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Ralph Müller (* 15. Februar 1963 in Nürnberg) ist ein deutscher Politiker der AfD.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung und BerufBearbeiten

Müller studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bayreuth sowie Humanmedizin und Zahnmedizin mit wissenschaftlicher Tätigkeit in der Schmerzforschung/Pharmakologie an der Universität Erlangen. Dort erfolgte auch seine Promotion[1] Er war als Zahnarzt in Bayern tätig. Von 1992 bis 2007 war er Inhaber zweier großer Zahnarztpraxen in Nürnberg-Innenstadt.[1]

PolitikBearbeiten

Müller ist Mitglied der bayerischen AfD. Bei der bayerischen Landtagswahl 2018 kandidierte er als Stimmkreisabgeordneter im Stimmkreis Nürnberger Land und auf Listenplatz 2 der AfD in Mittelfranken.[1] Er zog als Abgeordneter in den Bayerischen Landtag ein.[2] Er ist Mitglied des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr. Müller wohnt mit seiner Familie in Altdorf bei Nürnberg.

KontroversenBearbeiten

Im Februar 2019 wurde gegen Müller im Landtag eine Rüge ausgesprochen. Müller äußerte bei einer Rede zum Thema „Winterfütterungen von Wildtieren“: „Diese Waffen- und Tresorkontrollen sind Elemente eines totalitären Staates. Und die passen gut zu Ihrer Stasi- und Schnüffelkanzlerin“. Landtagspräsidentin Ilse Aigner wertete die Aussagen als „wahrheitswidrig, ehrverletzend und beleidigend und dem Ansehen unseres Hohen Hauses nicht zuträglich“. Es war die erste Rüge im Bayerischen Landtag seit 25 Jahren.[3]

Am 26. Juni 2019 erregte Ralph Müller während der Trauerminute im Bayerischen Landtag für den durch einen Rechtsextremen getöteten CDU-Politiker Walter Lübcke mediale Aufmerksamkeit, als er als einziges MdL sitzen blieb. Müller erhob sich erst, als in der rund zweieinhalbminütigen Rede von Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) an einen weiteren verstorbenen früheren Abgeordneten erinnert wurde.[4] Müller selbst konnte „in dem Verhalten“ keine Schuld sehen, denn dass er „ein paar Sekunden“ sitzengeblieben sei, habe daran gelegen, dass er gerade eine geplante Rede überarbeitet habe. Erst nach vielfacher Kritik aller im Landtag vertretenen Parteien – auch der AfD-Abgeordnete Franz Bergmüller hatte ihm vorgeworfen, der Fraktion „schwer geschadet“ zu haben – entschuldigte sich Müller „ausdrücklich“ für sein Verhalten.[5][6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Ralph Müller - Alternative für Deutschland. Abgerufen am 21. Oktober 2018 (deutsch).
  2. Sueddeutsche.de: Das sind die neuen AfD-Abgeordneten, Beitrag vom 17. Oktober 2018.
  3. AfD-Attacke gegen Merkel: Erste Rüge im Landtag seit 25 Jahren, Beitrag vom 26. Februar 2019 auf br.de.
  4. Wolfgang Wittl: AfD-Abgeordneter löst Eklat beim Gedenken an Lübcke aus. In: Süddeutsche.de. 26. Juni 2019, abgerufen am 11. Juli 2019.
  5. AfD-Abgeordneter löst Eklat im bayerischen Landtag aus. www.zeit.de, Beitrag vom 26. Juni 2019.
  6. Bayerischer Landtag: 22. Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 26.06.2019, Eröffnung. 26. Juni 2019, abgerufen am 26. Juni 2019.