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Das doppelte Lottchen (2017)

Das doppelte Lottchen ist ein deutscher Fernsehfilm aus dem Jahr 2017. Es ist die dritte deutsche Verfilmung sowie die 14. Verfilmung insgesamt des Kinderbuches Das doppelte Lottchen von Erich Kästner. Regie führte Lancelot von Naso nach einem Drehbuch von Niko Ballestrem. Die Produktion übernahm Uschi Reich zusammen mit dem SWR. Der Film spielt in Salzburg, Frankfurt am Main und am Wolfgangsee und wurde auch dort sowie im Dahner Felsenland gedreht.

Filmdaten
Originaltitel Das doppelte Lottchen
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 90
93 (DVD) Minuten
Altersfreigabe FSK 0
Stab
Regie Lancelot von Naso
Drehbuch Niko Ballestrem
Erich Kästner (Roman)
Produktion Uschi Reich
Musik Klaus Doldinger
Kamera Lars Liebold
Schnitt Kilian von Keyserlingk
Besetzung

Inhaltsverzeichnis

HandlungBearbeiten

Die zehnjährigen Mädchen Lotte Körner aus Frankfurt am Main und Luise Palfy aus Salzburg treffen sich in einem Ferienhort am österreichischen Wolfgangsee. Die beiden sehen einander so ähnlich wie aus dem Gesicht geschnitten.

Luise, die Mathematik im Hort lernen soll, damit sie im Gymnasium nicht abrutscht, beeindruckt die anderen Kinder mit Geschichten, die sie mit ihrem Vater und dessen bestem Freund Mo in Afrika erlebt hat. Lotte möchte Musikerin werden und ist gut in Mathematik. Beide können sich zunächst nicht ausstehen, raufen sich aber bald zusammen und helfen sich gegenseitig beim Surfen, Kochen und in Mathematik. Später stellen sie fest, dass sie Zwillinge sind und nichts voneinander und vom jeweils anderen Elternteil wussten.

Bald beschließen die beiden Mädchen, die Rollen zu tauschen. Sie erzählen sich von ihrem Leben, damit Luise als Lotte zu ihrer Mutter Charlize nach Frankfurt am Main und Lotte als Luise zu ihrem Vater Jan nach Salzburg fahren kann. Sie wollen ihren Eltern beibringen, dass sie zusammen sein wollen. Beide tauschen noch ihre Smartphones aus, damit sie sich im Notfall helfen können.

Trotz der unterschiedlichen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften der Mädchen lassen sich die Erwachsenen zunächst täuschen. Nur Mos Hund Pepperl kann die beiden sofort untrüglich auseinander halten. Beide suchen bei dem jeweiligen Elternteil erfolglos nach Antworten darauf, wie es zur Trennung kam. Gemeinsam überlegen sie, wie sie die sich gerade entwickelnde Beziehung zwischen Jan und der Theaterleiterin Leni Gerlach sabotieren können, denn Luise hatte bemerkt, dass ihre Mutter die Aktivitäten von Jan und seiner Band auf dessen Website seit Jahren verfolgt.

Das Verwirrspiel fliegt auf, als Luise einen Kuchen backen will und ihre Großmutter Ama bemerkt, dass das Mädchen plötzlich nicht mehr bacḱen kann. Charlize und Luise rufen Jan an, der bei der kranken Lotte ist, und klären ihn über den Rollentausch auf. Anschließend fliegen Luise und Charlize nach Salzburg, um bei den beiden anderen zu sein.

Bei einem gemeinsamen Abendessen schlägt Charlize vor, sich mit Lotte in Salzburg eine Wohnung zu suchen und von dort aus übers Internet ihrer Arbeit nachzugehen. Damit sind alle einverstanden. Nachdem die Zwillinge das Zimmer verlassen haben und vorgeben, ins Bett zu gehen, beobachten sie, wie sich Jan und Charlize langsam wieder näher kommen.

In der Schlussszene kommentiert die Stimme der Großmutter Ama, dass die beiden Schwestern sich gefunden hätten, unabhängig davon, was schließlich aus ihren Eltern würde.

HintergrundBearbeiten

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Die Produzentin Uschi Reich, eine Kästnerkennerin, wollte den Film schon einige Jahre zuvor drehen, doch dann kam der Film Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen von Joseph Vilsmaier in die Kinos. Somit wartete die Produzentin eine Zeit lang, bis der Stoff wieder in aktuelle Themen mit einfließen konnte. Der Regisseurin Franziska Buch wurde das Angebot gemacht, Regie zu führen, musste aber wegen familiären Problemen absagen. Somit kam Lancelot von Naso ins Gespräch, der zuvor Waffenstillstand und die Frankfurter Krimi-Serie Kommissar Marthaler gemacht hatte. Für von Naso, der zuvor Kurzfilme im Genre Komödie gemacht hatte, war es der erste Film, bei dem er nicht das Drehbuch schrieb, und sein Debüt bei einem Kinder- und Komödienfilm.

Die Dreharbeiten fanden von Ende Juni bis Ende Juli 2016 großenteils in Salzburg statt. Es wurden aber auch Aufnahmen in Frankfurt am Main und im Dahner Felsenland durchgeführt und beliefen sich auf 26 Drehtage. Die Produktion übernahm der Sender SWR mit den Redakteuren Margret Schepers und Stephanie von Ehrenstein.

Seine Fernsehpremiere feierte der Film am 16. April 2017 im Osterprogramm des Ersten.

AuszeichnungenBearbeiten

  • 2017: Nominierung Lancelot von Naso für den Goldener Spatz in der Kategorie Spezial - Kinderfilme[1]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. [1], goldenerspatz.de