Ricarda Huch

deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin

Ricarda Octavia Huch (* 18. Juli 1864 in Braunschweig; † 17. November 1947 in Schönberg im Taunus, heute Stadtteil von Kronberg; Pseudonym Richard Hugo) war eine deutsche Schriftstellerin, Philosophin und Historikerin, die als eine der ersten Frauen im deutschsprachigen Raum im Fach Geschichte promoviert wurde.

Ricarda Huch, um 1930 fotografiert von Wanda von Debschitz-Kunowski Ricarda Huch Signatur 1928.jpg

LebenBearbeiten

 
Gedenktafel für das Geburtshaus Ricarda Huchs, die ehemalige Bierbaumsche Villa

Braunschweig – Familie und JugendBearbeiten

Ricarda Huch wurde als drittes und letztes Kind des Kaufmanns Richard Huch (1830–1887) und seiner Frau Emilie, geborene Hähn (1842–1883) in der Villa Bierbaum, Petrithor-Promenade 16 (heute Inselwall[1]) in Braunschweig geboren. Die älteren Geschwister waren die Schwester Lilly (1859–1947) und der Bruder Rudolf (1862–1943).[2] Aus der seit 1815 in Braunschweig ansässigen Kaufmannsfamilie Huch gingen mehrere zum Teil äußerst produktive Schriftsteller hervor; neben Ricardas Bruder Rudolf, die Cousins Friedrich und Felix sowie deren Mutter Marie. Marie Huch wiederum war eine Tochter des Schriftstellers Friedrich Gerstäcker.[3][4]

 
Ricarda Huch (links) und Anna Klie um 1875

Zum Zeitpunkt der Geburt Ricarda Huchs gehörte das ehemalige Bierbaumsche Anwesen dem Braunschweigischen Hofbankier und Kommerzienrat Otto Löbbecke.[5] Aufgewachsen ist sie nur einige hundert Meter entfernt in der Villa der Familie Huch, Hohetorpromenade 11 (heute Hohetorwall). Die Villa hatte zuvor den Großeltern väterlicherseits gehört.[6] Beide Gebäude existieren heute nicht mehr. Die Villa Bierbaum wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und 1961 abgerissen. An Ricarda Huch erinnern dort zwei Gedenktafeln. Die ursprüngliche Villa Hohetorwall wurde abgerissen, um 1903 einem Neubau Platz zu machen, der noch erhalten ist.[7]

–In der herrschaftlichen Villa Hohetorpromenade 11 verlebten die drei Kinder eine sorglose Kindheit. Seit ihrer Jugend war Ricarda eng mit der ebenfalls in Braunschweig lebenden späteren Schriftstellerin Anna Klie befreundet. Diese Freundschaft währte über drei Jahrzehnte bis zu Klies Tod 1913. Beide teilten das Interesse für Literatur, wobei Anna Klie Huch unter anderem mit dem Werk Gottfried Kellers bekannt machte.[8] Beide Freundinnen pflegten zeitlebens einen regen Briefverkehr.[9] Ricarda Huch bezeichnete ihre mehr als 30 Jahre währende Freundschaft mit Anna Klie als „einen hübschen festen Punkt in ihrem wechselvollen Dasein“.[10]

1879, Ricarda Huch war 15, heiratete ihre Schwester Lilly den gemeinsamen Cousin und promovierten Juristen Richard Huch (1850–1912), Sohn des Onkels William Huch und dessen Ehefrau Agnes. Im Jahr darauf verliebte sich Ricarda leidenschaftlich in ihren Schwager.[11] Diese unhaltbare Situation im Hause Huch eskalierte schließlich zu einem stadtweiten Skandal, so dass Ricarda Huch Braunschweig 1886 verlassen musste.

Zürich – Studium, Bibliotheksarbeit und erste ErzählungenBearbeiten

Huch zog in die Schweiz nach Zürich, um dort das Abitur zu machen, was zu diesem Zeitpunkt für Mädchen in Deutschland noch nicht möglich war.

„Seit meinem fünften Lebensjahre hatte ich Gedichte gemacht, später Novellen geschrieben; es war mir immer bewußt, daß dies meine Aufgabe und meine Leidenschaft war, der ich irgendwann einmal genügen würde. Während ich mich auf die Maturität vorbereitete, hatte ich nur selten einmal einen Vers zu machen mir erlaubt, und auch während meiner Studienzeit nahm ich mir vor, alle Kraft auf die vorliegende Arbeit zu wenden, mich nicht ablenken zu lassen. Nur einmal machte ich eine Ausnahme, indem ich eine kurze Erzählung schrieb, der ich den Titel ‚Die Goldinsel‘ gab. Sie spielte im Zeitalter der portugiesischen Entdeckungen und gründete sich auf die zu jener Zeit verbreitete Annahme, es gebe irgendwo eine Insel, wo Gold in Menge zu finden sei. Soweit ich mich erinnere, schwankte die Geschichte im Dunst unreifer Poesie, etwas Breiiges ohne Knochen, und ermangelte ganz des Wirklichkeitssinnes, wie auch gar nichts Erlebtes darinsteckte, aber der gütige Redakteur des ‚Berner Bundes‘, Joseph Viktor Widmann, nahm sie in die Sonntagsbeilage auf, und ich bekam vierzig Franken dafür. Mit diesem ersten selbstverdienten Gelde beschloß ich, von meinen damaligen Bekannten und mir eine Fotografie herstellen zu lassen, die ich meiner stets ein wenig um mein Los und die Gesellschaft, in der ich mich bewegte, besorgten Großmutter zu schicken gedachte; meine Eltern lebten beide nicht mehr.“

Ricarda Huch[12]

Nach dem Abitur blieb Huch in Zürich und begann 1888 ein Studium der Geschichte, der Philologie sowie der Philosophie, denn auch Studieren war für Frauen zu dieser Zeit in Deutschland noch nicht möglich.[13][14]

 
Ricarda Huch als Studentin in Zürich

1891 beendete sie ihr Studium mit dem Examen für das Lehramt für Höhere Schulen. Im Jahr 1892 wurde sie als eine der ersten deutschen Frauen an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich mit einer historischen Arbeit über Die Neutralität der Eidgenossenschaft während des spanischen Erbfolgekrieges promoviert.[15][13] Seit ihren Studientagen war sie mit der Tiermedizinerin Marianne Plehn befreundet, die später die erste deutsche Professorin in Bayern wurde. In der Zürcher „Pension Walder“ in Hottingen lernte Huch ihre lebenslange Freundin, die Chemiestudentin und spätere Sozialpolitikerin Marie Baum, kennen, die ihr 1950 mit Leuchtende Spur ein biographisches Denkmal setzte.[16]

Während ihres Studiums an der Universität Zürich arbeitete Ricarda Huch seit 1889 als unbezahlte Hilfskraft in der dortigen Stadtbibliothek. Ihre Tätigkeit beschränkte sich zunächst auf die formale Erfassung von ca. 6000 Broschüren aus der Zeit der Französischen Revolution aus der Sammlung Usteri. Zwei Jahre später wurde für sie eigens eine Sekretärsstelle geschaffen, die sie am 1. November 1891 antrat. Der Aufgabenbereich umfasste vor allem Korrespondenzen und die Verarbeitung von Druckschriften. Aus privaten Schreiben Ricarda Huchs geht hervor, dass sie den bibliothekarischen Alltag oft als langweilig und öde, sich selbst als unterfordert empfand. Andererseits schien sie sich im Habitus der Bibliotheksbeamtin auch wieder zu gefallen.[14]

Während ihrer Dienstzeit, die bis 1894 dauerte, erschien in Berlin Ricarda Huchs erstes Bühnenstück Evoë!, das in der Presse wohlwollende Aufnahme fand, wenngleich der enzyklopädisch-gelehrte Stil moniert wurde. Parallel zur bibliothekarischen Tätigkeit begann Huch auch, an einer Töchterschule zu unterrichten. Diese Tätigkeit, die die Arbeit in der Bibliothek immer mehr an den Rand drängen sollte, übte sie aus bis sie im Herbst 1894 das Entlassungsgesuch einreichte. Nach ihrem Austritt aus der Stadtbibliothek erschien im Jahr 1895 das von ihr verfasste Neujahrsblatt über die Nachrichtensammlung des Zürcher Chorherrn Johann Jakob Wick. Inspiriert durch Wicks Beschreibung eines Exorzismus, publizierte Huch darauf im Sonntagsblatt der Tageszeitung Der Bund eine Novelle mit dem Titel Eine Teufelei. Nachgelassene Papiere des Staatsschreibers Potzmanterle.

Bremen, Wien, Triest, München, Braunschweig – zwei Ehen, eine Tochter und Werke über Romantik und RisorgimentoBearbeiten

 
Braunschweig, Bruchtorwall 1, hier lebte Huch von 1907 bis 1910.

1886 nahm Huch eine Stelle als Lehrerin für Deutsch und Geschichte in Bremen an. 1897 beschloss sie, als freie Schriftstellerin in Wien zu arbeiten und begann über Romantik zu arbeiten. Das Buch Blütezeit der Romantik erschien 1899.[14] In Wien lernte sie 1898 den sieben Jahre jüngeren Zahnarzt Ermanno Ceconi (1871–1927) kennen und heiratete ihn.[17] Huch lebte mit Ceconi 1898–1900 in dessen Heimatstadt Triest, die damals zu Österreich-Ungarn gehörte. 1899 wurde dort ihre Tochter Marietta geboren. In dieser Zeit erarbeitete sie die Geschichte der italienischen Einigung, des sogenannten „Risorgimento“ und die Rolle von Giuseppe Garibaldi. Weil sie sich mit dieser Forschung Verdienste um Italien erworben hatte, wurde sie von den italienischen Faschisten geschätzt, was sie später im nationalsozialistischen Deutschland vor Verfolgung bewahrte.

 
Ricarda Huch, Radierung von Johann Lindner, 1901

1900 zog Huch mit ihrer Familie nach München. Dort freundete sie sich mit der Malerin Sophie von Scheve an. 1905 begann Ceconi ein Verhältnis mit Käte Huch, Tochter von Ricardas Schwester Lilly und ihrem Jugendschwarm Richard Huch, was zur Scheidung beider Paare führte. 1907 heirateten Ricarda und Richard Huch. Während dieser Ehe hatte Huch ihren Lebensmittelpunkt wieder in Braunschweig. Sie veröffentlichte in Neue Gedichte sexuell freizügige Liebeslyrik, die unter anderem von Richard Dehmel kritisiert wurden.[14] Die Ehe mit Richard Huch war jedoch unglücklich und endete 1911 mit der Scheidung. 1914 starb Richard Huch.[17]

München, Zürich, Berlin – Bücher über Bakunin, die Religion und die Deutsche Revolution 1848/49Bearbeiten

Nach der Scheidung kehrt Huch nach München zurück. Sie lebt dort bis 1916. Während des Ersten Weltkrieges von 1916–1918 zieht sie erneut in der Schweiz. Um 1918–1927 wieder in München zu leben.[14] Sie schreibt viele wichtige Bücher, zum Beispiel die Biographie Michael Bakunin und die Anarchie (1923). Auch ihre bedeutsamen religionsphilosophischen Bücher entstanden hier zwischen 1914 und 1926 (Luthers Glaube, Vom Sinn der Heiligen Schrift und Entpersönlichung, Der wiederkehrende Christus), mit denen sie die christliche Religion durch Übersetzung der Diktion und Denkbegriffe in die Moderne hinüberzuretten versuchte. In München kam sie auch in Kontakt mit der Frauenbewegung, mit deren Vordenkerinnen Ika Freudenberg und Gertrud Bäumer sie korrespondierte. Katia Mann schildert in ihren Lebenserinnerungen, dass ihre Kinder bei Ermanno Ceconi in zahnärztlicher Behandlung waren.[18] 1924

1926 heiratete ihre Tochter Marietta in Berlin Franz Böhm, der als Referent im Reichswirtschaftsministerium tätig war. Im selben Jahr wurde Ricarda Huch als erste Frau in die Preußische Dichter-Akademie aufgenommen.[16] 1927 zog sie zu Tochter und Schwiegersohn nach Berlin, wo sie von 1927 bis 1932 lebte. 1929 wurde ihr Enkel Alexander Böhm geboren. Hier entstand u. a. eine Arbeit über die Deutsche Revolution 1848/1849, Alte und neue Götter (1930).

Jena – Zeit des Nationalsozialismus und mehrere Bände zur Deutschen GeschichteBearbeiten

 
Ricarda Huch (um 1914)

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verweigerte Ricarda Huch 1933 eine von den Mitgliedern der Preußischen Akademie der Künste verlangte Loyalitätserklärung gegenüber dem neuen Regime mit der Begründung, dass sie „… verschiedene der inzwischen vorgenommenen Handlungen der neuen Regierung aufs schärfste missbillige“. Als Protest gegen den Ausschluss von Alfred Döblin aus der gleichgeschalteten Akademie unter ihrem Präsidenten Max von Schillings trat sie noch im Frühling 1933 als erstes Mitglied aus. Diese Tatsache wurde im „Dritten Reich“ nicht öffentlich gemacht.[19] Ricarda Huch wurde Mitglied im Ehrensenat des im Juni 1933 gegründeten Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller.

Das Verhalten der neuen Machthaber ihr gegenüber blieb widersprüchlich. Zwar bekam Huch zu ihrem 80. Geburtstag persönliche Glückwunschtelegramme von Goebbels und Hitler, doch in der Presse durfte ihr Geburtstag nicht erwähnt werden. Man wusste, dass sie dem Nationalsozialismus feindlich gegenüberstand, wollte aber wegen ihrer italienischen Verbindungen und wegen des befürchteten negativen Propagandaeffekts nicht gegen sie vorgehen.

Der erste, 1934 erschienene Band ihrer Deutschen Geschichte, die das Regime als implizite Kritik verstand, wurde von der offiziellen Literaturkritik verrissen. Einzig Reinhold Schneider würdigte ihr Werk positiv in einer Buchrezension.[20] Der zweite Band konnte 1937 nur unter großen Schwierigkeiten erscheinen, der dritte und letzte, 1941 fertiggestellte Band überhaupt nicht mehr. Er wurde erst 1949, zwei Jahre nach Ricarda Huchs Tod, in Zürich veröffentlicht.

 
Haus, in dem Ricarda Huch in Jena lebte, nun im Ricarda-Huch-Weg

Die Zeit von 1935 bis 1947, in der sie mit ihrer Tochter und deren Ehemann Franz Böhm in Jena lebte, lässt sich bis zum Kriegsende als innere Emigration beschreiben. Diese war bei Huch durch zahlreiche Kontakte zu Gegnern des nationalsozialistischen Regimes gekennzeichnet. Weil es in der Zeit des Nationalsozialismus wenig Häuser gab, in denen ein offenes Wort gesprochen werden konnte, entwickelte sich Ricarda Huchs Wohnung am damaligen Oberen Philosophenweg (heute Ricarda-Huch-Weg) zu einem Gesprächsort, wo neben Künstlern und Wissenschaftlern auch Personen verkehrten, die selbst oder deren Verwandte später am missglückten Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 beteiligt waren. Ihr Schwiegersohn hatte es nur einer Namensverwechslung zu verdanken, dass er nicht im Zuge der Verfolgungen nach dem 20. Juli verhaftet wurde. Er und Huch hatten bei einer privaten Einladung im Mai 1937 die Politik der Nationalsozialisten kritisiert, woraufhin beide vom Hochschullehrer Richard Kolb denunziert wurden[21] und Böhm der Lehrauftrag an der Universität Jena entzogen wurde. Huch, und damit auch Böhm, standen allerdings unter der Protektion des nationalsozialistischen Reichsjustizministers Franz Gürtner.[22]

Jena, Frankfurt am Main – Nachkriegszeit und Lebensläufe von WiderstandskämpfernBearbeiten

Den Frauen und Männern des Widerstands ein Denkmal zu setzen, war der mittlerweile greisen Dichterin eine Aufgabe, die sie sich für die Zeit nach dem „Dritten Reich“ vorgenommen hatte. Dieses Projekt, die Lebensläufe der Widerstandskämpfer in Biographien festzuhalten, gelang nicht vollständig. Immerhin gelang es ihr, die Münchener Weiße Rose und die Geschwister Scholl der Nachwelt einzuprägen. Material zu den Widerstandsgruppen der Roten Kapelle übergab sie 1947 dem Schriftsteller Günther Weisenborn, der es für sein Buch Der lautlose Aufstand verwendete. Andere Dokumente, die Ricarda Huch für ihr letztes Buchprojekt gesammelt hatte, gingen nach ihrem Tod teils an die Eigentümer zurück, teils an das Institut für Zeitgeschichte in München. Erst 1997 wurden die Originalarbeiten Ricarda Huchs im Leipziger Universitätsverlag veröffentlicht: In einem Gedenkbuch zu sammeln...: Bilder deutscher Widerstandskämpfer.[23]

In der unmittelbaren Nachkriegszeit bemühten sich die kommunistischen und sowjetischen Stellen darum, Ricarda Huch für sich zu gewinnen: So zeichnete die Jenaer Friedrich-Schiller-Universität Huch 1946 mit der Ehrendoktorwürde aus. Sie war Mitglied und Alterspräsidentin der Beratenden Landesversammlung Thüringen dem ernannten ersten Vorparlament des wiedererrichteten Landes Thüringen.[24][25]

Ein Zitat von Ricarda Huch aus ihrer Zeit als Alterspräsidentin der Beratenden Landesversammlung Thüringen schmückt heute das Parlament in Erfurt: Wer den Thüringer Landtag durch den ursprünglichen Eingang an der Arnstädter Straße betritt, trifft im Foyer auf ihre Worte vom 12. Juni 1946, die wie eine Widmung wirken: „Es sei dem Lande Thüringen beschieden, dass niemals mehr im wechselnden Geschehen ihm diese Sterne untergehen: Das Recht, die Freiheit und der Frieden.“[26]

Auf dem Ersten deutschen Schriftstellerkongress vom 4. bis 8. Oktober 1947 im sowjetzonalen Teil Berlins fungierte sie als Ehrenpräsidentin und hielt einen viel beachteten Vortrag. Dieser markierte eine „erste und ernste Zäsur“ für das Verhältnis der Schriftsteller zu dem neuen Staat. Denn wenige Stunden nach ihrer Rede floh sie aus der sowjetischen Besatzungszone — sehr betroffen durch ständige Kontrolle, Vorschriften und Gewalt der Regierenden.[27] Sie reiste nach Frankfurt am Main, wo ihr Schwiegersohn Franz Böhm in Hessen Kultusminister geworden war. Den Reisestrapazen im ungeheizten Zug über die Sektorengrenze war ihre Gesundheit nicht mehr gewachsen. Im Gästehaus der Stadt Frankfurt in Schönberg starb sie am Morgen des 17. November 1947. Auf dem Frankfurter Hauptfriedhof fand sie ein Ehrengrab (Grablage: Gewann II, 204).[28]

Literarisches SchaffenBearbeiten

 
Ricarda Huch; 1916, von Paul Peterich

Ricarda Huchs literarisches Werk ist äußerst umfangreich und von thematischer wie stilistischer Breite. So begann sie mit Gedichten, schrieb dann Dramen und Romane und vor allem historische Werke, die zum Teil episodenhaft zwischen Geschichtswissenschaft und Literatur angesiedelt sind. Ihre Werke über die Romantik (1899/1902), über die Menschen im Dreißigjährigen Krieg und über Persönlichkeiten des Vormärz und der Deutschen Revolution 1848/1849 (Alte und neue Götter, 1930) bestechen durch ungemein lebendige Personenschilderungen, die keine Scheu vor persönlichen Wertungen haben.

Im Jahr 1899 gelang ihr mit der Erzählung Der arme Heinrich, enthalten im Sammelband Fra Celeste, eine bemerkenswerte Adaption des Armen Heinrich, bei der die sich freiwillig opfernde Jungfrau im Unterschied zur Vorlage nicht gerettet, sondern geschlachtet wird. Damit bricht sie mit den Erwartungen und Wertvorstellungen des Lesers, was typisch für die frühe literarische Moderne ist.[13] Ricarda Huch gilt als wichtigste Vertreterin des literarischen Jugendstils.[29]

Ricarda Huch widmete sich seit den 1910er Jahren der italienischen, deutschen und russischen Geschichte. Ihre historischen Romane sind meist psychologisch-biographisch geprägt. Unter anderem verfasste sie Biographien über Michail Bakunin und Federico Confalonieri. Ihre monumentale Deutsche Geschichte entstand zwischen 1934 und 1947 und umfasst sowohl das Mittelalter als auch die Frühe Neuzeit.

Huch nahm an den vielfältigen Reformbewegungen der Weimarer Republik Anteil und publizierte unter anderem in der Zeitschrift Die Neue Generation.

RezeptionBearbeiten

Eine Umfrage 1926 in der Literarischen Welt bescheinigt Ricarda Huch, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen und Intellektuellen ihrer Zeit zu sein. Die wissenschaftlichen Lexika und auch die Texte der Frauenbewegung erwähnten Huch jedoch nicht. Bei der politischen Verortung tun sich Kritiker schwer. Sie schrieb im März 1931 dazu in einem Brief an Erich Lichtenstein, der Autoren für einen Sammelband unter dem Titel "Bürgerliches Manifest" suchte, Folgendes:[30]

„Ich kann, wenn ich ehrlich sein will, nichts durchweg Erfreuliches sagen. Ich kann auch nichts Einfaches sagen, da die Situation zu kompliziert ist. Ich bin nicht marxistisch, ich bin nicht kapitalistisch, ich bin nicht nationalsozialistisch, aber ich bin auch nicht schlichtweg demokratisch im heutigen Sinn.“

Ricarda Huch

Obwohl Ricarda Huch als Autorin nicht in aller Munde ist und von Feuilletonisten und Literaturwissenschaftlern immer wieder als vergessen bezeichnet wird, erschienen die meisten Werke wiederkehrend in Neuauflagen. Anlässlich des 150-jährigen Geburtstags wurden ab 2014 viele Werke neu aufgelegt. Zwischen 2017 und 2021 erschienen die meisten Werke in digitaler Form (siehe Werke).

Huchs Werke liegen derzeit in 25 Sprachen vor.[31]

EhrungenBearbeiten

 
Grabstätte auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main

WerkeBearbeiten

DramenBearbeiten

  • 1890: Der Bundesschwur. Lustspiel mit Benutzung der historischen Ereignisse in der schweizerischen Eidgenossenschaft vom Jahre 1798. Zürich 1890.[44] (veröffentlicht unter dem Namen Richard Hugo)
  • 1892: Evöe! Dramatisches Spiel in fünf Aufzügen. Hertz, Berlin 1892, DNB 574041745.
  • 1892: Dornröschen. Ein Märchenspiel. Leipzig 1902 (als Festspiel gedichtet 1892 in Zürich).
  • 1895: Das Spiel von den vier Züricher Heiligen. Aufgeführt zur Einweihung der neuen Tonhalle in Zürich am 22. Oktober 1895. Als Manuskript gedruckt Zürich 1895.

GedichteBearbeiten

  • 1891: Gedichte. Dresden 1891. Der Gedichtband erschien unter dem Pseudonym Richard Hugo und wurde von der Kritik positiv aufgenommen. Huch selbst distanzierte sich davon.[45]
  • 1894: Gedichte. Hansebooks GmbH, Norderstedt 2017, ISBN 978-3-7436-6902-4, urn:nbn:de:101:1-2019013022161224188358 (Erstausgabe: Leipzig 1894). Überarbeitete Neuauflage ohne 32 Balladen aus der Ausgabe von 1891.[45]
  • 1907: Neue Gedichte. Insel-Verlag, Leipzig 1907.[46]
  • 1920: Alte und neue Gedichte. Insel-Verlag, Leipzig 1920, DNB 57404177X.
  • 1929: Gesammelte Gedichte. Insel-Verlag, Leipzig 1929, DNB 574041788.
  • 1944: Herbstfeuer. Gedichte. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-22327-5 (Erstausgabe: Insel, Leipzig 1944).

ErzählungenBearbeiten

RomaneBearbeiten

Literaturwissenschaftliche WerkeBearbeiten

Historische WerkeBearbeiten

Philosophische WerkeBearbeiten

  • 1914: Natur und Geist als die Wurzeln des Lebens und der Kunst. (neu herausgegeben als: Vom Wesen des Menschen. Natur und Geist). Kampmann & Schnabel, Prien am Chiemsee 1922, DNB 580973476 (Erstausgabe: Reinhardt, 1914).
  • 1916: Luthers Glaube. Briefe an einen Freund. Contumax-Hofenberg, Berlin 2017, ISBN 978-3-7437-2278-1 (Erstausgabe: Leipzig 1916).[48]
  • 1919: Der Sinn der Heiligen Schrift. Insel-Verlag, Leipzig 1919, DNB 574041931.
  • 1921: Entpersönlichung. Insel-Verlag, Leipzig 1921, DNB 575498005.
  • 1946: Urphänomene. Atlantis-Verlag, Zürich / Freiburg im Breisgau 1966, DNB 457035765 (Erstausgabe: 1946).

Autobiographische Schriften und BriefeBearbeiten

  • 1923: Boris Hoge-Benteler (Hrsg.): Ricarda Huch an Eugen Diederichs, 2. September 1923. Friedrich-Schiller-Universität, Jena Juli 2014 (uni-jena.de).
  • 1938: Frühling in der Schweiz. Jugenderinnerungen. Reclam, Stuttgart 1982, ISBN 978-3-15-007638-5 (Erstausgabe: Atlantis-Verlag, Zürich 1938).
  • 1946: Mein Tagebuch. Spiegel-Verlag, Weimar 1946, DNB 751004197.
  • 2015: Mein Herz, ein Löwe: Briefe und Schriften. Ausgewählt und eingeleitet von Katrin Lemke. Weimarer Verlagsgesellschaft, Weimar 2015, ISBN 978-3-7374-0218-7.

VerfilmungenBearbeiten

  • 1938: Der Fall Deruga – Regie: Fritz Peter Buch
  • 1954: Der letzte Sommer – Regie: Harald Braun
  • 1958: … und nichts als die Wahrheit – nach der Novelle Der Fall Deruga, Regie: Franz Peter Wirth
  • 1990: The Guardian Angel/Schutzengel – nach dem Roman Der letzte Sommer, Regie: Suzanne Osten

VertonungenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

MonografienBearbeiten

  • Else Hoppe: Ricarda Huch. Weg, Persönlichkeit, Werk. Überarbeitete und erweiterte Auflage. 2. Auflage. Riederer, Stuttgart 1951, DNB 452099854 (Erstausgabe: 1936).
  • Getrud Bäumer: Ricarda Huch. 2. Auflage. Wunderlich, Tübingen 1954, DNB 450208486 (Erstausgabe: 1949).
  • Marie Baum: Leuchtende Spur. Das Leben Ricarda Huchs. 4. Auflage. Wunderlich, Tübingen 1964, DNB 450267466 (Erstausgabe: 1950).
  • Helene Baumgarten: Ricarda Huch. Von ihrem Leben und Schaffen. Durchgesehene Auflage. Böhlau, Köln / Graz 1968 (Erstausgabe: 1964).
  • Martin Hürlimann: Ricarda Huchs Vermächtnis. Vortrag. Kulturamt, Braunschweig 1964, DNB 452130514.
  • Gunter H. Hertling: Wandlung der Werte im dichterischen Werk der Ricarda Huch. Bouvier, Bonn 1966, DNB 456971785.
  • Hans Henning Kappel: Epische Gestaltung bei Ricarda Huch. Formal-inhaltliche Studien zu 2 Romanen. „Von den Königen und der Krone“, „Der große Krieg in Deutschland“. Lang, Frankfurt am Main 1976.
  • Stefanie Viereck: So weit wie die Welt geht. Ricarda Huch. Geschichte eines Lebens. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1990, ISBN 3-498-07059-2.
  • Jutta Bendt, Karin Schmidgall, Ursula Weigl: Ricarda Huch. Eine Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs im Schiller-Nationalmuseum Marbach am Neckar 7. Mai bis 31. Oktober 1994. Ausstellungskatalog. Deutsche Schillergesellschaft, Marbach am Neckar 1994, ISBN 978-3-929146-13-4.
  • Cordula Koepcke: Ricarda Huch. Ihr Leben und ihr Werk. Insel-Verlag, Frankfurt am Main / Leipzig 1996, ISBN 3-458-16774-9.
  • Hans-Werner Peter, Silke Köstler (Hrsg.): Ricarda Huch (1864–1947). Jubiläumsband zu ihrem 50. Todestag anlässlich des Internationalen Ricarda-Huch-Forschungssymposions vom 15.–17. November 1997 in Braunschweig. pp-Verlag, Braunschweig 1997, ISBN 3-88712-050-7.
  • Anne Gabrisch: In den Abgrund werf ich meine Seele. Die Liebesgeschichte von Ricarda und Richard Huch. Nagel und Kimche, Zürich 2000, ISBN 3-312-00264-8.
  • Seong-Eun Kim: Das Prinzip Gerechtigkeit. "Geschichtsgefühl" und "Gestaltungskraft" in Ricarda Huchs Werken nach 1914. Shaker, Aachen 2001, ISBN 3-8265-9144-5, urn:nbn:de:101:1-2019032408322641794219.
  • Michael Meyer: Ricarda Huch-Bibliographie. Edition Praesens, Wien 2005, ISBN 3-7069-0257-5 (= SealsfieldBibliothek; 4).
  • Barbara Bronnen: Fliegen mit gestutzten Flügeln. Die letzten Jahre der Ricarda Huch 1933–1947. Fischer Digital, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-10-561050-3, urn:nbn:de:101:1-2016091415067 (Erstausgabe: Arche, Zürich 2007).
  • Christina Ujma: Rom und die Revolution. Ricarda Huchs Geschichten von Garibaldi. In: Gustav Frank, Madleen Podewski (Hrsg.): Wissenskulturen des Vormärz (Jahrbuch Forum Vormärz Forschung 2011, 17. Jg.). Bielefeld 2012.
  • Heike Fielmann: Mythos und Interpretation. Ricarda Huchs Versuch einer Rettung des christlichen Glaubens. Lang, Frankfurt am Main / Berlin / Bern / Bruxelles / New York, NY / Oxford / Wien 2008, ISBN 978-3-631-57551-2.
  • Jutta Bendt: Ricarda Huch in Freiburg. Deutsche Schillergesellschaft, Marbach am Neckar 2015, ISBN 978-3-944469-06-5.
  • Friedrich Walz: Ricarda Huch – Die erste Frau im „Dritten Reich“. 7., erweiterte Auflage. Braunschweig 2016.
  • Cord-Friedrich Berghahn, Jörg Paulus, Jan Röhnert (Hrsg.): Geschichtsgefühl und Gestaltungskraft. Fiktionalisierungsverfahren, Gattungspoetik und Autoreflexion bei Ricarda Huch. Universitätsverlag Winter, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-8253-6644-5.
  • Wolfgang Matthias Schwiedrzik: Ricarda Huch. Das Vermächtnis. Drei Aufsätze und ein Nachwort. Zum 70. Todestag Ricarda Huchs am 17. November 2017. Edition Mnemosyne, Neckargemünd 2017, ISBN 978-3-934012-31-8.
  • Katrin Lemke: Ricarda Huch. Die Summe des Ganzen. Leben und Werk. 2. Auflage. Weimarer Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-86539-712-6.

Themenvergleiche mit anderen AutorenBearbeiten

  • Karl Heinz Köhler: Poetische Sprache und Sprachbewusstsein um 1900. Untersuchungen zum frühen Werk Hermann Hesses, Paul Ernsts und Ricarda Huchs. Akademischer Verlag Heinz, Stuttgart 1977, ISBN 3-88099-035-2.
  • Michael Meyer: Willensverneinung und Lebensbejahung. Zur Bedeutung von Schopenhauer und Nietzsche im Werk Ricarda Huchs. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1998 (= Hamburger Beiträge zur Germanistik; 25), ISBN 3-631-33302-1.
  • Vivian Liska: Die Moderne – ein Weib. Am Beispiel von Romanen Ricarda Huchs und Annette Kolbs. Francke, Tübingen / Basel 2000, ISBN 3-7720-2751-2.
  • Marianne Beese: Kampf zwischen alter und neuer Welt. Dichter der Zeitenwende (Friedrich Hölderlin – Novalis – Heinrich Heine – Friedrich Hebbel – Ricarda Huch). 2. Auflage. Neuer Hochschul-Schriften-Verlag, Rostock 2001, ISBN 3-935319-80-0.

ArtikelBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Ricarda Huch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Ricarda Huch – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Silke Köstler-Holste: Ricarda Huch (1864–1947). Einführung in ihr Leben und Werk. Jubiläumsband zu ihrem 50. Todestag anlässlich des internationalen Ricarda-Huch-Forschungssymposions vom 15.–17. November 1997 in Braunschweig. Band 2, S. VI.
  2. Marie Huch: Im Treibsand der Geschichte. Die Lebenserinnerungen an die Braunschweiger Zeit von Marie Huch, geb. Gerstäcker und Friedrich Huch. Herausgegeben von Karlwalther Rohmann. A. Graff, Braunschweig 1978, ISBN 3-87273-029-0.
  3. Rolf Hagen: Huch, Familie. In: Luitgard Camerer, Manfred Garzmann, Wolf-Dieter Schuegraf (Hrsg.): Braunschweiger Stadtlexikon. Joh. Heinr. Meyer Verlag, Braunschweig 1992, ISBN 3-926701-14-5, S. 111.
  4. Du, mein Dämon, meine Schlange … Briefe an Richard Huch 1887–1897. Nach dem handschriftlichen Nachlass. In: Anne Gabrisch (Hrsg.): Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Band 72. Wallstein, Göttingen 1998, ISBN 978-3-89244-184-7 (archive.org).
  5. Christina Krafczyk: Constantin Uhde. Bauen in Braunschweig. (= Quellen und Forschungen zur Braunschweigischen Landesgeschichte. Band 50.) Braunschweigischer Geschichtsverein (Hrsg.), Appelhans Verlag, Braunschweig 2016, ISBN 978-3-944939-20-9, S. 239.
  6. Gerd Biegel: Huch, Ricarda (= Richard Hugo) Dr. In: Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon – 19. und 20. Jahrhundert. Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1996, ISBN 3-7752-5838-8, S. 293.
  7. Wolfgang Kimpflinger: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Band 1.1.: Stadt Braunschweig, Teil 1. Hameln 1993, ISBN 3-87585-252-4, S. 242.
  8. Ricarda Huch: Erinnerungen an Anna Klie. In: Heinrich Spiero (Hrsg.): Wilhelm Raabe und sein Lebenskreis. S. 129.
  9. Anna Gabrisch (Hrsg.): Ricarda Octavia Huch: Du, mein Dämon, meine Schlange … Briefe an Richard Huch 1887–1897. Band 1 (= Veröffentlichungen der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Band 72). Wallstein, Darmstadt 1998, ISBN 978-3-89244-184-7.
  10. zitiert nach: Else Hoppe (Hrsg.): Unveröffentlichte Briefe Ricarda Huchs an ihre Braunschweiger Freundin Anna Klie. S. 150.
  11. Arbeitskreis Andere Geschichte (Hrsg.): Braunschweiger Frauen. Gestern und Heute. Sechs Spaziergänge. Braunschweig 2002, ISBN 978-3-929778-08-3, S. 55.
  12. Ricarda Huch: Frühling in der Schweiz. Autobiographische Darstellung. Zürich 1938. Erschienen in: Gesammelte Werke, Band 11. Kiepenheuer & Witsch, Köln/Berlin 1966, S. 183.
  13. a b c Dorit Krusche: Wilder, böser, schöner. In: Die Zeit, Nr. 30 vom 17. Juli 2014, S. 17.
  14. a b c d e f Levke Harders: Ricarda Huch 1864-1947. Deutsches Historisches Museum, Berlin, 14. September 2014, abgerufen am 4. Juni 2021.
  15. Die Neutralität der Eidgenossenschaft, besonders der Orte Zürich und Bern, während des spanischen Erbfolgekrieges. 1892, abgerufen am 4. Juni 2021.
  16. a b Urs Bitterli: Ricarda Huch, Frühling in der Schweiz (1938). Journalistischer Mehrwert, 2. Juli 2020, abgerufen am 4. Juni 2021.
  17. a b Ricarda Huch - Ihr Leben | Ricarda Huch Portal. Abgerufen am 4. Juni 2021 (deutsch).
  18. Katia Mann: Meine ungeschriebenen Memoiren. Frankfurt am Main 2002, S. 55.
  19. Gerhart Hauptmann: Ricarda Huch - Kampf um Meinungsfreiheit in finsteren Zeiten. Bayerischer Rundfunk - Telekolleg Multimedial, abgerufen am 5. Juni 2021.
  20. Siehe den Artikel Bücher deutscher Geschichte: Ein neues Werk Ricarda Huchs (Memento vom 7. September 2014 im Internet Archive) in der Ausgabe Februar 1935 der Monatsschrift Weiße Blätter
  21. Schreiben Kolbs abgedruckt bei Joachim Hendel u. a. (Bearb.): Wege der Wissenschaft im Nationalsozialismus. Dokumente zur Universität Jena, 1933–1945. Steiner, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-515-09006-3, S. 181–183.
  22. Alexander Hollerbach: Streiflichter zu Leben und Werk Franz Böhms (1895–1977). In: Dieter Schwab (Hrsg.): Staat, Kirche, Wissenschaft in einer pluralistischen Gesellschaft. Festschrift zum 65. Geburtstag von Paul Mikat. Duncker & Humblot, Berlin 1989, S. [283]–299 (PDF; 878,61 kB)
  23. Wolfgang Matthias Schwiedrzik: Editorische Vorbemerkung. In: Ricarda Huch: In einem Gedenkbuch zu sammeln … Bilder deutscher Widerstandskämpfer. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1997, S. 43, 48, 67–70. Weisenborns Der lautlose Aufstand enthält in der Titelei und auf dem Einband die Aussage „Nach dem Material von Ricarda Huch“. Diese Aussage sei jedoch, so Schwiedrzik, eine Erfindung der Werbeabteilung des Rowohlt-Verlages. Das Material Huchs sei für Weisenborns Buch nur eine Quelle unter vielen anderen gewesen; auch sei Weisenborns Darstellung des Widerstands anders gewichtet, als Huch das für gut befunden hätte.
  24. Florian Russi: Ricarda Huch. In: Thüringen-Lese des Bertuch Verlages.
  25. Berühmte Persönlichkeiten, die in der Stadt Jena wirkten. In: Website „Entdecke Jena“.
  26. Holger Zürch: Mit freiem Volk auf freiem Grunde. 15 Jahre Thüringer Landtag im Rückblick einstiger Abgeordneter aus den Gründerjahren im Freistaat Thüringen. Leipzig 2006, ISBN 978-3-939404-01-9, S. 240. Nachweis: Deutsche Nationalbibliothek
  27. Ines Geipel: Die Gruppe 47 Ost. In: Ines Geipel, Joachim Walther: Gesperrte Ablage. Unterdrückte Literaturgeschichte in Ostdeutschland 1945–1989. Lilienfeld Verlag, Düsseldorf 2015, ISBN 978-3-940357-50-2, S. 40f.
  28. Wegweiser zu den Grabstätten bekannter Persönlichkeiten auf Frankfurter Friedhöfen. Frankfurt am Main 1985, S. 45.
  29. Literatur. Basiswissen Schule. Duden Schulbuchverlag, 2. Auflage, Mannheim/Berlin 2010, ISBN 978-3-89818-061-0, S. 356.
  30. Claudia Bruns: Ricarda Huch und die Konservative Revolution. (PDF) Werkstatt Geschichte, 2000, abgerufen am 6. Juni 2021.
  31. VIAF - Erscheinungsländer. Abgerufen am 6. Juni 2021.
  32. Gisela Brinker-Gabler: Deutsche Literatur von Frauen. 19. und 20. Jahrhundert. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung, München 1988, ISBN 3-7632-3482-9, S. 73.
  33. Zur Ricarda Huch Poetikdozentur. Technische Universität Braunschweig, abgerufen am 5. Juni 2021.
  34. Ricarda Huch Poetikdozentur für Gender in der literarischen Welt. Braunschweiger Netzwerk für Gender und Diversity Studies, 2020, abgerufen am 5. Juni 2021.
  35. Ricarda-Huch-Gymnasium Hagen. Abgerufen am 4. Juni 2021.
  36. Ricarda-Huch-Realschule Dortmund. Abgerufen am 4. Juni 2021.
  37. Städtische Ricarda-Huch-Realschule. Abgerufen am 4. Juni 2021.
  38. Ricarda-Huch-Bogen. Abgerufen am 6. Juni 2021.
  39. Ricarda-Huch-Hof. Abgerufen am 6. Juni 2021.
  40. Ricarda-Huch-Ring. Abgerufen am 6. Juni 2021.
  41. Ricarda-Huch-Wege in Deutschland. Abgerufen am 6. Juni 2021.
  42. Ricarda-Huch-Haus Jena. Abgerufen am 5. Juni 2021.
  43. Ricarda-Huch-Haus Braunschweig. Stadt Braunschweig, abgerufen am 5. Juni 2021.
  44. Quellen der Werke: M. Baum: Leuchtende Spur – das Leben Ricarda Huchs. 4. Auflage. 1964; Recherchen von Chr. Zemmrich 2007.
  45. a b Richarda Huch: Gedichte. DNB-Katalog, abgerufen am 5. Juni 2021.
  46. Ricarda Huch: Neue Gedichte. Projekt Gutenberg, abgerufen am 5. Juni 2021.
  47. Stein – der Erwecker des Reichsgedankens. Erinnerung an Ricarda Huch. In: Die ottonische Reichskrone. Bücher, Texte und Bilder – zusammengestellt von Peter Godzik, S. 9. In: Website von Peter Godzik (PDF; 369,01 kB)
  48. wieder in Marlis Gerhardt (Hrsg.): Essays berühmter Frauen. Von Else Lasker-Schüler bis Christa Wolf. Insel, Frankfurt am Main 1987, wieder 1997, ISBN 3-458-33641-9. (Mit Kurzbiographien)