Hauptmenü öffnen

Ricky Skaggs

US-amerikanischer Country- und Bluegrass-Musiker

BiografieBearbeiten

AnfängeBearbeiten

Seitdem er im Alter von fünf Jahren begann, Mandoline zu spielen, galt Skaggs als musikalisches Wunderkind. Bei einem Bill-Monroe-Konzert wurde der Sechsjährige durch Zwischenrufe aus dem Publikum zu einem Auftritt neben dem großen Star ermutigt. Ein Jahr später trat er erstmals in einer Fernsehshow auf. Nach und nach erlernte er weitere Instrumente. Um ihm öffentliche Auftritte zu ermöglichen, gründeten seine Eltern eine Familien-Band, die Skaggs Family.

Obwohl er sich kurzzeitig für die Beatles und Rolling Stones begeisterte, galt seine eigentliche Liebe der traditionellen Country-Musik. Er fühlte sich insbesondere zum Bluegrass hingezogen. Seine Vorbilder waren Bill Monroe, Buck Owens, Ralph Stanley und George Jones. Bei einem Talentwettbewerb traf er auf den gleichgesinnten Keith Whitley. Die beiden arbeiteten fortan zusammen. 1970 erhielten sie die Gelegenheit, bei einem Konzert für den verspäteten Ralph Stanley einzuspringen. Der große Star war von ihrer Darbietung beeindruckt und engagierte den fünfzehnjährigen Skaggs kurzerhand für seine Bluegrass-Gruppe, die Clinch Mountain Boys.

KarriereBearbeiten

Skaggs blieb zwei Jahre bei Ralph Stanley. 1973 heuerte er bei den renommierten Country Gentlemen an. Auch hier blieb er etwa zwei Jahre. Mittlerweile hatte sein alter Weggefährte Keith Whitley Karriere gemacht. Mit ihm gemeinsam spielte er zwei Duett-Alben ein. Nach einem kurzen Gastspiel bei der Bluegrass-Formation J.D.Crowe and the New South gründete er 1976 seine eigene Band, die Boone Creek.

Emmylou Harris wurde auf den talentierten Nachwuchsmusiker aufmerksam und versuchte ihn wiederholt für ihre Begleitband zu gewinnen. Erst 1977, nach dem Abgang von Rodney Crowell, willigte Skaggs ein. Skaggs übte bald einen starken Einfluss auf Harris aus, deren Musik sich dadurch deutlich in Richtung Bluegrass orientierte.

1980 nahm Skaggs bei einem kleinen Label ein Bluegrass-Album auf. Sein Ruf in der Country-Szene war inzwischen so gefestigt, dass ihm das renommierte Epic-Label 1981 einen Vertrag anbot, der ihm weitestgehende musikalische Gestaltungsfreiheit einräumte. Entgegen dem vorherrschenden Trend spielte er mit Waitin' For The Sun To Shine ein Album ein, das sich stark an traditionellem Country orientierte. Und er hatte wider Erwarten Erfolg. Das Album verkaufte sich über 500.000 Mal und wurde vergoldet. Zwei Singleauskopplungen erreichten Platz 1 der Country-Charts. Ricky Skaggs wurde 1982 mit dem prestigeträchtigen CMA Award Country-Sänger des Jahres ausgezeichnet. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Grand Ole Opry.

Neo-Traditionalismus in der Country-MusikBearbeiten

Skaggs gehörte Anfang der 1980er Jahre zu den Auslösern einer allgemeinen Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte der Country-Musik und zu den ersten Neuen Traditionalisten. Seine Erfolge hielten die 1980er Jahre hindurch an. 1985 etwa belegte er mit dem alten Bill-Monroe-Song Uncle Pen Platz 1. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter neun Grammys, waren Anerkennung seiner Leistung.

1991 tat er sich mit den aufstrebenden Stars Vince Gill and Steve Wariner zusammen und gründete die Nashville Cats. Zwei Jahre später startete er eine eigene Radioshow namens 'Simple Life', die so populär war, dass sie von mehr als 400 Stationen, darunter auch einigen europäischen, übernommen wurde. Ab Mitte der 1990er Jahre ließen die Verkaufszahlen seiner Platten deutlich nach.

DiskografieBearbeiten

SoloalbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1981 Waitin’ for the Sun to Shine
77
 Gold

(30 Wo.)
2
(149 Wo.)
1982 Family & Friends
300! 52
(14 Wo.)
Highways & Heartaches
61
 Platin

(12 Wo.)
1
(89 Wo.)
1983 Don’t Cheat in Our Hometown
300!
 Gold
1
(73 Wo.)
1984 Country Boy
180
 Gold

(5 Wo.)
1
(59 Wo.)
1986 Love’s Gonna Get Ya!
300! 3
(48 Wo.)
1988 Comin’ Home to Stay
300! 12
(63 Wo.)
1989 Kentucky Thunder
300! 18
(48 Wo.)
1991 My Father’s Son
300! 68
(5 Wo.)
1995 Solid Ground
300! 72
(1 Wo.)
2000 Solo (Songs My Dad Loved)
300! 39
(4 Wo.)
2010 Mosaic
300! 50
(6 Wo.)
2011 Country Hits Bluegrass Style
300! 51
(2 Wo.)

Weitere Veröffentlichungen

  • 1975: That’s It!
  • 1979: Sweet Temptation
  • 1997: Life Is a Journey

Weihnachtsalben

  • 2005: A Skaggs Family Christmas: Volume One
  • 2011: A Skaggs Family Christmas: Volume Two

KollaborationsalbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1997 Bluegrass Rules!
300! 45
(19 Wo.)
mit Kentucky Thunder
1999 Ancient Tones
300! 46
(11 Wo.)
mit Kentucky Thunder
Soldier of the Cross
300! 65
(3 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2000 Big Mon: The Songs of Bill Monroe
300! 42
(9 Wo.)
mit Various Artists
2001 History of the Future
300! 35
(18 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2002 Ricky Skaggs and Friends Sing
the Songs of Bill Monroe
300! 36
(12 Wo.)
mit Various Artists
2003 The Three Pickers
179
(4 Wo.)
24
(16 Wo.)
2004 Brand New Strings
300! 60
(5 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2006 Instrumentals
300! 73
(1 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2007 Ricky Skaggs & Bruce Hornsby
300! 37
(7 Wo.)
Salt of the Earth
300! 45
(1 Wo.)
mit The Whites
2008 Honoring the Fathers of Bluegrass:
Tribute to 1946 and 1947
191
(1 Wo.)
29
(4 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2012 Music to My Ears
300! 52
(1 Wo.)
mit Kentucky Thunder

Weitere Veröffentlichungen

  • 1971: Second Generation Bluegrass (mit Keith Whitley)
  • 1977: That Down Home Feeling (mit Buck White & The Down Home Folks)
  • 1978: One Way Track (mit Boone Creek)
  • 1980: Skaggs & Rice (mit Tony Rice)
  • 2014: Hearts Like Ours (mit Sharon White)

LivealbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1985 Live in London
300!
 Gold
1
(50 Wo.)
2003 Live at the Charleston Music Hall
300! 32
(19 Wo.)
mit Kentucky Thunder
2013 Cluck Ol' Hen
300! 38
(3 Wo.)
mit Bruce Hornsby

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1985 Favorite Country Songs
181
(4 Wo.)
24
(17 Wo.)

Weitere Veröffentlichungen

  • 1987: Personal Choice
  • 1993: Super Hits
  • 1995: Country Pride
  • 1998: Country Gentleman: The Best of Ricky Skaggs
  • 2000: 16 Biggest Hits
  • 2003: The Essential Ricky Skaggs

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1979 I’ll Take the Blame
Sweet Temptation
300! 86
(4 Wo.)
1981 Don’t Get Above Your Raisin
Waitin’ for the Sun to Shine
300! 16
(16 Wo.)
You May See Me Walkin'
Waitin’ for the Sun to Shine
300! 9
(17 Wo.)
Crying My Heart Out Over You
Waitin’ for the Sun to Shine
300! 1
(23 Wo.)
1982 I Don’t Care
Waitin’ for the Sun to Shine
300! 1
(18 Wo.)
Heartbroke
Highways and Heartaches
300! 1
(17 Wo.)
I Wouldn’t Change You If I Could
Highways and Heartaches
300! 1
(20 Wo.)
1983 Highway 40 Blues
Highways and Heartaches
300! 1
(19 Wo.)
You’ve Got a Lover
Highways and Heartaches
300! 2
(19 Wo.)
Don’t Cheat in Our Hometown
Don’t Cheat in Our Hometown
300! 2
(20 Wo.)
1984 Honey (Open That Door)
Don’t Cheat in Our Hometown
300! 1
(18 Wo.)
Uncle Pen
Don’t Cheat in Our Hometown
300! 1
(19 Wo.)
Something in My Heart
Country Boy
300! 2
(22 Wo.)
1985 Country Boy
Country Boy
300! 1
(19 Wo.)
You Make Me Feel Like a Man
Live in London
300! 7
(23 Wo.)
1986 Cajun Moon
Live in London
300! 1
(20 Wo.)
I’ve Got a New Heartache
Live in London
300! 10
(18 Wo.)
Love’s Gonna Get You Someday
Love’s Gonna Get Ya!
300! 4
(20 Wo.)
1987 I Wonder If I Care as Much
Love’s Gonna Get Ya!
300! 30
(11 Wo.)
Love Can’t Ever Get Better Than This
Love’s Gonna Get Ya!
300! 10
(23 Wo.)
mit Sharon White
I’m Tired
Comin’ Home to Stay
300! 18
(20 Wo.)
1988 (Angel on My Mind) That’s Why I’m Walkin’
Comin’ Home to Stay
300! 33
(13 Wo.)
Thanks Again
Comin’ Home to Stay
300! 17
(16 Wo.)
Old Kind of Love
Comin’ Home to Stay
300! 30
(15 Wo.)
1989 Lovin’ Only Me
Kentucky Thunder
300! 1
(21 Wo.)
Let It Be You
Kentucky Thunder
300! 5
(26 Wo.)
Heartbreak Hurricane
Kentucky Thunder
300! 13
(26 Wo.)
1990 Hummingbird
Kentucky Thunder
300! 20
(16 Wo.)
He Was On to Somethin’ (So He Made You)
Kentucky Thunder
300! 25
(20 Wo.)
1991 Life’s Too Long (To Live Like This)
My Father’s Son
300! 37
(18 Wo.)
Same Ol’ Love
My Father’s Son
300! 12
(20 Wo.)
1992 From the Word Love
My Father’s Son
300! 43
(10 Wo.)
1995 Solid Ground
Solid Ground
300! 57
(14 Wo.)
1996 Cat’s in the Cradle
Solid Ground
300! 45
(11 Wo.)
2002 Halfway Home Cafe
History of the Future
300! 56
(1 Wo.)

Weitere Veröffentlichungen

  • 1996: Back Where We Belong
  • 1996: When
  • 2003: A Simple Life
  • 2004: Spread a Little Love Around
  • 2005: Enjoy the Ride
  • 2010: Someday Soon
  • 2014: Forever's Not Long Enough (mit Sharon White)

GastbeiträgeBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1991 Restless
The New Nashville Cats
300! 25
(20 Wo.)
1998 Same Old Train
Tribute to Tradition
300! 59
(… Wo.)
mit Various Artists

Auszeichnungen für MusikverkäufeBearbeiten

Goldene Schallplatte

  • Kanada  Kanada
    • 1985: für das Album Country Boy

Platin-Schallplatte

  • Kanada  Kanada
    • 1984: für das Album Waitin’ for the Sun to Shine
    • 1985: für das Album Highways & Heartaches
    • 1986: für das Album Don’t Cheat in Our Home Town
Land/Region   Gold   Platin Verkäufe Quellen
Kanada  Kanada (MC) 1 3 350.000 musiccanada.com
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten (RIAA) 4 1 3.000.000 riaa.com
Insgesamt 5 4

QuellenBearbeiten

  1. a b c d e f Chartquellen: US

WeblinksBearbeiten