Petersberg (Saalekreis)

Einheitsgemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt

Petersberg ist eine Einheitsgemeinde im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Petersberg
Petersberg (Saalekreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Petersberg hervorgehoben

Koordinaten: 51° 36′ N, 11° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Saalekreis
Höhe: 153 m ü. NHN
Fläche: 102,68 km2
Einwohner: 9498 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 93 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06193
Vorwahlen: 034600, 034602, 034603, 034604, 034606
Kfz-Kennzeichen: SK, MER, MQ, QFT
Gemeindeschlüssel: 15 0 88 295
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Götschetalstr. 15
06193 Petersberg
Website: www.gemeinde-petersberg.de
Bürgermeister: Ronny Krimm
Lage der Gemeinde Petersberg im Saalekreis
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Der Petersberg mit Kirche, Sendeturm, Bismarckturm und Fernsehturm aus südwestlicher Richtung

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Petersberg erstreckt sich von der Saale nördlich von Halle (Saale) über den markanten Petersberg bis zur Fuhneaue.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Einheitsgemeinde Petersberg gehören die Ortschaften:

Ortschaft Einwohner Ortsteile
BrachstedtGutenbergKrosigkKüttenMösthinsdorfMorlNehlitzOstrauPetersberg (Petersberg)SennewitzTeichaWallwitz 
Über dieses Bild
Die Ortschaften von Petersberg
(anklickbare Karte)
Brachstedt 911 Brachstedt, Hohen und Wurp
Gutenberg 1244 Gutenberg
Krosigk 845 Kaltenmark und Krosigk
Kütten 432 Drobitz und Kütten
Morl 934 Alaune, Beidersee, Morl und Möderau
Nehlitz 402 Nehlitz
Ostrau 1543 Mösthinsdorf, Ostrau und Werderthau
Petersberg 659 Drehlitz, Frößnitz und Petersberg
Sennewitz 1718 Grube Ferdinande und Sennewitz
Teicha 1446 Teicha
Wallwitz 1139 Dachritz, Merkewitz, Sylbitz, Trebitz, Wallwitz und Westewitz

GeschichteBearbeiten

Bis zur Bildung der Einheitsgemeinde Petersberg am 1. Januar 2010 gab es eine kleine Gemeinde Petersberg mit 685 Einwohnern (2008), die Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Götschetal-Petersberg war. Die Verwaltungsgemeinschaft löste sich ebenfalls zum 1. Januar 2010 auf.

EingemeindungenBearbeiten

 
Gemeindeverwaltung in Wallwitz

Eingemeindungen auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Petersberg fanden in den Jahren 1938, 1950[2], 2005[3], 2006[4] und 2010[5] statt.

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Beidersee 01.07.1950 Eingemeindung nach Morl
Brachstedt 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Dachritz 01.10.1938 Eingemeindung nach Wallwitz
Drehlitz 01.07.1950 Eingemeindung nach Petersberg
Drobitz 01.07.1950 Eingemeindung nach Kütten
Frößnitz 01.04.1938 Eingemeindung nach Petersberg
Götschetal 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Gutenberg 01.07.2006 Eingemeindung nach Götschetal
Hohen 01.04.1938 Eingemeindung nach Brachstedt
Kaltenmark 01.07.1950 Eingemeindung nach Krosigk
Krosigk 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Kütten 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Merkewitz 01.10.1938 Eingemeindung nach Wallwitz
Möderau 01.07.1950 Eingemeindung nach Morl
Morl 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Mösthinsdorf 01.01.2005 Eingemeindung nach Ostrau
Nehlitz 01.07.2006 Eingemeindung nach Götschetal
Ostrau 01.01.2010 Eingemeindung nach Petersberg
Sennewitz 01.07.2006 Eingemeindung nach Götschetal
Sylbitz 01.10.1938 Eingemeindung nach Wallwitz
Teicha 01.07.2006 Eingemeindung nach Götschetal
Trebitz 01.10.1938 Eingemeindung nach Wallwitz
Wallwitz 01.07.2006 Eingemeindung nach Götschetal
Werderthau 01.07.1950 Eingemeindung nach Ostrau
Westewitz 01.10.1938 Eingemeindung nach Wallwitz
Wurp 01.04.1938 Eingemeindung nach Brachstedt

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Der erste Bürgermeister der Einheitsgemeinde wurde am 25. April 2010 gewählt. Im ersten Wahlgang erreichte Ulli Leipnitz die absolute Mehrheit. Am 12. März 2017 wurde er mit 90,35 % der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang im Amt bestätigt.

Am 18. Oktober 2020 zum neuen Bürgermeister gewählt wurde Ronny Krimm.[6]

GemeinderatBearbeiten

[7] (Wahlperiode 2017–2019)

  • 6 Sitze: Freie Wählergemeinschaft Götschetal FWG – G
  • 3 Sitze: CDU
  • 3 Sitze: Bürger für Petersberg – BfP
  • 2 Sitze: Zukunft Ostrau Mösthinsdorf Werderthau
  • 2 Sitze: Die Linke
  • 2 Sitze: Parteilos (Einzelbewerber)
  • 1 Sitz: Alternative für Deutschland – AfD
  • 1 Sitz: Sozialdemokratische Partei Deutschlands – SPD

WappenBearbeiten

Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und am 4. März 2011 durch den Landkreis genehmigt.

Blasonierung: „In mit elf silbernen Sternen bestreuten blauem Schild ein golden bedachtes und bekreuztes silbernes Kirchenschiff mit schwarzen Bogenfenstern auf gewölbtem goldenem Schildfuß, dieser belegt mit einem rot bewehrten, dreizehigen, steigenden schwarzen Löwen mit ausgeschlagener Zunge.“[8]

Anknüpfend an den Namen der neuen Gemeinde führt das Wappen als Symbole das Schiff der Stiftskirche St. Petrus auf einem gewölbten Schildfuß (Berg), der belegt ist mit dem Wappenzeichen der Wettiner, dem steigenden schwarzen Löwen. Die 11 Sterne im Schild symbolisieren die sich zusammengeschlossenen Gemeinden.[9]

Die Farben der Gemeinde sind: Weiß-Blau.

FlaggeBearbeiten

Die Flagge ist blau-weiß-blau (1:4:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Steifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.[8]

Sehenswürdigkeiten und SportBearbeiten

 
Stiftskirche St. Petrus
 
Burg Krosigk um 1860
 
Barockschloss Ostrau

Die Kulturdenkmale der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.

KirchenBearbeiten

  • Romanische Chorturmkirche in Sylbitz (Wallwitz)
  • Romanische Kirche im Ortsteil Gutenberg
  • Wehrkirche im Ortsteil Krosigk
  • Kirche (12. Jahrhundert) mit Orgel im Ortsteil Mösthinsdorf
  • Stiftskirche St. Petrus im Ortsteil Petersberg, Station der Straße der Romanik
  • Kirche St. Mauritius (um 1100) im Ortsteil Teicha
  • St.-Michael-Kirche Brachstedt
  • Kirche St. Georg in Morl, 13. Jahrhundert

Burgen und SchlösserBearbeiten

MuseenBearbeiten

  • Das Museum Petersberg zeigt die Geschichte des Saalkreises und ist bekannt durch zahlreiche Sonderausstellungen.
  • In Krosigk gibt es eine Heimatstube.
  • In Gutenberg befindet sich die Saalkreis-Kunstgalerie.

TierparkBearbeiten

  • Tierpark Petersberg

MühleBearbeiten

  • Wind- und Wassermühle im Ortsteil Krosigk

FelskletternBearbeiten

Der Goethe- und der Krosigker Bruch sind vom Deutschen Alpenverein registrierte Steinbrüche.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

TelekommunikationBearbeiten

Auf dem Petersberg befinden sich der Fernmeldeturm Petersberg sowie ein Fernmeldehochhaus.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Otto Tornau (1886–1982), Pflanzenbauwissenschaftler, geboren in Beidersee

WeblinksBearbeiten

Commons: Petersberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2019 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2006
  5. StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010
  6. Eisner (Gemeindewahlleiterin): Bekanntmachung des endgültigen Wahlergebnisses der Bürgermeisterstichwahl am 18.10.2020. In: gemeinde-petersberg.de. Gemeinde Petersberg, 21. Oktober 2020, abgerufen am 9. November 2020.
  7. http://www.gemeinde-petersberg.de/de/gemeinderat.html
  8. a b Amtsblatt des Landkreis Nr. 17/2011 Seite 4
  9. Jörg Mantzsch: Das Wappen der Gemeinde Petersberg, Dokumentation zum Genehmigungsverfahren, Hinterlegt beim Landkreis Saalekreis 2010 (Gutachten: Landeshauptarchiv Magdeburg)