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Marktgemeinde
Pernitz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Pernitz
Pernitz (Österreich)
Pernitz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Wiener Neustadt-Land
Kfz-Kennzeichen: WB
Fläche: 16,75 km²
Koordinaten: 47° 54′ N, 15° 58′ OKoordinaten: 47° 54′ 0″ N, 15° 58′ 0″ O
Höhe: 430 m ü. A.
Einwohner: 2.495 (1. Jän. 2019)
Postleitzahlen: 2761, 2763
Vorwahl: 02632
Gemeindekennziffer: 3 23 23
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gentzschgasse 1
2763 Pernitz
Website: www.pernitz.co.at
Politik
Bürgermeister: Hubert Postiasi (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
9
5
5
1
1
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Pernitz im Bezirk Wiener Neustadt-Land
Bad ErlachBad Fischau-BrunnBad SchönauBrombergEbenfurthEggendorfFelixdorfGutensteinHochneukirchen-GschaidtHochwolkersdorfHohe WandHollenthonKatzelsdorfKirchschlag in der Buckligen WeltKrumbachLanzenkirchenLichteneggLichtenwörthMarkt PiestingMatzendorf-HöllesMiesenbach (Niederösterreich)MuggendorfPernitzRohr im GebirgeSchwarzenbachSollenauTheresienfeldWaidmannsfeldWaldeggWalpersbachWeikersdorf am SteinfeldeWiesmathWinzendorf-MuthmannsdorfWöllersdorf-SteinabrücklZillingdorfWiener NeustadtNiederösterreichLage der Gemeinde Pernitz im Bezirk Wiener Neustadt-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Pernitz von Nordosten gesehen
Pernitz von Nordosten gesehen
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Pernitz ist eine Marktgemeinde mit 2495 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) in Niederösterreich in Österreich.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Pernitz liegt im Piestingtal in Niederösterreich.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften und gleichnamigen Katastralgemeinden (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

NachbargemeindenBearbeiten

Die Pernitzer Nachbargemeinden sind Gutenstein, Muggendorf, Waidmannsfeld, Waldegg, die ebenfalls zum Bezirk Wiener Neustadt-Land gehören, sowie im Bezirk Baden die Gemeinden Hernstein und Pottenstein.

GeschichteBearbeiten

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Später unter den Römern lag das heutige Pernitz dann in der Provinz Pannonia.

Der Name stammt von perenica, was ein Bach, an dem mit glühenden Kohlen gearbeitet wird bedeutet. Dieser Name stammt aus dem Slawischen. Vor den Slawen waren bereits Kelten an diesem Ort.

1165 wird der Ort im Falkensteiner Codex erstmals erwähnt. Der Ort wurde 1632 vom Grafen Hoyos gekauft, wodurch es mit dem Ort aufwärtsging. Rückschläge waren jedoch die Pest 1679 und bald darauf die zweite Türkenbelagerung 1683.

1828 wurde die Straße über den Hals ins Triestingtal gebaut, 1877 die Gutensteinerbahn oder Piestingtalbahn. Dies bedeutete einen weiteren Fortschritt, ebenso wie der Bau einer Hochquellenwasserleitung im Jahr 1904 und der Elektrifizierung im Jahr 1908.

Am Ende das Tales von Feichtenbach befindet sich das 1904 gegründete ehemalige Sanatorium Wienerwald, ursprünglich eine Lungenheilanstalt, die im Dritten Reich als Lebensborn-Heim genutzt wurde. Nach einem Umbau durch Franz Mörth wurde das Gebäude ab 1952 bis in die 1980er das ÖGB-Heim „Karl Maisel der Metall- und Bergarbeiter“, später ein Erholungsheim der Krankenkasse und zuletzt das „Hotel Feichtenbach“. Das architektonisch interessante Gebäude ist seit 2002 ohne Nutzung.

Zum Markt wurde Pernitz am 16. Juli 1961 erhoben.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 


ReligionBearbeiten

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 64,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 4,2 % evangelisch. 9,2 % sind Muslime, 1,4 % gehören orthodoxen Kirchen an. 18,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 6 ÖVP, und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 SPÖ, 5 ÖVP, und 3 FPÖ.[3]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 SPÖ, 6 ÖVP, 3 FPÖ, und 1 Bürgerliste Pernitz.[4]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 12 SPÖ, 7 ÖVP, und 2 LWP.
  • Der Gemeinderat war 2006 aufgrund von Mandatsniederlegungen von ÖVP und LWP (Liste „Wir Pernitzer“) beschlussunfähig geworden. Bei der aus diesem Grund vorgezogenen Gemeinderatswahl im April 2006 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 7 SPÖ, 7 ÖVP, 4 Liste Rupprecht, und 3 LWP.[5]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 6 SPÖ, 3 Liste LWP, 1 Liste SBR, und 1 Grüne.[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 9 ÖVP, 5 Liste Wir Pernitzer, 5 SPÖ, 1 FPÖ, und 1 Grüne.[7]

Nach der Gemeinderatswahl einigten sich die ÖVP und SPÖ auf eine Koalition. Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung am 23. Februar wurden Hubert Postiasi (ÖVP) zum Bürgermeister und Christine Scheibenreif (SPÖ) zur Vizebürgermeisterin gewählt.

Bürgermeister[8]
  • bis 9. Mai 1945 Josef Sumasgutner
  • 1945-1945 Hans Mayer, Amtszeit vom 9. bis 30. Mai 1945
  • 1945-1946 Franz Lenz
  • 1946-1947 Franz Moderegger
  • 1947–1974 Julius Berger (SPÖ)
  • 1974-1984 Johann Federsel (SPÖ)
  • 1984-1994 Walter Wastl (SPÖ)
  • 1994–2005 Frieda Rauchegger (SPÖ)
  • 2005–2006 Silvia Rupprecht (SPÖ)
  • 2006–2015 Rudolf Postl (ÖVP)
  • seit 2015 Hubert Postiasi (ÖVP)

Kultur- und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche Pernitz
 
Der „Luckerte Stein“ in Pernitz
  • Die römisch-katholische Pfarrkirche von Pernitz ist dem Heiligen Nikolaus geweiht. Der sechseckige Bauteil mit dem Hauptraum wurde von 1969 bis 1970 nach Plänen des Architekten Georg Lippert errichtet. Ihm ist eine Seitenkapelle angeschlossen, die aus dem gotischen Chor des Vorgängerbaus besteht.[9]
  • Die bekannte Kalksteinformation „Luckerter Stein“ befindet sich auf einem Hügel nördlich des Ortes.

WirtschaftBearbeiten

Die Wirtschaft von Pernitz ist vor allem durch eine landwirtschaftliche und kleingewerbliche Struktur geprägt, hat aber auch durch die im Ortsteil Ortmann ansässige Papierfabrik (früher im Besitz des Bunzl-Konzerns, heute der Essity) überregionale industrielle Bedeutung.

Durch das vielfältige Freizeit- und Kulturangebot ist Pernitz auch ein beliebter Fremdenverkehrsort.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
  • John Bunzl (* 1945), österreichischer Politikwissenschaftler, Nahostexperte und Soziologe
  • Petra Gamper-Wleczek (*1966), viermalige Weltcupsiegerin im Skibob

Historische LandkartenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pernitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Gemeindeänderungen ab 1945 (Vereinigungen, Teilungen, Namens- u. Statusänderungen). Statistik Austria, S. 169, abgerufen am 7. Februar 2019.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Pernitz. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 13. September 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Pernitz. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 13. September 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Pernitz. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 13. September 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Pernitz. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 13. September 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Pernitz. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 13. September 2019.
  8. Peter Apfl: Pernitz. In: Der niederösterreichische Bezirk Wiener Neustadt und seine Gemeinden. Wiener Neustadt 1996, S. 177.
  9. Georg Lippert. In: Architektenlexikon Wien 1770–1945. Herausgegeben vom Architekturzentrum Wien. Wien 2007.