Sellerich

Gemeinde in Deutschland

Sellerich am Rande der Schneifel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Prüm an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Sellerich
Sellerich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Sellerich hervorgehoben

Koordinaten: 50° 14′ N, 6° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Prüm
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 17,43 km2
Einwohner: 288 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54608
Vorwahl: 06551
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 308
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Website: www.sellerich.de
Ortsbürgermeister: Herbert Meyer
Lage der Ortsgemeinde Sellerich im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidMasthornHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Sellerich, Blick von Hontheim aus

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Ortsgemeinde Sellerich gehören außer dem Ort Sellerich noch die Ortsteile Herscheid, Hontheim und Sellericherhöhe sowie die Wohnplätze Schneifelhaus und Schnee-Eifel-Hof.[2]

GeschichteBearbeiten

Sellerich wird erstmals 1068 als Selrike urkundlich erwähnt.[3] Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Sellerich zum Besitz der Abtei Prüm, die 1576 ihre Selbstständigkeit verlor und dem Kurfürstentum Trier als Amt Prüm angegliedert wurde.

Die Inbesitznahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen beendete die alte Ordnung. Der Ort wurde von 1798 bis 1814 Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend des Französischen Kaiserreichs, zugeordnet der Mairie Niederprüm im Arrondissement Prüm des Saardépartements. Nach der Niederlage Napoleons kam Sellerich aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen zum Königreich Preußen und wurde dem Kreis Prüm des Regierungsbezirks Trier zugeschlagen, der 1822 Teil der neu gebildeten preußischen Rheinprovinz wurde. Aus der Mairie wurde eine Bürgermeisterei, die 1927 in Amt umbenannt und später im Amt Niederprüm-Pronsfeld aufging.[4]

Als Folge des Ersten Weltkriegs war die gesamte Region dem französischen Abschnitt der Alliierten Rheinlandbesetzung zugeordnet. Der Zweite Weltkrieg führte aufgrund heftiger Kämpfe zur fast vollständigen Zerstörung des Ortes.[3] Nach dem Krieg wurde Sellerich innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Sellerich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 241
1835 290
1871 403
1905 346
1939 444
1950 348
Jahr Einwohner
1961 322
1970 333
1987 299
1997 341
2005 318
2017 307

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Sellerich besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die acht Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Herbert Meyer wurde am 16. Februar 2016 Ortsbürgermeister von Sellerich.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 71,36 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[8]

Meyers Vorgänger waren der 2015 verstorbene Robert Trierweiler, der das Amt seit 2009 ausgeübt hatte,[9][10] und zuvor für 15 Jahre Albert Lenz.[11]

VerkehrBearbeiten

Sellerich wird von der Landesstraße 17 an das überregionale Straßennetz angeschlossen. Das südliche Gemeindegebiet wird von der Bundesautobahn 60 durchschnitten, deren nächstgelegene Anschlussstellen Prüm und Bleialf sind.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sellerich – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2020, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2021. S. 99 (PDF; 2,6 MB).
  3. a b Erste Erwähnung als Selrike. In: Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier. Peter Valerius, Kordel, 27. August 2001, abgerufen am 28. September 2021.
  4. Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm, S. 23, abgerufen am 28. September 2021.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Mein Dorf, meine Stadt: Bevölkerung
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Ortsgemeinderat Sellerich. Aktuelle Mitglieder. In: Ratsinfosystem. Verbandsgemeinde Prüm, abgerufen am 14. Oktober 2021.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Prüm, Verbandsgemeinde, 37. Ergebniszeile. Abgerufen am 28. September 2021.
  9. Sellerich - eine schuldenfreie Gemeinde. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 16. Dezember 2010, abgerufen am 28. September 2021 (nur Artikelanfang frei zugänglich).
  10. Neuanfang im Islek und auf der Schneifel. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 31. Januar 2016, abgerufen am 28. September 2021 (nur Artikelanfang frei zugänglich).
  11. Die große TV-Übersicht: Welche Ortsbürgermeister erneut zur Wahl stehen. Sellerich: Nach 15 Jahren wird Albert Lenz (parteilos, 69) nicht mehr antreten. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 9. Mai 2009, abgerufen am 28. September 2021 (nur Artikelanfang frei zugänglich).