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Niewitz

Ortsteil der Gemeinde Bersteland, Landkreis Dahme-Spreewald, Brandenburg

Niewitz (niedersorbisch Niwica)[2] ist ein Ortsteil der Gemeinde Bersteland im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Bis zur Eingemeindung nach Bersteland am 1. Februar 2002 war Niewitz eine eigenständige Gemeinde, die vom Amt Unterspreewald verwaltet wurde.

Niewitz
Gemeinde Bersteland
Koordinaten: 51° 56′ 11″ N, 13° 47′ 3″ O
Höhe: 52 m ü. NHN
Fläche: 14,29 km²
Einwohner: 353 (1. Jan. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 2002
Postleitzahl: 15910
Vorwahl: 035474
Dorfkirche Niewitz
Dorfkirche Niewitz

LageBearbeiten

Niewitz liegt in der Niederlausitz im Unterspreewald knapp zehn Kilometer westlich Lübben. Umliegende Ortschaften sind Rickshausen im Norden, der Lübbener Ortsteil Treppendorf im Osten, die Luckauer Ortsteile Kaden im Südosten, Duben im Süden sowie Karche-Zaacko und Kreblitz im Südwesten, Schiebsdorf in der Gemeinde Kasel-Golzig im Westen sowie Freiwalde im Nordwesten.

Niewitz liegt an einer Gemeindestraße, die nächstgelegene höherrangige Straße ist die Bundesstraße 115, die zwei Kilometer nördlich des Ortes verläuft. Im westlichsten Teil der Gemarkung von Niewitz verläuft die Bundesautobahn 13, deren nächstgelegene Anschlussstelle Freiwalde liegt etwa vier Kilometer entfernt.

Nördlich von Niewitz fließt die Berste, ein Nebenfluss der Spree.

GeschichteBearbeiten

Niewitz wurde erstmals 1345 erwähnt, schon damals unter seinem heutigen Namen. Der Ortsname leitet sich aus dem niedersorbischen Wort nieva ab und bedeutet fruchtbares Ackerland beziehungsweise fruchtbares Feld.[3]

Nach dem Wiener Kongress kam das vormals sächsische Niewitz an das Königreich Preußen und lag im Landkreis Luckau. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde dem neu gebildeten Kreis Lübben im Bezirk Cottbus zugeordnet. Nach der Wende lag die Gemeinde Niewitz im Landkreis Lübben in Brandenburg. Am 26. Oktober 1992 schloss die Gemeinde sich dem Amt Unterspreewald an. Nach der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 kam Niewitz schließlich zum neu gebildeten Landkreis Dahme-Spreewald. Am 1. Februar 2002 schloss sich Niewitz mit den Gemeinden Freiwalde und Reichwalde zu der neuen Gemeinde Bersteland zusammen. Am 1. Januar 2013 fusionierte das Amt Unterspreewald mit dem Amt Golßener Land, dadurch entstand das Amt Unterspreewald.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Einwohnerentwicklung in Niewitz von 1875 bis 2001[5]
Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1875 573 1939 476 1981 398
1890 585 1946 642 1985 402
1910 558 1950 566 1989 416
1925 483 1964 446 1995 368
1933 489 1971 429 2001 397

Sehenswürdigkeiten und TourismusBearbeiten

  • Die Dorfkirche Niewitz entstand in der Zeit um 1770. Zur Kirchenausstattung gehört unter anderem ein Kanzelaltar aus dem Ende des 17. Jahrhunderts.
  • Im Ort befindet sich ein Hotel mit über 200 Betten.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Niewitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Niewitz auf der Webseite des Amtes Unterspreewald
  • Niewitz in der RBB-Sendung Landschleicher vom 14. März 2004

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amt Unterspreewald – Einwohnermeldeamt (Hrsg.): Einwohnerzahlen des gesamten Amtes Unterspreewald (mit Gemeinden und Orts-/Gemeindeteilen) zum Stand 1. Januar 2017. Schönwalde 27. Juli 2017 (Kontaktdaten [abgerufen am 6. August 2017]).
  2. Arnošt Muka: Ḿeńa ds. městow a wsow. Bautzen/Budyšin 1928.
  3. Gemeinde Bersteland. In: unterspreewald.de. Amt Unterspreewald, abgerufen am 6. August 2017.
  4. Niewitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis. Abgerufen am 6. August 2017.
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. (PDF; 331 kB) Landkreis Dahme-Spreewald. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Dezember 2006, abgerufen am 6. August 2017.