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Lupita Nyong’o

kenianische Schauspielerin und Filmemacherin
Lupita Nyong'o auf der San Diego Comic-Con International (2017)

Lupita Amondi Nyong’o[1] (* 1. März 1983 in Mexiko-Stadt) ist eine kenianische Schauspielerin und Filmemacherin. Für ihre darstellerische Leistung einer Sklavin im Film 12 Years a Slave wurde sie bei der Oscarverleihung 2014 mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Nyong’o [ˈɲɔːŋɔ] wurde 1983 als Tochter des kenianischen Politikers Peter Anyang’ Nyong’o in Mexiko-Stadt geboren und wuchs in Kenia auf. Erste Erfahrungen sammelte sie in einem Theater der Produktionsfirma Phoenix Players in Nairobi.[2]

Sie studierte in den Vereinigten Staaten am Hampshire College und beendete ihr Studium dort mit einem Abschluss in Film- und Theaterwissenschaften.[3] Danach arbeitete sie bei der Produktion verschiedener Filme mit, unter anderem Der ewige Gärtner (2005) und Namesake – Zwei Welten, eine Reise (2006). 2008 spielte sie in Marc Greys Kurzfilm East River die Hauptrolle. Anschließend kehrte sie nach Kenia zurück, wo sie eine Rolle in der Fernsehserie Shuga übernahm.

2009 entstand der Dokumentarfilm In My Genes über das Leben der kenianischen Albinos, für den sie das Drehbuch schrieb und auch als Regisseurin und Produzentin verantwortlich zeichnete.[3]

Es folgte ein Studium an der Yale School of Drama, wo sie auch in mehreren Theaterinszenierungen auftrat. Direkt im Anschluss erhielt sie die Rolle der Patsey in Steve McQueens Filmdrama 12 Years a Slave. Die Rolle brachte ihr zahlreiche Auszeichnungen ein, darunter den Oscar als beste Nebendarstellerin, den Chicago Film Critics Association Award und den Critics’ Choice Movie Award sowie eine Nominierung für den Golden Globe als beste Nebendarstellerin. Nyong’o wurde daraufhin vor allem in den USA große mediale Aufmerksamkeit zuteil, sie wurde für die Titelblätter großer Modemagazine wie Vogue und Glamour fotografiert[4][5] und als Stilikone bezeichnet.[6]

Am 2. Juni 2014 wurde bekannt, dass sie für die Rolle der Maz Kanata in Star Wars: Das Erwachen der Macht, dessen Veröffentlichung im Dezember 2015 erfolgte, verpflichtet wurde.[7] Auch in der Fortsetzung, die 2017 veröffentlicht wurde, war sie als Maz Kanata beteiligt. 2018 sah man sie erstmals in der Rolle der Kriegerin Nakia im Marvel-Film Black Panther.

Bereits 2014 sicherte sich Nyong’o die Rechte an der Verfilmung des Romans Americanah der nigerianischen Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie. In der TV-Mini-Serie wird sie Ifemelu, die Protagonistin, spielen.[8]

Ihre deutsche Synchronstimme ist üblicherweise Rubina Nath. In den Star-Wars-Filmen wurde sie unter anderem von Ghadah Al-Akel und Regina Lemnitz gesprochen. In Black Panther lieh ihr Alice Bauer ihre Stimme.

FilmografieBearbeiten

Auszeichnungen und NominierungenBearbeiten

Oscar

Golden Globe Award

Screen Actors Guild Award

British Academy Film Award

Tony Award

Critics’ Choice Movie Award

Saturn Award

Teen Choice Award

  • 2018: Nominierung als Choice Liplock für Black Panther
  • 2018: Nominierung als Choice Movie Ship für Black Panther
  • 2018: Nominierung als Choice Movie Actor – Sci-Fi/Fantasy für Black Panther

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lupita Nyong’o – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 10 Things About… 12 Years A Slave star Lupita Nyong'o bei digitalspy.co.uk, abgerufen am 3. März 2014
  2. Bee Shapiro: Actress Lupita Nyong'o Talks Hair and Makeup Tips and Working on 12 Years a Slave. glamour.com. 10. Februar 2014. Abgerufen am 2. März 2014.
  3. a b Nominee Profile: Lupita Nyong’o (12 Years a Slave) (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive) bei goldenglobes.com, abgerufen am 12. Januar 2014
  4. Titelbild von Glamour Dezember 2014 (Memento vom 24. März 2015 im Internet Archive)
  5. Titelbild von Vogue
  6. Bericht über Nyong’o bei teenvogue.com, Mai 2014
  7. starwars.com, abgerufen am 2. Juni 2014 (Memento vom 3. Juni 2014 im Internet Archive)
  8. Lupita Nyong'o and Danai Gurira Will Adapt Chimamanda Ngozi Adichie's Americanah. In: Harper’s Bazaar, 3. März 2018, abgerufen am 16. Oktober 2018.