Sala Capriasca

Sala Capriasca
Wappen von Sala Capriasca
Staat: SchweizSchweiz Schweiz
Kanton: Kanton TessinKanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Capriasca
Gemeinde: Capriascai2
Postleitzahl: 6954
Koordinaten: 717381 / 102764Koordinaten: 46° 3′ 58″ N, 8° 57′ 20″ O; CH1903: 717381 / 102764
Höhe: 548 m ü. M.
Fläche: 8,4 km²
Einwohner: 1179 (31. Dezember 2000)
Einwohnerdichte: 140 Einw. pro km²
Website: www.capriasca.ch
Karte
Sala Capriasca (Schweiz)
Sala Capriasca
www
Gemeindestand vor der Fusion am 15. Oktober 2001
Sala Capriasca und Vaglio
Pfarrkirche Sant’Antonio abate
Romanischer Glockenturm der Pfarrkirche
Sala Capriasca (1964) mit Tesseret im Hintergrund
Kapuzinerkloster Bigorio (1950)

Sala Capriasca ist ein Dorf und eine ehemalige politische Gemeinde im Kreis Capriasca, im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

GeographieBearbeiten

Das Dorf liegt auf 550 m ü. M. auf den Höhen zwischen dem Val Capriasca und dem Vedeggiothal; zweieinhalb Kilometer östlich der Station Taverne der Linie Bellinzona-Lugano-Chiasso der Schweizerischen Bundesbahnen.

GeschichteBearbeiten

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1078 unter dem damaligen Namen Sale. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts musste es dem Herzog von Mailand 51 Soldaten und zahlreiches Kriegsmaterial stellen. In der Ebene von Sala unterzeichnete im Oktober 1413 Kaiser Sigismund ein Abkommen mit dem Herzog Filippo Maria Visconti von Mailand. Im Dezember 1478 nahmen die Schweizer den Ort ein, töteten zwei Einwohner und steckten das Dorf am 9. Dezember in Brand. Damals war es befestigt. 1484 litt es unter der Pest.

GemeindefusionBearbeiten

Am 15. Oktober 2001 wurde Sala Capriasca mit Tesserete, Campestro und dem Ortsteil «Odogno», Cagiallo, Lopagno, Roveredo Capriasca sowie Vaglio zur neuen Gemeinde Capriasca zusammengeschlossen.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1574 1638 1778 1850 1900 1920 1950 2000[1]
Einwohner 391 505 556 549 578 568 549 1179

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.[2]

SonstigesBearbeiten

  • Schalenstein im Ortsteil Lelgio an der Grenze von Cagiallo (740 m ü. M.)[8]
  • Schalenstein im Ortsteil Bigorio-Parco Villa Cerutti (650 m ü. M.)[9]
  • und weitere 24 Schalensteine[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Francesca Corti: Sala Capriasca. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. September 2010.
  2. Liste der Ortsbilder von nationaler Bedeutung, Verzeichnis auf der Website des Bundesamts für Kultur (BAK), abgerufen am 10. Januar 2018.
  3. a b c d e f g h i j k l m Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 374–375.
  4. Museo del Bigorio
  5. Museo del Bigorio
  6. Klostermuseum
  7. Pier Giorgio Gerosa: La casa P.A.M. di Mario Chiattone a Condra. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 834, Serie 84). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2008, ISBN 978-3-85782-834-8.
  8. Franco Binda: Il mistero delle incisioni, Armando Dadò editore, Locarno 2013, S. 58–59.
  9. Franco Binda: Il mistero delle incisioni 2013, S. 56–57.