Stanica (Pilchowice)

Dorf in Polen

Stanica (deutsch Stanitz) ist ein Dorf im Powiat Gliwicki in der Woiwodschaft Schlesien in Polen und gehört zur Gemeinde Pilchowice (Pilchowitz).

Stanica
Wappen fehlt
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Stanica (Polen)
Stanica
Stanica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Gliwicki
Gmina: Pilchowice
Geographische Lage: 50° 12′ N, 18° 31′ OKoordinaten: 50° 12′ 16″ N, 18° 30′ 52″ O
Einwohner:



GeographieBearbeiten

Stanica liegt etwa 14 km südöstlich von Gliwice (Gleiwitz).

Politische ZugehörigkeitBearbeiten

Stanitz gehörte zum Fürstentum Oppeln in Schlesien. In preußischer Zeit zum Kreis Ratibor, seit 1818 zum Kreis Rybnik; eine Rückgliederung in den Landkreis Ratibor erfolgte zum 1. Januar 1927 und nach dem Zweiten Weltkrieg zu Polen, hier zunächst zur Woiwodschaft Oppeln, seit 1975 zur Woiwodschaft Kattowitz, seit 1998 zur Woiwodschaft Schlesien, Powiat Gliwicki (Gleiwitz). Der Ort wurde am 10. Juni 1936 in Standorf umbenannt.

GeschichteBearbeiten

Die kleine Ortschaft wurde erstmals in der Stiftungsurkunde des Klosters Rauden 1258 erwähnt (als Stanicia, Stonitz, von Stanie = Standort, Ruheort, vermutlich Standort eines früheren Jagdschloßes).[1] Nach der Säkularisation kam Stanitz in den Besitz des Landgrafen zu Hessen-Rotenburg und 1834 durch Erbschaft an das Haus Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst.

KircheBearbeiten

Die dem heiligen Martin geweihte Kirche in Stanitz wurde erstmals 1264 erwähnt, ein eigener Pfarrer lässt sich 1392 nachweisen. Sie blieb bis 1812 Hauptkirche und wurde anschließend Filiale von Rauden. Das heute noch erhaltene Gebäude entstand zwischen 1801 und 1813, ist poln.-kath. Kirche (Parafia św. Marcina Stanica) und gehört zum Bistum Gliwice.

Nach einem Sturm im Dezember 2017 musste das Kreuz der Kirchturmspitze samt Kuppel zur Reparatur entfernt werden. In der Kuppel befand sich eine "Zeitkapsel", die wiederum zahlreiche Dokumente aus der Geschichte Stanitz' sowie Zeitungsausschnitte und Reliquien enthielt.[2]

EinwohnerBearbeiten

1785   260
1840   693 (davon 14 evangelisch)
1901   624
1913   961
1941   1106

FußnotenBearbeiten

  1. August Potthast: Geschichte der ehemaligen Cistercienserabtei Rauden in Oberschlesien. Festgabe zur sechsten Säcularfeier ihrer Gründung. Bauer, Leobschütz 1858, S. 16 u. 216.
  2. http://www.nowiny.gliwice.pl/sensacja-historyczna-w-stanicy-odkrycie-sprzed-215-lat