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Masholder ist ein Stadtteil (Ortsbezirk) von Bitburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Bis zur Eingemeindung am 7. Juni 1969 war Masholder eine eigenständige Gemeinde.[1][2]

Masholder
Stadt Bitburg
Koordinaten: 49° 56′ 59″ N, 6° 30′ 54″ O
Höhe: 320 m ü. NHN
Einwohner: 484 (31. Dez. 2016)Stadt Bitburg
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 54634
Vorwahl: 06561
Masholder (Rheinland-Pfalz)
Masholder

Lage von Masholder in Rheinland-Pfalz

St. Firminus, Quirinus, Ferrucius
Stattliche Hofanlage Im Wingert 9 mit bauzeitlicher Fassaden- und Innenarchitektur

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt in der Südeifel etwa 4 km südlich des Bitburger Zentrums. An Masholder fließt der Masholderbach – ein Zufluss der Nims – vorbei.

GeschichteBearbeiten

Die Ursprünge des Ortes Masholder gehen nach Überlieferungen vermutlich auf das 8. Jahrhundert zurück. Der Dorfkern weist noch alte Häuser auf und die etwa 220 Jahre alte Sankt-Quirinus-Kapelle. Zu allen Zeiten der Geschichte erzielte die Bevölkerung ihr Einkommen hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Dies hat sich erst in den vergangenen Jahrzehnten geändert – vor allem nach der Eingemeindung zur Stadt Bitburg.[3]

PolitikBearbeiten

Die Interessen des Stadtteils Masholder werden durch einen Ortsbeirat vertreten, dem sieben Mitglieder angehören. Ortsvorsteher ist Thomas Kröffges.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Katholische Filialkirche St. Quirinus, Firminus, Ferrutius
  • Friedhofskapelle am neuen Friedhof
  • Gemeindehaus mit Dorfgemeinschaftsplatz

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Masholder

Grünflächen und NaherholungBearbeiten

  • Mariengrotte
  • Kriegerdenkmal am alten Friedhof
  • Die über 160-jährige Linde auf dem alten Friedhof

Siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Masholder

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • In der Kirche St. Quirinus, Firminus, Ferrutius findet jede zweite Woche donnerstags eine Abendmesse statt.
  • Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest
  • Hüttenbrennen am ersten Wochenende nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag)[4][5]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Aufgrund der Nähe zu Bitburg gibt es in Masholder nur noch wenige Dienstleistungsunternehmen. Im Gewerbegebiet Masholderer Höhe haben sich mehrere Unternehmen angesiedelt. Ein wichtiger Arbeitgeber ist unter anderem das Deutsche Rote Kreuz mit einer Rettungswache. Des Weiteren sind dort eine Möbelschreinerei, eine KFZ Werkstatt sowie eine große Tunneltechnikfirma zu finden.

VerkehrBearbeiten

Masholder liegt zwischen den Bundesstraßen B 51 der B 257. Es bestehen Busverbindungen nach Bitburg, Trier, Prüm sowie Luxemburg-Stadt. An Fahrradwegen bestehen Anbindungen zum Nimstal-Radweg und zum Kylltal-Radweg.

Vereine und VerbändeBearbeiten

Wichtige Träger kultureller Bräuche sind die Freiwillige Feuerwehr Masholder und die Kirchengemeinde. Die Feuerwehr ist derzeit der einzige aktive Verein in Masholder. Sie ist untergliedert in die Jugendfeuerwehr Masholder, der Freiwilligen Feuerwehr sowie dem Feuerwehrförderverein Masholder.

LiteraturBearbeiten

  • Michael Berens: Katholische Filialkirche St. Quirinus, Firminus, Ferrutius. In: Geschichtlicher Arbeitskreis Bitburger Land (Hrsg.): Die Kirchen und Kapellen des Bitburger Landes. 1992, S. 62 (online [PDF; abgerufen am 13. Dezember 2017]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Masholder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Zur Suche nach Kulturgütern im Stadtteil Masholder der Stadt Bitburg in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 200 (PDF; 2,8 MB).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2017[Version 2019 liegt vor]. S. 59 (PDF; 1,9 MB).
  3. Masholder. Abgerufen am 13. März 2018.
  4. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  5. Hüttensonntag in der Eifel. Abgerufen am 10. August 2017.