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Stumm
Wappen Österreichkarte
Wappen von Stumm
Stumm (Tirol) (Österreich)
Stumm (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Schwaz
Kfz-Kennzeichen: SZ
Fläche: 4,94 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 11° 53′ OKoordinaten: 47° 17′ 34″ N, 11° 53′ 9″ O
Höhe: 556 m ü. A.
Einwohner: 1.899 (1. Jän. 2019)
Postleitzahl: 6275
Vorwahl: 05283
Gemeindekennziffer: 7 09 31
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 29
6275 Stumm
Website: www.stumm.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Fritz Brandner (SPÖ)
Gemeinderat: (2016)
(13 Mitglieder)
  • 4 ÖVP Stumm und Parteiunabhängige Wirtschaft Arbeiter Bauern Jugend Senioren
  • 5 Arbeiter, Angestellte, Gewerbetreibende und Pensionisten – Fritz Brandner
  • 2 Stumm´s aktive Zukunft – SAZ
  • 2 ÖVP Stumm – ÖVP
Lage von Stumm im Bezirk Schwaz
AchenkirchAschau im ZillertalBrandbergBruck am ZillerBuch in TirolEben am AchenseeFinkenbergFügenFügenbergGallzeinGerlosGerlosbergHainzenbergHart im ZillertalHippachJenbachKaltenbachMayrhofenPillRamsau im ZillertalRied im ZillertalRohrbergSchlittersSchwazSchwendauStansSteinberg am RofanStrass im ZillertalStummStummerbergTerfensTuxUdernsVompWeerWeerbergWiesingZell am ZillerZellbergTirolLage der Gemeinde Stumm (Tirol) im Bezirk Schwaz (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Zillertal Stumm.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Stumm ist eine Gemeinde mit 1899 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Zillertal und gehört zum Bezirk Schwaz in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Zell am Ziller.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Stumm liegt im mittleren Zillertal an der rechten Zillerseite, gegenüber von Kaltenbach, am Murkegel des Märzenbachs.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Ortsteile sind: das Haufendorf Stumm, sowie Acham, Ahrnbach und März.

NachbargemeindenBearbeiten

Alle Nachbargemeinden liegen im Zillertal bzw. im Bezirk Schwaz.

Hart im Zillertal
Uderns

Ried im Zillertal

Kaltenbach
  Stummerberg
Aschau im Zillertal

GeschichteBearbeiten

Hofnamen aus vorgermanischer Zeit bezeugen eine sehr alte Besiedlung. Im 8. Jahrhundert schenkte Herzog Tassilo III. von Bayern dem von ihm gegründeten Stift Herrenchiemsee einige Güter in Stumm und auf dem Stummerberg. Erstmals urkundlich erwähnt ist Stumm in den Jahren 1125–1129 als „Stumme“.[1] Daraus entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte eine geschlossene Grundherrschaft, die „Hofmark Stumm“. 1556 verkaufte das Stift die Hofmark Stumm, die danach mehrmals den Besitzer wechselte. 1849 entstanden daraus die heutigen Gemeinden Stumm und Stummerberg.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Im rechten roten Feld des gespaltenen Schildes der heilige Rupert in Silber mit goldenem Heiligenschein, in der rechten Hand den goldenen Bischofsstab und in der linken ein goldenes Salzgefäß haltend. Das linke Feld schrägrechts geteilt, oben in Gold ein steigender schwarzer Steinbock, unten in Schwarz zwei aufsteigende goldene Spitzen.“

Die Farben der Gemeindefahne sind Gelb-Rot.[2]

Im Jahr 1995 bekam Stumm als letzte Gemeinde Tirols ein Gemeindewappen verliehen. Es zeigt rechts mit dem hl. Rupert den Patron der Stummer Pfarrkirche. Die linke Hälfte geht auf das Wappen der Herren von Schidenhofen zurück, die seit dem ausgehenden 16. Jahrhundert über 160 Jahre lang die Hofmark Stumm besaßen.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Stumm
 
Antoniuskapelle
 
Pfarrkirche

BauwerkeBearbeiten

  • Die 1511 erbaute spätgotische Pfarrkirche zum Hl. Rupert wurde 1772 erweitert und im Inneren barockisiert.
  • Das Schloss Stumm wurde anstelle des älteren Amtshauses der ehemaligen Hofmark um 1550 im Stil Tiroler Ansitze errichtet.
  • Die Antoniuskapelle und
  • die Ölbergkapelle gehören ebenfalls zu den denkmalgeschützten Objekten.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die Weiler um den Hauptort sind landwirtschaftlich geprägt, während es im Dorf eine Anzahl kleinere Handwerks-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe gibt. Stumm ist auch eine zweisaisonale Tourismusgemeinde.

BildungBearbeiten

Die Neue Mittelschule Stumm ist für den Sprengel Stumm, Kaltenbach, Ried und Stummerberg zuständig. Weiters gibt es eine Erwachsenenschule in Stumm.

VerkehrBearbeiten

Stumm hat Anschluss an die Zillertalstraße B 169 und die Zillertalbahn mit den Haltestellen Angererbach-Ahrnbach und Kaltenbach-Stumm.

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Stumm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 273 Nr. 314.
  2. Landesgesetzblatt für Tirol Nr. 33/1995 S. 108 (PDF, 172 kB, abgerufen am 9. August 2014)
  3. Gemeinde Stumm: Stummer Wappen