chinesischen Restaurantbesitzer, gegen Chow auszusagen, da er ihnen sonst nicht helfen kann. Aber sie trauen sich nicht, weil sie Chows Rache fürchten. Daher beginnen die Kommissare, mit einer Observations- und Abhörkampagne Chow zu überwachen. So gelingt es ihnen, Chow und seinen Hintermännern auf die Spur zu kommen. Mit einem Trick bringen sie einen von Chows „Laufburschen“ zum Reden und er verrät einen seiner Mittäter. Kurz darauf wird der Verräter auf Chows Anweisung umgebracht. Das gleiche Schicksal droht dem Verratenen, als die Polizei ihn verhört und die Organisation befürchtet, verraten zu werden. In seiner Todesangst, die von den Beamten extra heimlich geschürt wird, sagt Wang aus und die Polizei will daraufhin Chow festnehmen. Ehe es dazu kommt, wird Chow selber von einem seiner Hintermänner umgebracht, dem die Tat jedoch nicht nachgewiesen werden kann.

RezeptionBearbeiten

KritikBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm meinen: „Sie wollten schon immer wissen, warum in jedem China-Lokal ein Aquarium steht? Hier erfahren Sie's!“ Mit dem Daumen nach oben konstatieren sie: „Chinatown an der Isar - echt kriminell.“[2]

EinschaltquoteBearbeiten

Die Erstausstrahlung von Die chinesische Methode am 12. November 1995 erreichte in Deutschland bei den Fernsehzuschauern einen Marktanteil von 29,0 Prozent für Das Erste.[3]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Die chinesische Methode. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Die chinesische Methode. Die Münchner Cops stoßen an kulturelle Grenzen. Kurzkritik auf tvspielfilm.de, abgerufen am 23. Juni 2015.
  3. Die chinesische Methode Einschaltquote bei tatort-blog.de, abgerufen am 23. Juni 2015.