Meghan Trainor

US-amerikanische Popsängerin und Songwriterin

Meghan Elizabeth Trainor[1] (* 22. Dezember 1993 auf Nantucket, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Songwriterin und Popsängerin.

Meghan Trainor (2015)

BiografieBearbeiten

Meghan Trainor wuchs in einer sehr musikalischen Umgebung auf und stand in der Jugend in einer Band mit mehreren Familienmitgliedern auf der Bühne.[2] Sie sang schon mit sechs und schrieb mit elf Jahren ihr erstes eigenes Lied. Vier Jahre lang war sie Sängerin der Band Island Fusion in ihrer Heimat auf der Insel Nantucket und spielte auch Gitarre, Keyboard und Trompete. An der High School in Cape Cod gehörte sie der dortigen Jazz-Band als Trompeterin an. Bei Johnny Spampinato, einem Mitglied von NRBQ, hatte sie Gitarrenunterricht. Sie nahm an Lehrgängen des Berklee College of Music in Boston teil und erreichte dort zweimal das Finale des Songwriter-Wettbewerbs. Mit 18 Jahren wurde sie vom Label Big Yellow Dog als Songschreiberin unter Vertrag genommen und Stücke mit ihrer Beteiligung wurden unter anderem von den Rascal Flatts und Sabrina Carpenter aufgenommen.

 
Meghan Trainor, 2014

Trainor hat auch früh schon selbstproduzierte Alben aufgenommen, aber erst mit dem Song All About That Bass bekam sie 2014 einen eigenen Plattenvertrag. Ursprünglich hatte sie das Lied zusammen mit Kevin Kadish für andere Künstler geschrieben, aber als der Labelchef L.A. Reid ihre Version hörte, nahm er sie für Epic Records unter Vertrag.[3] In dem Song im 50er-Jahre-Doo-Wop-Stil geht es um die Vorzüge von fülligen Frauen. Das Musikvideo, in dem unter anderem ein schwergewichtiger Mann Tanzbewegungen vollführt, wurde zu einem Internet-Erfolg und erreichte Mitte des Jahres in einem Monat über 1,5 Millionen Aufrufe bei YouTube.

Die Single erreichte zuerst in Australien und Neuseeland Platz eins der Charts und kam dann auch in den USA an die Spitze der Download-Charts. Einige Wochen später erreichte das Lied auch Platz eins in den Hot 100. Nachdem der Song im August in Europa veröffentlicht worden war, erreichte er unter anderem in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien Platz 1 der Charts. Die internationalen YouTube-Zugriffe stiegen bis Ende Mai 2015 auf über 840 Millionen. Im Oktober 2014 veröffentlichte sie ihre zweite Single Lips Are Movin. In den britischen Charts erreichte der Song Rang 2, in den US-Charts Rang 4. Bei der Echoverleihung 2015 war Trainor einer der internationalen Showacts.

Ihre dritte Single Dear Future Husband erschien im März 2015 und wurde mit Doppelplatin in den USA ausgezeichnet. Die vierte und letzte Single aus ihrem ersten Album Title ist Like I'm Gonna Lose You, die sie mit John Legend einsang. Die Single erschien im Juni 2015 und wurde wie ihr Vorgänger in den USA mit Doppelplatin ausgezeichnet. Im Oktober veröffentlichte Trainor den Song Better When I’m Dancin’, der Teil des Soundtracks des Films Die Peanuts – Der Film ist.

Ihre erste eigene Konzerttour That Bass Tour startete im Februar 2015 mit Sheppard als Vorband. Die Tour hatte einen Umfang von 36 Konzerten in Nord-Amerika, Asien, Ozeanien und Europa, davon auch drei in Deutschland, nämlich in Hannover, Hamburg und Köln. Die Tour endete im Juni desselben Jahres mit einem Konzert in London und war dort Teil des Summertime Ball.

Im März 2016 wurde NO, die von Ricky Reed produzierte erste Single aus ihrem Album Thank You veröffentlicht. Später folgten als Promotion-Singles die Songs Watch Me Do, I Love Me (featuring Lunchmoney Lewis), Better (featuring Yo Gotti) und Mom. Im Mai 2016 erschien die zweite Single Me Too. Das Video dazu wurde nach kurzer Zeit wieder gelöscht, da ihr Körper in dem Video ohne ihr Wissen digital bearbeitet worden war.[4] Am Tag darauf wurde das unbearbeitete Video veröffentlicht. Das Album wurde ebenfalls im Mai weltweit als CD und als Download veröffentlicht und konnte sich in Deutschland auf Platz 25 platzieren. Bei den Billboard Music Awards 2016 präsentierte sie ihre Single NO live und war in drei Kategorien nominiert. Sie veröffentlichte gemeinsam mit Charlie Puth die Single Marvin Gaye.

Im Dezember 2018 heiratete sie den Schauspieler Daryl Sabara.[5] Im Februar 2021 wurden sie Eltern eines Sohnes.[6] Im Januar 2020 erschien ihr drittes Album Treat Myself.

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
  DE   AT   CH   UK   US
2015 Title
Epic
DE14
(34 Wo.)DE
AT13
(21 Wo.)AT
CH2
(22 Wo.)CH
UK1
 
Platin

(59 Wo.)UK
US1
 
×3
Dreifachplatin

(107 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 9. Januar 2015
Verkäufe: + 3.965.000
2016 Thank You
Epic
DE25
(4 Wo.)DE
AT20
(2 Wo.)AT
CH16
(4 Wo.)CH
UK5
 
Silber

(9 Wo.)UK
US3
 
Platin

(47 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 13. Mai 2016
Verkäufe: + 1.185.000
2020 Treat Myself
Epic
DE99
(1 Wo.)DE
AT67
(1 Wo.)AT
CH28
(1 Wo.)CH
UK41
(1 Wo.)UK
US25
(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 31. Januar 2020
2022 Takin’ It Back
Epic
CH98
(1 Wo.)CH
UK67
(1 Wo.)UK
US16
(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2022US
Erstveröffentlichung: 21. Oktober 2022

Auszeichnungen und NominierungenBearbeiten

FilmografieBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Meghan Trainor in der Datenbank der Internet Movie Database, abgerufen am 1. September 2014
  2. Meghan Trainor On 'All About That Bass': It’s About 'Loving Your Body … And Your Booty' (Q&A), Gary Trust, Billboard, 29. Juli 2014
  3. Meghan Trainor On ‘All About That Bass’: 'I Wish There Was a Song Like This When I Was 13’, Billboard/AP, 11. August 2014
  4. http://web.archive.org/web/20160610163157/https://www.br.de/puls/musik/aktuell/meghan-trainor-loescht-video-in-dem-sie-zu-sehr-gephotoshopt-wurde-100.html
  5. Jeff Nelson: Meghan Trainor Marries Daryl Sabara in Backyard Wedding: 'I Got Way More Than I Ever Wished For'. people.com, 22. Dezember 2018.
  6. Meghan Trainor and Husband Daryl Sabara Welcome First Child, Son Riley

WeblinksBearbeiten

Commons: Meghan Trainor – Sammlung von Bildern