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Steve Wariner

US-amerikanischer Country-Musiker, Songwriter und Gitarrist

Steven Noel Wariner (* 25. Dezember 1954 in Noblesville, Indiana) ist ein US-amerikanischer Country-Musiker, Songwriter und Gitarrist. Er war mit mehr als 50 Singles in den Billboard Country Charts vertreten, davon erreichten zehn Titel Platz eins. Er erhielt vier Grammy Awards und ist einer von sieben Gitarristen, die als Certified Guitar Player (CGP) von Chet Atkins ausgezeichnet wurden.

AnfängeBearbeiten

Seine ersten musikalischen Erfahrungen sammelte Wariner in der Band seines Vaters. Stark beeinflusst von seinem Vorbild Chet Atkins entwickelte er sich zu einem virtuosen Gitarrenspieler. Mit 17 Jahren gründete er mit einigen Freunden eine Band. Es fehlte ein Sänger, und so übernahm er auch diesen Part. Bei einem Auftritt in einem Club in der Nähe von Indianapolis war Dottie West anwesend. Nach einem improvisierten gemeinsamen Duett bot sie ihm einen Platz als Bassist in ihrer Begleitband an. Wariner musste sich zwischen der Schule und der Musik entscheiden. Er wählte die Musik und brach die High School ein Jahr vor dem Abschluss ab.

Er blieb drei Jahre bei Dottie West und schloss sich dann Bob Luman an. In diesen Jahren begann er, Songs zu schreiben. Luman nahm einige seiner Stücke auf und erzielte mit Labor of Love eine Hitparadenplatzierung. RCA Records wurde auf den begabten Nachwuchsmusiker aufmerksam und nahm ihn 1977 unter Vertrag. Kurz darauf starb sein Mentor Bob Luman.

KarriereBearbeiten

Seine ersten Singles erreichten die hinteren Plätze der Top-100. 1980 schaffte er es mit Your Memory erstmals in die Top 10, und ein Jahr später erreichte er mit All Roads Lead to You Platz 1 der Country-Charts. Die Singles wurden aus seinem ebenfalls 1981 erschienenen Debüt-Album Steve Wariner ausgekoppelt. Die nächsten Singles und Alben waren nicht sonderlich erfolgreich, und so wechselte Wariner Ende 1984 zu MCA Records.

Beim neuen Label schaffte er bereits im ersten Jahr drei Nummer-1-Hits in Folge. 1986 wurde mit Life's Highway das erste Album veröffentlicht, das überwiegend auf selbstgeschriebenen Songs beruhte. Weitere Top-Hits folgten, darunter 1987 das im Duett mit Glen Campbell gesungene That Hand that Rocks the Cradle, das den beiden eine Grammy-Nominierung einbrachte. Seine Erfolgssträhne hielt an. Bis in die frühen neunziger Jahre hinein erreichte er neunmal Platz 1 und mehrere Top-10-Platzierungen in den Country-Charts. Zusätzlich zu seinen musikalischen Aktivitäten hatte Wariner regelmäßig Fernsehauftritte.

1991 wechselte er zu Arista Records. Ein gemeinsames Auftreten mit Vince Gill, Mark O’Connor und Ricky Skaggs unter dem Namen New Nashville Cats brachte einen CMA Award und einen Grammy ein. Im gleichen Jahr starb seine frühere Förderin Dottie West. Steve Wariner sang bei ihrer Beerdigung Amazing Grace.

In der Folgezeit erreichten seine Platten einige Male wurden vordere Plätze, meist bewegten sich seine Singles aber in der unteren Hälfte der Top-100. 1996 produzierte er ein rein instrumentales Album mit dem Titel No More Mr. Nice Guy, bei dem zahlreiche Freunde und Kollegen mitwirkten, unter anderem Chet Atkins, Vince Gill, Bryan White, Béla Fleck, Leo Kottke und Lee Roy Parnell. Im gleichen Jahr wurde er Mitglied der Grand Ole Opry. Wariner machte sich auch als Songwriter einen Namen, sein Longneck Bottle wurde 1997 ein Nr.-1-Hit für Kollege Garth Brooks.

Ein weiterer Karrierehöhepunkt begann für Wariner im Frühjahr 1998. Jetzt bei Capitol Records unter Vertrag, erreichte seine traurige Ballade Holes in the Floor of Heaven Platz 2 der Charts und wurde mit zwei CMA-Awards als Single of the Year und Song of the Year ausgezeichnet. What If I Said, sein Duett mit Anita Cochran konnte sich sogar auf Nr. 1 platzieren. In der Folgezeit hatte er weitere Hits, am erfolgreichsten waren 1999 Two Teardrops (Platz 2) und I'm Already Taken, ein Re-Release eines bereits 1978 veröffentlichten Titels.

2003 gründete er sein eigenes Label, Selectone Records. Sein erstes Album bei diesem Label war Steal Another Day, gefolgt 2005 von The Real Life. 2008 wurde er in den Music City Walk of Fame in Nashville und 2011 in die Kentucky Music Hall of Fame aufgenommen.

DiskografieBearbeiten

AlbenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1982 Steve Wariner
300! 35
(15 Wo.)
1983 Midnight Fire
300! 39
(27 Wo.)
1985 One Good Night Deserves Another
300! 20
(42 Wo.)
Life’s Highway
300! 22
(44 Wo.)
1987 It’s a Crazy World
300! 30
(31 Wo.)
1988 I Should Be with You
300! 20
(36 Wo.)
1989 I Got Dreams
300! 32
(46 Wo.)
1990 Laredo
300! 20
(24 Wo.)
Christmas Memories
300! 71
(1 Wo.)
1991 I Am Ready
180
 Gold

(7 Wo.)
28
(55 Wo.)
1993 Drive
300! 51
(10 Wo.)
1998 Burnin’ the Roadhouse Down
41
 Gold

(15 Wo.)
6
(70 Wo.)
1999 Two Teardrops
35
 Gold

(12 Wo.)
6
(44 Wo.)
2000 Faith in You
300! 31
(21 Wo.)
2003 Steal Another Day
300! 31
(5 Wo.)
2013 It Ain’t All Bad
300! 74
(1 Wo.)

Weitere Veröffentlichungen

  • 1996: No More Mr. Nice Guy
  • 2005: This Real Life
  • 2009: My Tribute to Chet Atkins
  • 2010: Guitar Christmas
  • 2011: Guitar Laboratory
  • 2016: All Over the Map

KompilationenBearbeiten

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1987 Greatest Hits
187
(… Wo.)
25
(27 Wo.)

Weitere Veröffentlichungen

  • 1985: Greatest Hits
  • 1986: Down in Tennessee
  • 1990: Greatest Hits Vol. 2
  • 1998: Super Hits
  • 1998: The Hits
  • 2000: Ultimate Collection
  • 2003: The Hits Collection

SinglesBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1978 I’m Already Taken
300! 63
(7 Wo.)
So Sad (To Watch Good Love Go Bad)
300! 76
(3 Wo.)
Marie
300! 94
(2 Wo.)
1979 Beside Me
300! 60
(7 Wo.)
Forget Me Not
300! 49
(10 Wo.)
B-Seite von Beside Me
1980 The Easy Part’s Over
300! 41
(10 Wo.)
Your Memory
Steve Wariner
300! 7
(17 Wo.)
1981 By Now
Steve Wariner
300! 6
(18 Wo.)
All Roads Lead To You
Steve Wariner
300! 1
(18 Wo.)
1982 Kansas City Lights
Steve Wariner
300! 15
(18 Wo.)
Don’t It Break Your Heart
Steve Wariner
300! 30
(11 Wo.)
Don’t Plan On Sleeping Tonight
Steve Wariner
300! 27
(17 Wo.)
1983 Don’t Your Mem’ry Ever Sleep at Night
Midnight Fire
300! 23
(13 Wo.)
Midnight Fire
Midnight Fire
300! 5
(18 Wo.)
Lonely Women Make Good Lovers
Midnight Fire
300! 4
(20 Wo.)
1984 Why Goodbye
Midnight Fire
300! 12
(18 Wo.)
Don’t You Give Up on Love
Midnight Fire
300! 49
(10 Wo.)
What I Didn’t Do
One Good Night Deserves Another
300! 49
(25 Wo.)
1985 Heart Trouble
One Good Night Deserves Another
300! 8
(20 Wo.)
Some Fools Never Learn
One Good Night Deserves Another
300! 1
(22 Wo.)
You Can Dream of Me
Life’s Highway
300! 1
(22 Wo.)
1986 Life’s Highway
Life’s Highway
300! 1
(24 Wo.)
Starting Over Again
Life’s Highway
300! 4
(19 Wo.)
Small Town Girl
It’s a Crazy World
300! 1
(24 Wo.)
1987 The Weekend
It’s a Crazy World
300! 1
(23 Wo.)
Lynda
It’s a Crazy World
300! 1
(23 Wo.)
1988 Baby I’m Yours
I Should Be with You
300! 4
(18 Wo.)
I Should Be With You
I Should Be with You
300! 2
(21 Wo.)
Hold On (A Little Stronger)
I Should Be with You
300! 6
(24 Wo.)
1989 Where Did I Go Wrong
I Got Dreams
300! 1
(22 Wo.)
I Got Dreams
I Got Dreams
300! 1
(21 Wo.)
When I Could Come Home To You
I Got Dreams
300! 5
(26 Wo.)
1990 The Domino Theory
Laredo
300! 7
(24 Wo.)
Precious Thing
Laredo
300! 8
(20 Wo.)
There For Awhile
Laredo
300! 17
(20 Wo.)
1991 Leave Him Out of This
I Am Ready
300! 6
(20 Wo.)
1992 The Tips of My Fingers
I Am Ready
300! 3
(20 Wo.)
A Woman Loves
I Am Ready
300! 9
(20 Wo.)
Crash Course in the Blues
I Am Ready
300! 32
(15 Wo.)
1993 Like a River to the Sea
I Am Ready
300! 30
(14 Wo.)
If I Didn’t Love You
Drive
300! 8
(20 Wo.)
Drivin’ and Cryin’
Drive
300! 8
(18 Wo.)
1994 It Won’t Be Over You
Drive
300! 18
(20 Wo.)
Drive
Drive
300! 63
(4 Wo.)
1995 Get Back
Come Together: America Salutes The Beatles
300! 72
(3 Wo.)
1998 Holes in the Floor of Heaven
Burnin’ the Roadhouse Down
300! 2
(21 Wo.)
Road Trippin’
Burnin’ the Roadhouse Down
300! 55
(4 Wo.)
Burnin’ the Roadhouse Down
Burnin’ the Roadhouse Down
300! 26
(20 Wo.)
Every Little Whisper
Burnin’ the Roadhouse Down
300! 36
(20 Wo.)
1999 Two Teardrops
Two Teardrops
30
(20 Wo.)
2
(24 Wo.)
I’m Already Taken
Two Teardrops
42
(14 Wo.)
3
(25 Wo.)
Re-Release
2000 Faith in You
Faith in You
300! 30
(19 Wo.)
Katie Wants a Fast One
Faith in You
300! 22
(20 Wo.)
mit Garth Brooks
Christmas in Your Arms
Shimmy Down the Chimney: A Country Christmas
300! 65
(3 Wo.)
2003 Snowfall on the Sand
Steal Another Day
300! 52
(6 Wo.)
I’m Your Man
Steal Another Day
300! 58
(1 Wo.)

GastbeiträgeBearbeiten

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
Vereinigte Staaten  US Vereinigte Staaten  Country
1986 That’s How You Know When Love’s Right
Rose of My Heart
300! 9
(23 Wo.)
1987 The Hand That Rocks the Cradle
Still Within the Sound of My Voice
300! 6
(28 Wo.)
1991 Restless
The New Nashville Cats
300! 25
(20 Wo.)
Now It Belongs to You
The New Nashville Cats
300! 25
(3 Wo.)
mit Mark O’Connor, Ricky Skaggs & Vince Gill
1994 Workin’ Man’s Blues
Mama’s Hungry Eyes: A Tribute to Merle Haggard
300! 48
(… Wo.)
mit Jed Zeppelin
1997 What If I Said
Back to You
59
(15 Wo.)
1
(23 Wo.)
mit Anita Cochran
2000 Been There
D’lectrified
44
(20 Wo.)
5
(22 Wo.)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Chartquellen: [1]
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US