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Robert Dölle (2013)
Team von „Im Netz“ beim Festival Großes Fernsehen (2013) mit Dölle ganz rechts

Robert Dölle (* 29. Oktober 1971 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Schauspieler.

LebenBearbeiten

Dölles Eltern, slowakische Juden, waren 1968 nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in die CSSR aus Prag nach Deutschland geflohen. Dölle kam in Frankfurt am Main zur Welt.

Nach einem Amerikanistik-Studium absolvierte Dölle eine Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Darauf folgte ein Engagement an den Münchner Kammerspielen. Dort arbeitete er vor allem mit Dieter Dorn und Peter Zadek. Zwischen 1999 und 2001 war er Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt. In diesen Jahren trat er hauptsächlich in Inszenierungen von Jens-Daniel Herzog und Amelie Niermeyer auf. Ab 2001 war er wieder an den Münchner Kammerspielen engagiert. Hier entstanden Arbeiten u. a. mit Karin Beier, Johan Simons und Jossi Wieler. Im Jahr 2006 spielte Dölle in Dieter Wedels Inszenierung Siegfrieds Frauen bei den Wormser Nibelungen-Festspielen den Siegfried.[1] Von 2009 bis 2019 war er am Schauspiel Köln engagiert. In diesen Jahren arbeitete er, neben Karin Beier, auch mit Alvis Hermanis, Nicolas Stemann, Herbert Fritsch und Schorsch Kamerun, hauptsächlich aber mit Stefan Bachmann und Rafael Sanchez zusammen. Ab der Spielzeit 2019/20 ist er im Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels in München tätig.

Seit 2002 arbeitet Dölle auch für Film und Fernsehen. 2004 spielte er in dem Film Schiller an der Seite von Matthias Schweighöfer den Schauspieler August Wilhelm Iffland. Wichtige Arbeiten waren u. a. TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine von 2006, Mitte 30 von 2007 unter der Regie von Stefan Krohmer, Hotel Lux (Film) aus dem Jahr 2011 von Leander Haussmann, Die weisse Massai mit Nina Hoss aus dem Jahr 2005 und Im Netz mit Caroline Peters aus dem Jahr 2013. Seit 2015 spielt Dölle den Hauptkommissar Ralf Eisner in der Fernsehreihe Die Füchsin.

Dölle arbeitet auch als Sprecher für Funk und Fernsehen. Seit 2014 arbeitet er regelmäßig mit dem Hörspiel-Regisseur Walter Adler zusammen. So sprach er u. a. in der 13-stündigen WDR-Produktion über die Französische Revolution, Brüder nach Hilary Mantel den Georges Jacques Danton. Weitere Arbeiten mit Adler waren Galveston, Dshan, Licht im August und Als ich im Sterben lag nach William Faulkner.

Theater (Auswahl)Bearbeiten

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Hörspiele und FeaturesBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Robert Dölle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. schauspielkoeln.de: Robert Dölle, abgerufen am 30. April 2012.