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Ober-Florstadt ist ein Stadtteil von Florstadt im hessischen Wetteraukreis.

Ober-Florstadt
Stadt Florstadt
Koordinaten: 50° 19′ 35″ N, 8° 52′ 37″ O
Höhe: 126 (121–128) m ü. NHN
Fläche: 3,57 km²[1]
Einwohner: 886 (31. Dez. 2015)[2]
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1970
Postleitzahl: 61197
Vorwahl: 06035

Inhaltsverzeichnis

Geografische LageBearbeiten

Durch das Dorf führt die Bundesstraße 275.

GeschichteBearbeiten

Besiedelt wurde der Ort wahrscheinlich schon zum Ende des 1. Jahrhunderts, als der Limes gebaut wurde. Südlich der heutigen Ortschaft befand sich das Kastell Ober-Florstadt. Im 8. Jahrhundert wurde Florstadt im Lorscher Codex genannt. 1365 wurde der Ort befestigt.

Bis 1806 gehörte der Ort zur Ganerbschaft Staden an der die Reichsburg Friedberg (1357), die Grafen zu Isenburg-Büdingen (1257) und die Freiherr Löw von und zu Steinfurth (3257) Anteile hatten. 1806 kam Ober-Florstadt im Zuge der Mediatisierung an das Großherzogtum Hessen.[1] Die Niedere Gerichtsbarkeit blieb den Standesherren erhalten und wurde ab 1820 durch das Patrimonialgericht Steinfurt ausgeübt. 1822 wurde dann das zum Landratsbezirk Butzbach gehörige „Großherzogliche Hessische Landgericht der Freiherren zu Löw“ in Friedberg gegründet in dem das Patrimonialgericht aufging.[3] Erst infolge der Märzrevolution 1848 wurden mit dem „Gesetz über die Verhältnisse der Standesherren und adeligen Gerichtsherren“ vom 15. April 1848 die standesherrlichen Sonderrechte endgültig aufgehoben.[4]

Am 1. Juli 1970 wurde Ober-Florstadt in die neue Gemeinde Florstadt eingegliedert.[5]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Ober-Florstadt, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 8. November 2017). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. „Einwohner Statistik“ im Internetauftritt der Stadt Florstadt, abgerufen im August 2016.
  3. Großherzogliches Ministerium des Inneren und der Justiz: Die Vereinigung der beiden bisherigen Löwischen Patrimonialgerichte in ein Landgericht betr. vom 13. November 1822. In: Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt. 1822 Nr. 36, S. 520 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 36,6 MB]).
  4. Großherzoglich Hessisches Regierungsblatt 1848, S. 237–241
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360.

WeblinksBearbeiten