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Sigismund Waitz

Weihbischof in Brixen, Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch, Erzbischof von Salzburg
Erzbischof Dr. Sigismund Waitz (Porträt von Peter Thaler – zwischen 1935 und 1941)
Sigismund Waitz als Bischof von Brixen (1913)
Unterstützung des Anschlusses Österreichs (1938)
Gräber der Erzbischöfe Rieder und Waitz

Sigismund Waitz (* 29. Mai 1864 in Brixen, Südtirol; † 30. Oktober 1941 in Salzburg) war Weihbischof von Bozen-Brixen, Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch und Erzbischof von Salzburg.

LebenBearbeiten

Waitz wurde am 29. Mai 1886 zum Priester geweiht. Am 9. Mai 1913 wurde er zum Weihbischof in Brixen und Titularbischof von Cibyra ernannt. Am 8. Juni 1913 wurde er durch den Bischof von Brixen Franz Egger zum Bischof geweiht. Mitkonsekrator war der Bischof von Trient Celestino Endrici. Von 1921 bis 1938 war er Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch. Am 27. Januar 1935 wurde er Erzbischof von Salzburg, dies blieb er bis zu seinem Tod.

Mit seinem Sozialhirtenbrief „Lehren und Weisungen der österreichischen Bischöfe über soziale Fragen der Gegenwart“ von 1925 wurde Waitz zu einem Wegbereiter der EnzyklikaQuadragesimo anno“ von Papst Pius XI. 1925 warnte Bischof Sigismund Waitz vor der „Weltgefahr des habgierigen, wucherischen, ungläubigen Judentums, dessen Macht unheimlich gestiegen“ sei.

Waitz war sowohl in seiner Brixner Zeit[1] als auch nach dem Untergang der Monarchie politisch sehr rührig und wird als einer der Väter des autoritären christlichen Ständestaates (Austrofaschismus) bezeichnet. Als Gegenpol zu dem paramilitärischen republikanischen Schutzbund regte er schon früh die Schaffung einer ebenfalls paramilitärischen christlichsozialen „Heimwehr“ an.

Als Erzbischof von Salzburg widmete sich Waitz den Fragen des sozialen Elends und der hohen Arbeitslosigkeit. Gegenüber dem aufkommenden Nationalsozialismus nahm er eine ablehnende Haltung ein und blieb auch während der Herrschaft des Nationalsozialismus in Österreich betont distanziert.[2]

Neben seiner Mitgliedschaft im CV war Waitz seit 1925 Mitglied der KDB Vindelicia Innsbruck im RKDB (heute im ÖCV)[3] sowie auch Ehrenmitglied des KSTV Rhenania-Innsbruck im KV/ÖKV. 1934 war er Gründungsmitglied der K.Ö.L. Austria Salzburg im "Akademischen Bund der K.Ö.L.".[4]

Erzbischof Waitz wurde in der Krypta des Salzburger Doms beigesetzt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bericht über Waitz in der Sendung Unser Land auf RAI Südtirol vom 29. Mai 2014
  2. Andreas Gottsmann: Ludwig von Pastor und Enrico Sibilia – Diplomatie im Dienste des katholischen Österreich. In: Maddalena Guiotto, Wolfgang Wohnout (Hrsg.): Italien und Österreich im Mitteleuropa der Zwischenkriegszeit / Italia e Austria nella Mitteleuropa tra le due guerre mondiali. Böhlau, Wien 2018, ISBN 978-3-205-20269-1, S. 292.
  3. Fritz Aldefeld (Hrsg.): Gesamt-Verzeichnis des R.K.D.B. Neuß 1931.
  4. Carl Prämaßing: Bundesbrüder im Bischofsamt. In: Dem Glauben Treu, dem Kaiser und dem Lande. 80 Jahre Akademischer Bund Katholisch-Österreichischer Landsmannschaften. Hrsg.: Gregor Gatscher-Riedl. Eigenverlag, Wien 2013, S. 23–24.
VorgängerAmtNachfolger
Ignatius RiederErzbischof von Salzburg
1934–1941
Andreas Rohracher
Ignatius RiederPrimas Germaniae
1934–1941
Andreas Rohracher
---Apostolischer Administrator von Innsbruck-Feldkirch
1921–1938
Paulus Rusch
Franz EggerGeneralvikar von Feldkirch
1913–1921
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