Oliver Wnuk

deutscher Theater- und Filmschauspieler, Romancier und Hörspielautor

Oliver K. Wnuk (* 28. Januar 1976 in Konstanz) ist ein deutscher Schauspieler, Autor und Hörspielsprecher.

Oliver Wnuk, 2012

LebenBearbeiten

 
Wnuk mit Yvonne Catterfeld, 2007

Nach dem Abitur an der Geschwister-Scholl-Schule Konstanz betreute Wnuk während seines Zivildienstes geistig und körperlich behinderte Kinder. Ab 1994 hatte er erste Engagements im Stadttheater Konstanz. Von 1996 bis 2000 absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theater-Akademie August Everding in München. Nebenher spielte er am Akademietheater München und am Bayerischen Staatsschauspiel. Ab 1997 hatte er einige Fernsehauftritte, zum Beispiel in Der Bulle von Tölz, Doppelter Einsatz und Tramitz and Friends. Sein Kinodebüt hatte er im Jahr 2000 in dem Thriller Anatomie mit Franka Potente.

In der NDR-Krimireihe K3 – Kripo Hamburg spielte er ab 2003 den Oberkommissar Murat Alpay, bis das Format 2007 eingestellt wurde. Von 2004 bis 2012 hatte er in der ProSieben-Serie Stromberg an der Seite von Christoph Maria Herbst, der die Titelfigur spielte, eine durchgehende Rolle als Ulf Steinke. In derselben Rolle war er 2014 in Stromberg – Der Film im Kino zu sehen. Des Weiteren war er von 2012 bis 2015 Ensemblemitglied in der WDR-Serie Die LottoKönige. Seit 2010 verkörpert er den Kriminaloberkommissar Hinnerk Feldmann in der ZDF-Reihe Nord Nord Mord.

Wnuk ist auch als Schriftsteller tätig. So schrieb er 2003 das Ein-Mann-Stück Einfach nur Siggi, mit dem er 2004 und 2005 am Stadttheater Konstanz auftrat. 2009 verfasste er mehrere Songtexte für das Album Blau im Blau seiner Lebensgefährtin Yvonne Catterfeld, das Paar lernte sich bei den Dreharbeiten zu dem Kinofilm U-900 kennen.[1] Im März 2011 erschien im Krüger-Verlag unter dem Titel Wie im richtigen Film sein erster Roman, sein zweiter, Luftholen, folgte im Februar 2013. Für den SWR schrieb er die Hörspiele Aufstieg und Fall des Siggi S. (2010) sowie Luftholen (2013), das Hörspiel zu seinem zweiten Roman.

2019 verfasste er für die ARD/Degeto das Konzept zur Fernsehreihe Das Leben ist kein Kindergarten. Der erste Film wurde noch im selben Jahr mit Wnuk in der Hauptrolle verfilmt.

Wnuk, der in Berlin lebt, hat aus einer früheren Beziehung eine Tochter.[2] Am 19. April 2014 wurden er und Catterfeld Eltern eines Sohnes.[3]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

HörspielproduktionenBearbeiten

  • 2005: Das kalte Herz, SWR 2006
  • 2007: Mord im Zeichen des Zen, SWR 2007
  • 2008: Paddy, der kleine Pirat
  • 2008: Matthias Wittekindt: Tod eines Tauchers. Regie: Norbert Schaeffer. Radio-Tatort, NDR 2008, Der Hörverlag 2010, ISBN 978-3-86717-267-7
  • 2009: Leben und Schicksal, NDR 2009
  • 2010: Matthias Wittekindt: Störtebekers Rache. Regie: Norbert Schaeffer. Radio-Tatort, NDR 2010
  • 2010: Hugo Rendler: Finkbeiners Geburtstag. Radio-Tatort, SWR 2010
  • 2010: Die Kaperer, SWR 2010
  • 2010: Sinti-Jazz, Radio-Tatort, SWR 2010
  • 2011: Der Aufstieg und Fall des Siggi S. (SWR, Studio Freiburg)
  • 2011: Wie im richtigen Film (Hörbuch zum gleichnamigen Roman von Oliver Wnuk)
  • 2012: Der Pirat vom Bodensee, SWR 2012
  • 2012: Mir zwai allai, SWR 2012
  • 2013: Luftholen, SWR 2013 (Hörspiel zum gleichnamigen Roman von Oliver Wnuk)
  • 2013: Algorithmus der Liebe, randomhouse
  • 2013: Bin ich der Depp, randomhouse
  • 2015: Brändles Nichte, Radio-Tatort, SWR 2015
  • 2015: Bierleichen, SWR 2015
  • 2016: Sterben kann jeder, Radio-Tatort, SWR 2016
  • 2016: Miss you, randomhouse
  • 2017: ER & SIE. Eine Liebe in Paris, headroom
  • 2019: Love to share, randomhouse
  • 2019: 1965 – Der erste Fall für Thomas Engel, randomhouse

AuszeichnungenBearbeiten

  • Hörspiel des Monats April 2011 als Autor des Hörspiels Der Aufstieg und Fall des Siggi S. (SWR)
  • Zonser Hörspielpreis 2012: bestes regionales Hörspiel als Autor des Hörspiels Der Aufstieg und Fall des Siggi S. (SWR)[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Yvonne Catterfeld liebt „Stromberg“-Star. Bei: Welt Online, 24. November 2007
  2. Der hohe Preis des Ruhms@1@2Vorlage:Toter Link/content.stuttgarter-zeitung.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven) , abgerufen am 5. März 2011
  3. Yvonne Catterfeld hat an Ostern einen Sohn bekommen. Bei: Focus Online, 21. April 2014
  4. Pressemitteilung des SWR, 30. April 2012 (Memento vom 8. Mai 2012 im Internet Archive)