Haibach im Mühlkreis

Gemeinde in Österreich

BW

Haibach im Mühlkreis
Wappen Österreichkarte
Wappen von Haibach im Mühlkreis
Haibach im Mühlkreis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Urfahr-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: UU
Fläche: 14,49 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 14° 22′ OKoordinaten: 48° 26′ 41″ N, 14° 21′ 32″ O
Höhe: 780 m ü. A.
Einwohner: 921 (1. Jän. 2021)
Bevölkerungsdichte: 64 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4204
Vorwahl: 07211
Gemeindekennziffer: 4 16 10
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Marktplatz 2
4204 Reichenau im Mühlkreis
Website: www.haibach.at
Politik
Bürgermeister: Dietmar Leitner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
10
3
10 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Haibach im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung
Alberndorf in der RiedmarkAltenberg bei LinzBad LeonfeldenEidenbergEngerwitzdorfFeldkirchen an der DonauGallneukirchenGoldwörthGramastettenHaibach im MühlkreisHellmonsödtHerzogsdorfKirchschlag bei LinzLichtenbergLinzOberneukirchenOttenschlag im MühlkreisOttensheimPuchenauReichenau im MühlkreisReichenthalSchenkenfeldenSonnberg im MühlkreisSt. Gotthard im MühlkreisSteyreggVorderweißenbachWaldingZwettl an der RodlOberösterreichLage der Gemeinde Haibach im Mühlkreis im Bezirk Urfahr-Umgebung (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Haibach im Mühlkreis ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Urfahr-Umgebung im unteren Mühlviertel mit 921 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2021).

GeografieBearbeiten

Haibach im Mühlkreis liegt in der Hügellandschaft des unteren Mühlviertels auf beiden Seiten der Großen Gusen. Die Gemeinde gehörte bis 2012 zum Gerichtsbezirk Leonfelden und ist seit dem 1. Jänner 2013 Teil des Gerichtsbezirks Freistadt. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt 595 Meter über dem Meer, der höchste Punkt erreicht 856 Meter.[1] Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,3 und von West nach Ost 4,5 Kilometer. Die Gemeinde hat eine Fläche von 14,49 Quadratkilometer.[2]

FlächenverteilungBearbeiten

OrtsteileBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2021[3]):

  • Affenberg (144)
  • Aigen (46)
  • Altenbergerstraße (54)
  • Baumgarten (95) samt Weignersdorf
  • Blaßberg (44)
  • Gusental (44) samt Gusen
  • Haibach im Mühlkreis (73) samt Brandstatt und Gänsbach
  • Kaindorf (62)
  • Mistelbach (74)
  • Oberbaumgarten (89)
  • Renning (123) samt Karlsberger
  • Schubertweg (38)
  • Wirth (35)

NachbargemeindenBearbeiten

Reichenau im Mühlkreis Ottenschlag im Mühlkreis
Hellmonsödt  
Alberndorf in der Riedmark

GeschichteBearbeiten

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich, seit 1490 zum Fürstentum Österreich ob der Enns.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahr 1356 in Form von „vnser hueb gelegen zu Haichenpach in Gallennevnchiricher pharr“, wobei der Ortsname vom althochdeutschen Personennamen Heicho herzuleiten ist und mittels Haypach und Haipach schließlich zu Haibach geformt wurde.[4]

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt, ist seither wieder bei Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 wurde Oberösterreich zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Landschaft mit Naturdenkmal nd666 (Linden).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftssektorenBearbeiten

Von den 55 landwirtschaftlichen Betrieben des Jahres 20120 wurden 33 im Haupt- und 22 im Nebenerwerb geführt. Die Haupterwerbsbauern bewirtschafteten 73 Prozent der Flächen. Im Produktionssektor arbeiteten drei Erwerbstätige im Baugewerbe. Die wichtigsten Arbeitgeber des Dienstleistungssektors waren die Bereiche Handel (22), soziale und öffentliche Dienste (9) und Verkehr (7 Mitarbeiter).[5][6][7]

Wirtschaftssektor Anzahl Betriebe Erwerbstätige
2011 2001 2011 2001
Land- und Forstwirtschaft 1) 55 62 46 58
Produktion 3 1 3 2
Dienstleistung 35 15 48 23

1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999

FeuerwehrBearbeiten

Haibach besitzt seit 1946 eine Freiwillige Feuerwehr.

 
Gemeindeamt

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

in den Gemeinderat werden 13 Mandatare gewählt.

Partei 2021 2015[8] 2009[9] 2003[10] 1997[11]
% Mandate Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 74,18 10 79,51 11 68,31 10 69,70 9 74,89 10
SPÖ 25,82 3 20,49 2 25,04 3 30,30 4 25,11 3
FPÖ 6,64 0

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister seit 1850 waren:[12]

  • 1850–1855 Michael Preining
  • 1855–1861 Simon Aichberger
  • 1861–1864 Michael Raml
  • 1864–1867 Johannn Sailer
  • 1867–1870 Josef Pachler
  • 1870–1873 Franz Plakolm
  • 1873–1879 Josef Horner
  • 1879–1885 Georg Gugler
  • 1885–1889 Josef Gugler
  • 1889–1894 Georg Radler
  • 1894–1897 Josef Mautner
  • 1897–1901 Georg Radler
  • 1901–1906 Georg Raml
  • 1906–1911 Peter Deibl
  • 1911–1912 Sebastian Schwabegger
  • 1912–1922 Peter Deibl
  • 1922–1938 Sebastian Schwabegger
  • 1938–1942 Karl Klopf
  • 1942–1943 Josef Greul
  • 1943–1945 Josef Leitner
  • 1945–1946 Rupert Hartl
  • 1946–1949 Franz Reingruber
  • 1949–1973 Josef Aichberger
  • 1973–1985 Josef Mayr
  • 1985–1996 Karl Danner
  • 1996–2021 Josef Reingruber
  • seit 2021 Dietmar Leitner[13]

WappenBearbeiten

Der Gemeinde wurde 1986 folgendes Wappen verliehen:

Blasonierung: Durch einen silbernen Schräglinksbalken, belegt mit einer blauen Wellenleiste, geteilt; oben in Grün eine silberne Scheibe, belegt mit einer roten, heraldischen Rose mit silbernem Butzen, unten in Rot eine silberne, mit einem grünen Dreieck belegte Scheibe. Die Gemeindefarben sind Rot-Weiß-Blau.[12]

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Josef Mayr (1919–2020), Bürgermeister von Haibach im Mühlkreis 1973–1985[14]
  • Karl Danner († 2020), Bürgermeister von Haibach im Mühlkreis 1985–1996[15]
  • 2021: Josef Reingruber, Alt-Bürgermeister von Haibach im Mühlkreis[16]

WeblinksBearbeiten

Commons: Haibach im Mühlkreis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Gemeinde stellt sich vor. (PDF) Gemeinde Haibach im Mühlkreis, abgerufen am 4. September 2021.
  2. Ein Blick auf die Gemeinde Haibach im Mühlkreis, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 4. September 2021.
  3. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  4. Karl Hohensinner, Peter Wiesinger, unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer, Michael Schefbäck: Die Ortsnamen des politischen Bezirkes Urfahr-Umgebung (Mittleres Mühlviertel) (= Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich. Band 10). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 978-3-7001-3676-7, S. 88, Nr. 10.2.4.11.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Haibach im Mühlkreis, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 4. September 2021.
  6. Ein Blick auf die Gemeinde Haibach im Mühlkreis, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 4. September 2021.
  7. Ein Blick auf die Gemeinde Haibach im Mühlkreis, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 4. September 2021.
  8. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 5. September 2021.
  9. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 5. September 2021.
  10. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 5. September 2021.
  11. Gemeinderatswahlergebnis 1997 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 5. September 2021.
  12. a b Gemeinden, Haibach im Mühlkreis. Land Oberösterreich, abgerufen am 4. September 2021.
  13. Angelobung: Dietmar Leitner ist neuer Bürgermeister von Haibach. Bezirkszeitung meinbezirk.at, abgerufen am 4. September 2021.
  14. Trauer um Altbürgermeister Josef Mayr. In: meinbezirk.at. Abgerufen am 19. Oktober 2021.
  15. Trauer um Haibacher Altbürgermeister. In: tips.at. Abgerufen am 19. Oktober 2021.
  16. Ehrenbürgerschaft für Josef Reingruber. In: tips.at. Abgerufen am 19. Oktober 2021.