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Rudy ['rudɨ] (deutsch: Groß Rauden) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Rudy liegt in der Gemeinde Kuźnia Raciborska (Ratiborhammer) im Powiat Raciborski (Kreis Ratibor) in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Der Ort wird zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten auch Rudy Wielkie oder Rudy Raciborskie genannt, im Deutschen wird der Ort auch vereinfacht Rauden genannt.

Rudy
Rudy führt kein Wappen
Rudy (Polen)
Rudy
Rudy
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Racibórz
Gmina: Kuźnia Raciborska
Geographische Lage: 50° 11′ N, 18° 27′ OKoordinaten: 50° 11′ 22″ N, 18° 27′ 15″ O
Einwohner:
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice



Das ehemalige Kloster und Schloss Rauden

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Rudy liegt 12 Kilometer östlich vom Gemeindesitz Kuźnia Raciborska, 20 Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt Racibórz (Ratibor) und 40 Kilometer westlich von der Woiwodschaftshauptstadt Katowice.

Rudy liegt am Fluss Raude.

NachbarorteBearbeiten

Nachbarorte von Rudy sind im Nordwesten Ruda Kozielska (Klein Rauden), im Norden Bargłówka (Barglowka), im Nordosten Stanica (Stanitz) und Pilchowice (Pilchowitz), im Süden der Rybniker Stadtteil Stodoły (Stodoll) und im Südwesten Jankowice Rudzkie (Jankowitz-Rauden).

OrtsteileBearbeiten

Zu Rudy gehören die Weiler Biały Dwór, Brantolka, Kolonia Renerowska (Rennersdorf), Paproć, Podbiała, Przerycie und Szybki.

GeschichteBearbeiten

 
Kloster Rauden in der Mitte des 18. Jahrhunderts
 
Kirche auf dem Raudener Friedhof
 
Das Pfarrhaus
 
Waldweg

Im 13. Jahrhundert wurde das Zisterzienserkloster gegründet.[1]

Im 19. und 20. Jahrhundert war Schloss Rauden Sitz der Herzöge von Ratibor.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 726 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 385 für Polen. Im Gutsbezirk Groß Rauden stimmten 84 Personen für Deutschland und 11 für Polen.[2] Groß Rauden verblieb beim Deutschen Reich. Nachdem der Großteil sowie die Kreisstadt des Landkreises Rybnik 1922 zu Polen kamen, wurde Groß Rauden nach der Auflösung des Restkreises zum 1. Januar 1927 Teil des Landkreises Ratibor. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Ratibor.

Nachdem die Rote Armee den Ort erreichte, wurden das Schloss (Klostergebäude) und die Schlosskirche durch Anzünden schwer beschädigt.[1]

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Rudy umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1975 kam der Ort zur Woiwodschaft Kattowitz und 1999 zur neuen Woiwodschaft Schlesien und zum wiedergegründeten Powiat Raciborski.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schmalspurzug in Groß Rauden
  • Die Gebäude und Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Groß Rauden und späterem Schlosses Rauden. Gebäude im barocken Stil. Erbaut im 13. Jahrhundert. Umgeben von einem Park im Stil eines Englischen Gartens.
  • Gotische Backsteinkapelle
  • Nepomukstatue aus dem Jahr 1724
  • Pfarrhaus vom Ende des 19. Jahrhunderts
  • Gebäude des Krankenhauses von 1858
  • Postgebäude
  • Friedhofskirche aus den Jahren 1880 bis 1884
  • Rauden war ein Zwischenhaltepunkt der Schmalspurbahn von Gleiwitz nach Ratibor. Daran erinnern noch das Bahnhofsgebäude und ein Museum mit Schmalspurbahnen.
  • Waldpark Buk
  • Schweizerteich

VereineBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

Personen die im Ort gewirkt habenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rudy (Kuźnia Raciborska) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Internetseite des Landkreises (Memento des Originals vom 6. Juli 2012 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.powiatraciborski.pl, abgerufen im November 2011
  2. Vgl. Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921 (Memento vom 9. März 2016 im Internet Archive)