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Der Sportbund Chiemgau Traunstein e. V., kurz SB Chiemgau Traunstein oder SBC Traunstein, oft nur SBC ist ein Sportverein aus der oberbayerischen Stadt Traunstein mit den Abteilungen Fußball, Handball, Leichtathletik, Taekwondo und Breitensport. Er entstand 2012 durch die Verschmelzung der Vereine 1. FC Traunstein, ESV Traunstein und JFG Chiemgau Traunstein. Die Herrenmannschaft der Fußballabteilung spielt seit der Saison 2018/19 in der sechstklassigen Landesliga Bayern Südost, die Herrenmannschaft der Handballabteilung in der Bezirksliga.

SB Chiemgau Traunstein
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Basisdaten
Name Sportbund Chiemgau Traunstein e. V.
Sitz Traunstein, Bayern
Gründung 1910 (FCT) / 2012
Farben Rot-Weiß
Mitglieder 1.067
Präsident Wilhelm Schuhböck
Vorstand Benedikt Gschwendner
Prof. Dr. Rupert Ketterl
Markus Krähling
Wilhelm Schuhböck
Klaus Wudy
Website www.sbchiemgautraunstein.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Rainer Elfinger
Spielstätte Jakob Schaumaier Sportpark
Plätze 2.500
Liga Landesliga Bayern Südost
2018/19 14. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

GeschichteBearbeiten

Der TV Traunstein 1864 gründete 1910 eine Fußballabteilung, die 1925 ausgegliedert wurde und als 1. FC Traunstein ein eigener Verein wurde. Fünf Jahre später im Jahre 1930 wurde der zweite Vorgängerverein ESV Traunstein gegründet. Bereits 1994 wurde über ein Zusammenschluss der beiden Traditionsvereine diskutiert. Dieser Vorschlag wurde jedoch aufgrund jahrzehntelanger Rivalität zerschlagen. Auch der zweite Versuch knappe zehn Jahre später scheiterte. Im Jahre 2012 konnte man sich schließlich einigen und am 22. April erfolgte die Verschmelzung des FC, ESV und der JFG Chiemgau Traunstein, einer 2007 gegründeten Juniorenfördergemeinschaft der beiden Vereine.

Da beide Vorgängervereine zur Zeit des Zusammenschlusses in der Bezirksliga spielten, startete der SBC in seiner ersten Saison als neuer Verein ebenfalls dort. Schon im dritten Anlauf wurde man mit elf Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV DJK Kolbermoor Erster und stieg unter Trainer Adam Gawron in die Landesliga auf. In der ersten Landesligasaison der Vereinsgeschichte erreichte man am Ende einen akzeptablen 8. Rang. Ein Jahr darauf in der Saison 2016/17 scheiterte der SBC unter Jochen Reil sogar nur knapp an der Meisterschaft mit drei Punkten hinter dem TuS Holzkirchen. Somit stieg man zwar nicht direkt auf, qualifizierte sich jedoch für die Relegation zur Bayernliga. Dort trafen die Traunsteiner zunächst auf den damals von Klaus Augenthaler trainierten SV Donaustauf, den Zweiten der Landesliga Mitte. Nach einem 2:1-Heimsieg vor knapp über 1000 Zuschauern und einem 1:0-Auswärtserfolg zog man in die zweite Runde der Relegation ein. Die Chiemgauer mussten gegen den TSV Bogen antreten, welcher versuchte, den Abstieg aus der Bayernliga zu vermeiden. Traunstein konnte erneut das Heimspiel vor 1400 Zuschauern im heimischen Jakob Schaumaier Sportpark für sich entscheiden und gewann mit 2:0. In Bogen lag man lange Zeit mit 0:1 hinten und es blieb bis zum Schluss spannend. Doch mit dem Ausgleichstreffer durch einen Elfmeter in der 89. Minute machte Alexander Köberich alles klar und Traunstein stieg in die Bayernliga auf. In der ersten Bayernligasaison erreichte man lediglich den 15. Tabellenplatz und musste abermals in der Relegation zwischen Landes- und Bayernliga antreten. Dort traf man auf den Ligakonkurrenten BCF Wolfratshausen. Nach einem 1:1-Unentschieden im Hinspiel und einer 1:3-Niederlage im Rückspiel, musste der SBC Traunstein den direkten Wiederabstieg antreten.

 
Logo des ehemaligen 1. FC Traunstein
Saison Platz Tore Punkte Ø Zuschauer
(Zuschauertabelle)
2012/13 08. 49:44 42 148 (7.)
2013/14 03. 82:41 54 269 (1.)
2014/15 01. 74:31 68 482 (2.)
2015/16 08. 42:47 47 550 (1.)
2016/17 02. 50:29 63 596 (1.)
2017/18 15. 49:63 41 635 (1.)
2018/19 14. 54:58 36 342 (2.)
2019/20 - - - -
Rot unterlegt: Bezirksliga Oberbayern Ost
Blau unterlegt: Landesliga Bayern Südost
Grün unterlegt: Bayernliga Süd

1. HerrenmannschaftBearbeiten

Kader der Saison 2019/20Bearbeiten

Nr. Nat. Name Geburtstag
Tor
1 Kroatien  Marko Kao 20. Apr. 1984
22 Deutschland  Dominik Schiege 09. Feb. 1999
24 Deutschland  Thomas Unterhuber 09. Jan. 2001
25 Kroatien  Ilija Tomic 30. Juni 1999
Abwehr
02 Deutschland  Benedikt Gartner 21. Juni 2000
03 Deutschland  Markus Unterhuber 09. Jan. 2001
05 Deutschland  Tobias Sandner 28. Aug. 1997
14 Deutschland  Robert Schiller 24. Mai 1994
16 Deutschland  Nils Finkenthei 10. Apr. 2000
30 Kroatien  Dragisa Topic 29. Feb. 1996
33 Kroatien  Ivan Savric 07. Sep. 1991
Mittelfeld
04 Deutschland  David Schwarz 08. Mai 1997
06 Deutschland  Paul König 20. Feb. 1995
07 Deutschland  Christoph Bachmann 28. Aug. 1988
08 Deutschland  Patrick Schön (C)  23. Juli 1988
17 Deutschland  Polen  Philipp Matz 14. Nov. 1999
19 Deutschland  Julian Galler 01. Jan. 1995
20 Bosnien und Herzegowina  Armando Mustafic 19. Nov. 2000
21 Deutschland  Maximilian Vogl 20. Mär. 1993
26 Kamerun  Yannick Beyouma Beyouma 10. Okt. 1994
28 Osterreich  Telat Ünal 29. Okt. 1994
29 Indien  Vedaant Nag 27. Okt. 1996
Sturm
09 Deutschland  Adrian Furch 28. Sep. 2000
10 Kroatien  Goran Divkovic 17. Mai 1988
11 Nigeria  Mike Opara 19. Jan. 1998
13 Deutschland  Italien  Mark Ziemann 04. Mär. 2000
18 Deutschland  Kurt Weixler 25. Aug. 2000

Trainer- und Funktionsteam der Saison 2019/20Bearbeiten

Nat. Name Funktion
Trainerstab
Deutschland  Rainer Elfinger Cheftrainer
Deutschland  Tobias Rohleder Torwarttrainer
Deutschland  Tony Schneider Teammanager
Deutschland  Günter Burgstaller Betreuer
Medizinische Abteilung
Deutschland  Prof. Dr. Rupert Ketterl Mannschaftsarzt
Deutschland  Marie Mayer Physiotherapeutin
Sportliche Leitung und Organisation
Deutschland  Ulrich Habl Sportlicher Leiter
Deutschland  Stefan Hafner
Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland  Peter Mallmann Pressesprecher

SpielstättenBearbeiten

Nach der Verschmelzung von FC und ESV, begann man mit dem Abbruch des Triftstadion, die Heimat des 1. FC Traunstein, welches sich im Stadtteil Au unmittelbar unterhalb der Altstadt befand. Auf dem alten Gelände stehen heute Mehrfamilienhäuser. Die Spiele des neuen Vereins wurden von nun an im Stadion am Viadukt, die alte Spielstätte des ESV Traunstein ausgetragen. Gleichzeitig wurde mit dem Bau des neuen Sportparks begonnen, wofür das Gelände der direkt aneinander angrenzenden ehemaligen Trainingsplätze von FC und ESV im Stadtteil Empfing diente. In der Saison 2013/14 mussten die ersten 5 Heimspiele des SBC noch auf dem Fußballplatz in der Nachbargemeinde Surberg ausgetragen werden und auch nach der Fertigstellung des neuen Sportparks, der damals noch den Namen EHG Sportpark trug, spielte man noch zwei Spiele auf dem Nebenplatz. Die erste Partie im neuen Stadion fand gegen den FC Töging vor 500 Zuschauern statt. Das Stadion am Viadukt musste nun einer neuen Sportanlage weichen und wurde abgebrochen. An dieser Stelle wurde ein neues Gebäude mit einer Leichtathletikanlage und einem Kunstrasenplatz errichtet.

Insgesamt gibt es im Sportpark 10 Fußballplätze, davon ein Hauptspielfeld, einen Nebenplatz, 6 Trainingsplätze, einen Kunstrasenplatz und einen öffentlichen Freizeitplatz.

Das Funktionsgebäude des Jakob Schaumaier Sportpark besitzt eine Tribüne, auf der 467 Zuschauer auf überdachten Sitzplätzen und ca. 150 auf überdachten Stehplätzen Platz finden. Im Obergeschoss befinden sich eine Stadiongaststätte mit Kiosk, Büroräume, eine Hausmeisterwohnung und Sanitäreinrichtungen für Zuschauer und die Gaststätte. Im Untergeschoss gibt es Trainer-, Schiedsrichter- und 6 Mannschaftskabinen mit sanitären Anlagen. Außerdem befinden sich hier ein Trikotwasch- und Lagerraum sowie Lagerflächen für Trainingsgeräte und die Technikräume.

Aufgrund des ungünstigen Standorts des Stadions im Hochwassergebiet der Traun mussten um die Plätze Schutzwälle errichtet werden, die zusätzlich als Wege und Stehplätzen am Spielfeldrand dienen.

Die Umbenennung des Sportparks in Jakob Schaumaier Sportpark erfolgte 2014.

JugendarbeitBearbeiten

Traunstein ist in der Region ein wichtiger Standort für Talentförderung. Vor allem weil der SBC Traunstein 2016 eines von 19 landesweiten BFV-Nachwuchsleistungszentren wurde. Am Ende der Saison 2017/18 erreichten vier Jugendmannschaften den 1. Tabellenplatz. In die Saison 2018/19 startet der SBC mit vier Jugendmannschaften in der Bezirksoberliga.