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Stadtgemeinde
Steyregg
Wappen Österreichkarte
Wappen von Steyregg
Steyregg (Österreich)
Steyregg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 32,96 km²
Koordinaten: 48° 17′ N, 14° 22′ OKoordinaten: 48° 17′ 1″ N, 14° 22′ 0″ O
Höhe: 259 m ü. A.
Einwohner: 4.888 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 148 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4221
Vorwahl: 0732
Gemeindekennziffer: 4 16 24
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weissenwolffstraße 3
4221 Steyregg
Website: www.steyregg.at
Politik
Bürgermeister: Johann Würzburger (SBU)
Gemeinderat: (2015)
(31 Mitglieder)
10
9
6
4
1
1
10 
Insgesamt 31 Sitze
  • SBU: 10
  • SPÖ: 9
  • ÖVP: 6
  • FPÖ: 4
  • IST: 1
  • BPS: 1
Lage von Steyregg im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde Steyregg im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Steyregg ist eine Stadtgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung mit 4888 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019).

GeographieBearbeiten

Steyregg liegt auf 259 m Höhe im unteren Mühlviertel, einige Kilometer vom Zentrum der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz entfernt, direkt an die Stadt angrenzend auf der anderen, der linken Seite der Donau, die hier um nördlich Linz eine Schlinge schlägt und dann die Gemeinde südlich umrundet.

GemeindegebietBearbeiten

Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,7 km und von West nach Ost 8,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 33 km².

 

GemeindegliederungBearbeiten

Die 7 Ortschaften sind:

Katastralgemeinden sind Lachstatt, Pulgarn und Steyregg.
Zählsprengel sind Steyregg-Zentrum und Steyregg-West für den Hauptort, Steyregg-Umgebung und Plesching.

NachbargemeindenBearbeiten

Engerwitzdorf
Linz  
Luftenberg an der Donau

GeschichteBearbeiten

Erste Siedlungen im Raum Steyregg gab es, belegt durch archäologische Ausgrabungen, bereits in der Jungsteinzeit. Slawische Grabfunde deuten auf Besiedlung während der ersten nachchristlichen Jahrhunderte hin.

TafersheimBearbeiten

Im Frühmittelalter entwickelten sich mehrere Ortschaften an geographisch günstigen Plätzen entlang der Donau, welche als Umschlagplätze im Salzhandel vom Süden in den Norden über den Linzer Steig große Bedeutung erlangten. Im Jahr 885 wird Taberesheim erstmals erwähnt, später als Tafersheim, Tabersheim, Tauirsheim, Taversheim und Taffersheim geschrieben.[1] Das Gebiet von Tafersheim umfasste ursprünglich sowohl Siedlungen nördlich der Donau als auch im Süden am rechten Ufer der Donau (St. Peter, Zizlau und Seyrlurfahr im Bereich der voestalpine und der Chemie Linz).[2] Ins Jahr 1111 wird eine Kirche von Tafersheim datiert[1], der Vorgänger der heutigen Pfarrkirche von Steyregg.[3]

Der Name Tafersheim schränkte sich im 17. Jahrhundert zunehmend ein, bis er schließlich im 19. Jahrhundert zum Hausnamen des Steyregger Spitals wurde. Nachdem dieses 1936 aus verkehrstechnischen Gründen abgerissen wurde, verschwand der Name Tafersheim gänzlich.[1]

SteyreggBearbeiten

Der Bau einer Burg in Steyregg dürfte um das Jahr 1150 begonnen haben. Um 1150 wird auch erstmals der heutige Ortsname in Zusammenhang mit dem castrum Steyrheke erwähnt.[1] Die Burg wurde ständig erweitert und wechselte oft ihre Besitzer.

Im 13. Jahrhundert wurde der Ort Steyregg zum Markt erhoben und erhielt 1482 das Stadtrecht. Die Stadt blieb in den folgenden Jahrhunderten aber stets im Schatten der Landeshauptstadt Linz, die sich am südlichen Donauufer erstreckt. Steyregg blieb eine Kleinststadt, die weitgehend von den bäuerlichen Ortschaften geprägt war.

Ende des 19. Jahrhunderts trug der Bau der Summerauerbahn und der Bau einer Donaubrücke zu einem bescheidenen Aufschwung bei. Während des Zweiten Weltkriegs hatte die Bevölkerung Steyreggs unter der unmittelbaren Nähe der Hermann-Göring-Werke in Linz zu leiden, die das Ziel zahlreicher Bombenangriffe der Alliierten waren. In den letzten Jahrzehnten erlangte die Stadt hauptsächlich durch die Umweltbewegung und deren Kampf gegen die Emissionen der Schwerindustrie Berühmtheit.

Anfang des 21. Jahrhunderts wurde von den Altgrafen Salm-Reifferscheidt das Wahrzeichen der Stadt Schloss Steyregg renoviert, nachdem es 200 Jahre lang leer gestanden hatte.

Steyregg war im Jahr 2007 Austragungsort der Wasserski-Weltmeisterschaften.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 

Die Zunahme der Bevölkerungszahl in den letzten Jahrzehnten erfolgte wegen einer stark positiven Geburtenbilanz, die Wanderungsbilanz war meist negativ oder nur leicht positiv.[4]

PolitikBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Urfahr.

GemeindevertretungBearbeiten

10
6
9
4
1
1
10 
Insgesamt 31 Sitze
  • SBU: 10
  • ÖVP: 6
  • SPÖ: 9
  • FPÖ: 4
  • IST: 1
  • BPS: 1

Partei 1991 1997 2003 2009 2015
Stimmen % Mandate Stimmen % Mandate Stimmen % Mandate Stimmen % Mandate Stimmen % Mandate
ÖVP 957 33,32 10 671 23,82 7 708 23,87 7 911 29,11 9 571 17,8 6
SPÖ 1.118 38,92 12 1.016 36,07 12 1.047 35,30 11 882 28,18 9 893 27,8 9
FPÖ --- --- --- 289 10,26 3 119 4,01 1 270 8,63 2 423 13,2 4
SBU 797 27,75 9 841 29,85 9 1.092 36,82 12 1.067 34,09 11 1.033 32,2 10
IST --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- 162 5,0 1
BPS --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- 131 4,1 1

SBU: Steyregger Bürgerinitiative für Umwelt und Lebensqualität, IST: Liste Initiatives Steyregg, BPS: Bürgerplattform Steyregg[5]

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit dem 15. Juli 2012 Johann Würzburger von der SBU (Steyregger Bürgerinitiative für Umwelt und Lebensqualität).[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung:

In Gold auf schwarzem Felsen ein silberner, gequaderter Turm mit Zinnen, rotem Spitzdach und schwarzem Knauf, zwei Fronten zeigend, die rechte mit einem, die linke mit zwei schwarz geöffneten Fenstern versehen.[6]

Hauptort der GemeindeBearbeiten

Steyregg (Stadt)
Ortschaft
Katastralgemeinde Steyregg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Urfahr-Umgebungf8, Oberösterreich
Gerichtsbezirk Urfahr
Pol. Gemeinde Steyregg
Koordinaten 48° 17′ 9″ N, 14° 21′ 53″ O
Höhe 259 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 2978 (1. Jän. 2019)
Gebäudestand 692 (2001)
Fläche d. KG 12,01 km²
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 12334
Katastralgemeinde-Nummer 45641
Zählsprengel/ -bezirk Steyregg-Zentrum, Steyregg-West, Steyregg-Umgebung (41624 X[000,001,002])
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
2978

BW

Gemeindehauptort wie auch Ortschaft und Katastralgemeinde ist die Stadt Steyregg

Sie befindet sich 3½ Kilometer östlich des Linzer Zentrums, und liegt auf um die 260 m ü. A. Höhe am Nordostrand des Linzer Felds, 1½ Kilometer nördlich ab von der Donau. Hier erheben sich die Niederterrassen der Donautalung zu den Mühlviertler Randlagen.

Die Ortschaft umfasst um die 700 Gebäude mit über 2700 Einwohnern, das ist gut die Hälfte der Gemeindebevölkerung. Etwa die Hälfte davon wohnen in der Stadt selbst, das ist der Zählsprengel Steyregg-Zentrum. Zum Ortschaftsgebiet gehören auch die Rotte Windegg donauaufwärts und die zerstreuten Häuser Obernbergen sowie das Gehöft Pimesbauer an den Hängen des Pfennigbergs und das Siedlungsgebiet Weih, die den Zählsprengel Steyregg-West bilden. Einige Dutzend Häuser der Ortschaft gehören auch zum Zählsprengel Steyregg-Umgebung.

Die Katastralgemeinde mit knapp über 1.200 Hektar erstreckt sich – was dem Ortschaftsgebiet entspricht – von der Donaumitte bis über den Pfenningberg im Norden, im Südosten schließt sie Auen (Neuau, Altau, Hannerlhaufen, Ringelau), wo auch das Betriebsgelände der Welser Kieswerke liegt, mit ein. Die Haltestelle Pulgarn befindet sich ebenfalls noch im Katastralgebiet.

Nachbarorte, -ortschaften und -katastralgemeinden:


Windegg

Plesching (O) Lachstatt (KG)
Donau

Lustenau (Stt. u. KG, Std. Linz)
  Götzelsdorf (O)
Pulgarn (KG)
Donau
St. Peter (Stt. u. KG, Std. Linz)
Donau

Posch (Stt. u. KG, Std. Linz)

KG Lachstatt erstreckt sich bis Nordwest an der Donau

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Donaubrücken bei Steyregg

VerkehrBearbeiten

  • Bahnlinie: In Steyregg gibt es einen Bahnhof, der an der Summerauer Bahn liegt.
  • Buslinie: Steyregg wird durch den Bus mit Linz und Perg verbunden.
  • Fahrrad: Entlang der Donau verläuft bei Steyregg der Radweg R1 Passau – Wien.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Betreubares Wohnen
  • Jugendzentrum Steyregg
  • Im Süden der Kleinstadt befindet sich ein Freizeitgelände mit Sportanlage, Badesee und Kleingartenanlage
  • Sozialzentrum 1 und 2

BildungBearbeiten

  • Kindergarten und Krabbelstube
  • Volksschule
  • Informatikmittelschule
  • Musikschule
  • Bauwirtschaftszentrum (BWZ)

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Steyregg
 
Dr. Gruberstein
  • Schloss Steyregg: Das Schloss wurde unter den Ottokaren im 11. oder 12. Jahrhundert errichtet. Der Ausbau zum Schloss erfolgte unter den Jörgern am Ende des 16. Jahrhunderts. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und kann für Veranstaltungen gemietet werden.

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Steyregg

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Steyregg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Karl Hohensinner, Peter Wiesinger: Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich 10. Die Ortsnamen des politischen Bezirks Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel). Wien 2006, Abschnitt 10.1.4.11.
  2. Stadtgeschichte Steyregg auf steyregg.at.
  3. Benedict Pillwein: Beschreibung der Provinzial-Hauptstadt Linz und ihrer nächsten Umgebung. Mit der Karte des Kommissariats- und Steuerbezirks Linz. Linz 1824, S. 347, Google Book.
  4. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Steyregg, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 27. April 2019.
  5. a b Land Oberösterreich, Ergebnisse der Wahlen 2015. Abgerufen am 27. April 2019.
  6. Land Oberösterreich, Geschichte und Geografie, Wappen. Abgerufen am 27. April 2019.