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Tatort: Die Neue

Episode der Fernsehserie Tatort

Die Neue ist ein Fernsehfilm aus der Kriminalreihe Tatort der ARD und des ORF. Der am 29. Oktober 1989 erstmals ausgestrahlte Fernsehfilm ist der 224. Tatort und der erste Fall Lena Odenthals.

Folge der Reihe Tatort
OriginaltitelDie Neue
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
SWF
Länge90 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
EinordnungFolge 224 (Liste)
Erstausstrahlung29. Oktober 1989 auf ARD
Stab
RegiePeter Schulze-Rohr
DrehbuchNorbert Ehry
KameraCharly Steinberger
SchnittGudrun Weber
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Die junge Kommissarin Lena Odenthal arbeitet seit kurzem im Sittendezernat von Ludwigshafen. Nachdem ein Serien-Vergewaltiger in der Stadt sein Unwesen treibt, soll sie helfen, den Mann zu fassen. Der Täter tritt stets maskiert auf und benutzt ein markantes Messer, um seine Opfer damit zu quälen. Zurückgelassene Zigarettenkippen und sichergestellte Blutspuren weisen auf einen Täter mit der Blutgruppe A hin. Mehr hat die Polizei bisher nicht in Erfahrung bringen können. Die Liste der in Frage kommenden vorbestraften Triebtäter ist überschaubar und Odenthal hofft, dass der Mann sich selber verrät, wenn er eines der Opfer wiedersieht. Daher sucht sie einen nach dem anderen in Begleitung von Carmen Posniak, einem der Vergewaltigungsopfer, auf, aber ehe dies fruchtet, schlägt der Täter erneut zu und dieses Mal endet es tödlich. So trifft Odenthal am Tatort auf Kommissar Seidel, mit dem sie nun gemeinsam versucht, den Täter zu finden. Für die Kommissarin ist der vorbestrafte Triebtäter Koslowski verdächtig, da sie ihn zuletzt mit ihrer „Konfrontationstaktik“ etwas gereizt hatte und er aggressiv wurde. Aber sie kann keine konkreten Beweise gegen ihn finden. Auch Geissler, ein weiterer Verdächtiger, ist seit sechs Jahren unauffällig und hat ein relativ stabiles soziales Umfeld. Kandidat drei ist Appold. Er macht eigentlich eine Therapie und steht unter Medikamenten, die seinen Sexualtrieb bremsen. Allerdings nimmt er die Tabletten selber ein und niemand kann es wirklich kontrollieren.

Carmen Posniak fällt nach Tagen ein, dass der Täter ein Hörgerät getragen hatte. Dieser Hinweis deutet auf Appold, aber für einen Haftbefehl reicht das nicht. Odenthal lässt Appolds Freundin vorladen und nun räumt sie ein, dass sie ihrem Freund ein falsches Alibi gegeben hat. Um ihn zu stellen, lässt sie ihn von seiner Freundin in ihr Lieblingscafe bestellen, wo er von zivilen Polizeibeamten erwartet und nach einer kurzen Verfolgung auch verhaftet wird.

Aufgrund einer seit langem unbesetzten Stelle bei der Mordkommission soll Odenthal ab sofort dieses Amt übernehmen.

HintergrundBearbeiten

Mit Lena Odenthal übernahm nach Kommissarin Buchmüller (1978–1980) und Kommissarin Wiegand (1981–1988) erneut eine Frau die Hauptrolle in der Tatortreihe. Damit sind die Folgen des Südwestrundfunk (SWR) bzw. Südwestfunk (SWF) in Rheinland-Pfalz die einzigen, die durchweg mit Kommissarinnen besetzt waren und sind.

KritikBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm bewerteten diesen Tatort 15 Jahre nach der Erstausstrahlung. Sie vergaben nur eine mittlere Wertung (Daumen zur Seite) und stellten fest: „Derart gefährliche Jobs macht Ulrike Folkerts als dienstälteste ‚Tatort‘-Kommissarin nun schon seit fünfzehn Jahren. Beförderung: nicht in Sicht.“ Fazit: „Die ‚Neue‘ ist noch in der Probezeit.“[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Freigabebescheinigung für Tatort: Die Neue. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juni 2009 (PDF; Prüf­nummer: 118 461 DVD).
  2. …heißt Lena Odenthal. In dem TV-Krimi von 1989 gab Ulrike Folkerts ihr Debüt Kurzkritik bei tvspielfilm.de abgerufen.