Tatort: Kalte Herzen

Episode der Fernsehserie Tatort

Kalte Herzen ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort und eine Produktion des SWR. Diese 440. Episode der Reihe wurde am 2. April 2000 im Ersten Deutschen Fernsehen zum ersten Mal ausgestrahlt.

Episode der Reihe Tatort
OriginaltitelKalte Herzen
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Produktions-
unternehmen
SWR
Länge84 Minuten
EinordnungEpisode 440 (Liste)
Erstausstrahlung2. April 2000 auf Erstes Deutsches Fernsehen
Stab
RegieThomas Bohn
DrehbuchThomas Bohn
ProduktionUlrich Herrmann
MusikHans Franek
KameraHans-Jörg Allgeier
SchnittBenjamin Hembus
Gudrun Böhl
Besetzung

Das Ludwigshafener Ermittlerduo Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Mario Kopper (Andreas Hoppe) hat den Tod eines Topmodels aus den USA aufzuklären und erhält dabei Unterstützung aus Los Angeles.

HandlungBearbeiten

In einem Hotel in Ludwigshafen wird das amerikanische Topmodel Amy Bell erstochen aufgefunden. Sie war zu einem großen Fotoshooting nach Ludwigshafen gereist und die Presse nimmt regen Anteil an allen Neuigkeiten. Schnell wird den Ermittlern klar, dass das Model die Nächte nicht allein verbracht hatte. Obwohl sie mit dem Filmstar Tom Soengen verheiratet ist, hatte sie mit dem Fotografen Marlo Trekkers ein Verhältnis. Dieser ist nicht auffindbar und dringend tatverdächtig. So wird er zur Fahndung ausgeschrieben.

Lena Odenthal bekommt unerwartete Unterstützung aus den USA. Der Sergeant Lou Browster wurde von Los Angeles nach Deutschland geschickt, um bei der Aufklärung des Mordes an dem bekannten Model zu helfen. Die Befragung des Ehemanns Tom Soengen ergibt zunächst keinen konkreten Hinweis. Allerdings findet der Kriminaltechniker ein Fotonegativ, was darauf hinweist, dass jemand das Opfer nach der Tat fotografiert hat. Dies könnte ein wichtiges Indiz gegen den flüchtigen Marlo Trekkers sein, den inzwischen Interpol in Los Angeles ausfindig machen und verhaften kann. Umgehend fliegt Odenthal mit Browster in die USA. Ebenso reist Soengens mit seiner Crew wieder in die USA zurück. Kopper muss indessen in Ludwigshafen weiter ermitteln und hat den begründeten Verdacht, dass Tom Soengen nur eine Scheinehe führte, da er sehr wahrscheinlich homosexuell ist und für die öffentliche Meinung dieses bürgerliche Alibi benötigte.

Bei der Befragung von Trekkers gibt dieser an, dass er Amy Bell nicht umgebracht hätte. Als er in das Hotelzimmer kam, sei sie bereits tot gewesen und er hätte Fotos gemacht, da die hier in Amerika ein Vermögen wert wären und er sich dieses Geschäft nicht entgehen lassen wollte. Während er sich in Polizeigewahrsam befindet, wird Soengens Sekretär Romano erstochen. Da das Tatmesser eindeutig die Mordwaffe aus Ludwigshafen ist, muss Trekkers wieder freigelassen werden. Eine erneute Befragung von Soengens ergibt, dass Amy Bell versucht hatte, ihren homosexuellen Mann zu erpressen. Als Gegenleistung erwartete sie Unterstützung für eine Filmkarriere. Er war jedoch nicht auf ihre Forderungen eingegangen, da er es schon lange satt hatte, seine Liebe zu Romano verstecken zu müssen. Seine Agentin Frenzy Soutter sieht das allerdings anders. Als sie bemerkt, dass Odenthal hinter Soengens Geheimnis gekommen ist, versucht sie, die Ermittlerin zum Schweigen zu bringen. Ein Skandal würde das Ende des Filmstars und ihrer gesamten Arbeit bedeuten. Ehe sie Odenthal mit einem Messer ernsthaft verletzen kann, treffen Lou Browster und die Polizei ein. Im Angesicht ihrer Niederlage gesteht Soutter den Mord an Amy Bell und Romano, der sich zusammen mit Soengens outen wollte. Um der Verhaftung und Verurteilung zu entgehen, nimmt sich Soutter das Leben.

HintergrundBearbeiten

Der Film wurde vom Südwestrundfunk produziert und in Los Angeles, Ludwigshafen und Baden-Baden gedreht.[1] Für seine Regiearbeit erhielt Regisseur und Drehbuchautor Thomas Bohn 2000 den Goldenen Gong. Er steht bei Kalte Herzen als Marlo Trekkers auch vor der Kamera.

RezeptionBearbeiten

EinschaltquotenBearbeiten

Die Erstausstrahlung von Kalte Herzen am 2. April 2000 wurde in Deutschland insgesamt von 8,37 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte einen Marktanteil von 24,01 Prozent für Das Erste.[1]

KritikBearbeiten

Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV-Spielfilm schreiben über diesen Tatort: „Aus Kostengründen wurden viele USA-Szenen des klischeefrohen Krimis in Deutschland gedreht - man sieht's, wie peinlich. [Fazit:] Krampfig: Hollywood made in Germany“[2]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Produktionsdetails und Einschaltquote auf tatort-fundus.de, abgerufen am 12. März 2014.
  2. Kurzkritik auf tvspielfilm.de, abgerufen am 12. März 2014.