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Lechenroth ist ein Ortsteil der oberfränkischen Stadt Seßlach im Landkreis Coburg.

Lechenroth
Stadt Seßlach
Koordinaten: 50° 12′ 50″ N, 10° 45′ 39″ O
Höhe: 312 m ü. NN
Einwohner: 73 (2. Jul. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. Oktober 1977
Postleitzahl: 96145
Vorwahl: 09567
Friedhofskapelle
Friedhofskapelle

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Lechenroth liegt etwa 16 Kilometer südwestlich von Coburg an einem Westhang oberhalb der Alster, eines Zuflusses der Itz. Die Kreisstraße CO 16 verbindet den Ort mit Dürrenried und Oberelldorf.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1303.[2] Lechenroth gehörte zum Hochstift Würzburg. Der Ort war einst den Herren Lichtenstein und dann dem Würzburger Juliusspital zehntpflichtig. 1802 wurde das Hochstift Würzburg säkularisiert. Im Januar 1806 nahm Graf Joseph Carl die Tambacher Lande, zu denen auch Lechenroth gehörte, als reichsunmittelbare Grafschaft Ortenburg-Tambach in Besitz. Im Oktober 1806 wurde die Grafschaft mediatisiert. Von Dezember 1806 bis 1814 gehörte Lechenroth als Teil des Tambacher Landes zum Großherzogtum Würzburg. Nach dessen Auflösung wurde das Herrschaftsgericht Tambach dem Mainkreis zugeordnet. 1862 erfolgte die Eingliederung Lechenroths in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein.[3]

1875 hatte das Dorf 62 Einwohner und 32 Gebäude. In der Gemeinde, aus Lechenroth und Muggenbach bestehend, lebten 77 Personen, von denen 25 römisch-katholisch und 52 evangelisch-lutherisch waren. Sie gehörten zu den Kirchensprengeln der Pfarrkirchen in Seßlach beziehungsweise in Hafenpreppach. Die Kinder besuchten in Oberelldorf beziehungsweise in Hafenpreppach die Schule.[4] 1925 hatte das Dorf 63 Einwohner und 12 Wohnhäuser. In der Gemeinde wohnten 89 Personen, von denen 31 römisch-katholisch und 58 evangelisch-lutherisch waren.[5] Im Jahr 1987 hatte das Dorf 65 Einwohner und 14 Wohnhäuser mit 14 Wohnungen.[6]

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst. Seitdem gehört Lechenroth zum Landkreis Coburg. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform verlor Lechenroth am 1. Mai 1978 seine Selbstständigkeit als Gemeinde. Lechenroth und sein Ortsteil Muggenbach wurden Stadtteile von Seßlach.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohnerzahl
1875 62[4]
1900 72[7]
1925 63[5]
1950 81[8]
1970 79[9]
1987 65[6]
2015 73

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lechenroth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. www.sesslach.de (Memento des Originals vom 24. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sesslach.de
  2. Walter Schneier: Das Coburger Land. 2. Auflage, Coburg 1990. S. 216
  3. Heinz Pellender: TAMBACH vom Langheimer Klosteramt zur Ortenburg´schen Grafschaft. Heft 3 der Schriftenreihe der historischen Gesellschaft Coburg e.V., Coburg 1985
  4. a b Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Koenigreichs Bayern, ... mit einem General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875, München, 1876
  5. a b Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928, München, 1928
  6. a b Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991
  7. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister, München, 1904
  8. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München 1973