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Rothenberg (Seßlach)

Ortsteil von Seßlach

Rothenberg ist ein Ortsteil der oberfränkischen Stadt Seßlach im Landkreis Coburg.

Rothenberg
Stadt Seßlach
Koordinaten: 50° 11′ 1″ N, 10° 48′ 45″ O
Höhe: 290 m ü. NN
Einwohner: 94 (2. Jul. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Mai 1978
Postleitzahl: 96145
Vorwahl: 09569
Dorfbrunnen
Dorfbrunnen

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Rothenberg liegt etwa 18 Kilometer westlich von Coburg an einem Südhang oberhalb der Alster, einem Zufluss der Itz. Die Kreisstraße CO 6 verbindet den Ort mit dem benachbarten Heilgersdorf, die Kreisstraße CO 16 mit Seßlach und Oberelldorf.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1297, als das Kloster Langheim die Siedlung „Rotenberg“ von einer kleinen Gruppe von Grundherren erwarb.[2] Später hatte das Kloster ganz Rothenberg in seinen Besitz gebracht. Der Ort gehörte damit zu den freien Mönchsdörfern des Klosteramtes Tambach.

1803 wurde als territorialer Teil des Hochstifts Bamberg das Kloster Langheim und damit auch dessen Klosteramt Tambach säkularisiert und Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Januar 1806 nahm Graf Joseph Carl die Tambacher Lande als reichsunmittelbare Grafschaft Ortenburg-Tambach in Besitz. Im Oktober 1806 wurde die Grafschaft mediatisiert. Von Dezember 1806 bis 1814 gehörte Rothenberg als Teil des Tambacher Landes zum Großherzogtum Würzburg. Nach dessen Auflösung wurde das Herrschaftsgericht Tambach dem Mainkreis zugeordnet. 1862 erfolgte die Eingliederung Rothenbergs in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein.[3]

1875 hatte das Dorf 118 Einwohner, 37 Gebäude und 21 Wohnhäuser. 103 Personen gehörten zum Kirchsprengel der römisch-katholischen Pfarrkirche in Seßlach, ihre Kinder besuchten dort die Schule. 15 Bürger gehörten zu Kirchsprengel der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche in Heilgersdorf.[4] 1925 hatte das Dorf 135 Einwohner und 23 Wohnhäuser. 97 Personen gehörten zum Kirchsprengel der römisch-katholischen Pfarrkirche in Seßlach und 38 zu dem der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche in Heilgersdorf.[5] Im Jahr 1987 hatte das Dorf 110 Einwohner und 25 Wohnhäuser mit 33 Wohnungen.[6]

1922 wurde das Sägewerk Georg Kaiser gegründet. Die Flurbereinigung erfolgte von 1964 bis 1978.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst. Seitdem gehört Rothenberg zum Landkreis Coburg. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform verlor Rothenberg am 1. Mai 1978 seine Selbstständigkeit als Gemeinde und wurde ein Gemeindeteil der Stadt Seßlach.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl
1875 118[4]
1900 125[7]
1925 135[5]
1950 151[8]
1970 140[9]
1987 110[6]
2015 94

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Katholische Filialkirche St. Laurentius

Die katholische Filialkirche St. Laurentius stammt im Kern aus dem 13. Jahrhundert, wie frühgotische Bauelemente im Kirchturm in seinen beiden unteren Stockwerken belegen. Ein schlechter Bauzustand führte ab 1741 zu einer umfangreichen Sanierung der Chorturmkirche. Dabei wurden am Langhaus die gesamte Nordwand, Teile der westlichen Giebelwand und das Dach erneuert sowie eine neue Empore eingebaut. Der Kirchturm wurde um zwei Mauerwerksgeschosse aufgestockt und mit einem Kuppeldach versehen. Zur Ausstattung gehört ein bauzeitlicher Hochaltar mit dem Altarbild des heiligen Laurentius.[10]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rothenberg (Seßlach) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.sesslach.de (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sesslach.de
  2. Friedrich Hausmann: Tambach und die Grafen zu Ortenburg. In Weitramsdorf Vergangenheit und Gegenwart 1177–1977. S. 280
  3. Heinz Pellender: TAMBACH vom Langheimer Klosteramt zur Ortenburg´schen Grafschaft. Heft 3 der Schriftenreihe der historischen Gesellschaft Coburg e. V., Coburg 1985
  4. a b Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Koenigreichs Bayern, ... mit einem General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875, München, 1876
  5. a b Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München, 1928
  6. a b Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991
  7. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister, München, 1904
  8. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München 1973
  10. Lothar Hofmann: Denkmale Region Coburg - Neustadt - Sonneberg: Orte der Einkehr und des Gebets. Historische Sakralbauten. Ein Führer durch die Kirchen der Landkreise Coburg und Sonneberg. Verlag Gerätemuseum des Coburger Landes, Ahorn 2007, ISBN 3-930531-04-6, S. 90