Liste gefährdeter Nutztierrassen

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Die Liste gefährdeter Nutztierrassen gibt einen Überblick über Rassen von Nutztieren, die in Deutschland oder Österreich heimisch sind und dort als gefährdet eingestuft werden.

Grundlagen der ListenBearbeiten

DeutschlandBearbeiten

In Deutschland veröffentlicht die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) seit den 1980er Jahren jährlich eine Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen im Bundesgebiet. Die Gefährdungskategorien sind „extrem gefährdet“, „stark gefährdet“, „gefährdet“, „Bestandsbeobachtung“ und „nur noch Einzeltiere“. Eine Rasse wird als gefährdet bezeichnet, wenn der Bestand die Mindestanzahl (Pferde, Schweine, Ziegen, Esel: 5000 Tiere; Schafe: 1500 Tiere; Rinder: 7.500 Tiere) unterschreitet und sich über einen Zeitraum von zwei Jahren durchschnittlich um mindestens 10 % verringert. Die Einstufung in die Gefährdungskategorien geschieht durch Fachleute unter Einbeziehung der Bestandsentwicklung und deren Prognose.[1]

Im Rahmen des Fachprogramms zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen, das 2003 von der Konferenz der Agrarminister des Bundes und der Länder verabschiedet wurde, führt die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) die online frei verfügbare Zentrale Dokumentation tiergenetischer Ressourcen in Deutschland (TGRDEU) mit Einstufung in Kategorien nach Bestandsgefährdung.[2] Eine aus diesen Daten erstellte Rote Liste ist der Öffentlichkeit als Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland verfügbar. Die Gefährdungskategorien sind

  • „PERH“ (Phänotypische Erhaltungspopulation: unstreitbarer kultureller Wert, jedoch nur noch Rudimente),
  • „ERH“ (Erhaltungspopulation),
  • „BEO“ (Beobachtungspopulation),
  • „NG“ (nicht gefährdet).

Die Kategorisierung geschieht über die Effektive Populationsgröße, die aus der Anzahl an weiblichen und männlichen Tieren errechnet wird. Teilweise wird eine abweichende Einstufung (gekennzeichnet mit *) unter Berücksichtigung zusätzlicher fachlicher Aspekte vorgenommen. Die Liste beinhaltet Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Ziegen und Esel. Für die Arten des Geflügels (Huhn, Gans, Ente, Pute) wurde 2006 vom Bund deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der GEH eine Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen erstellt, die in die Liste der BLE übernommen wurde. Hier gibt es fünf Gefährdungskategorien (Kategorie I = höchste Gefährdung). Die Ausweitung auf andere Nutztierarten wie Kaninchen, Hunde und Bienen wird angestrebt.[3]

In diese Liste sind die Rassen aufgenommen, die in der Broschüre der BLE (Stand: 2008)[3], in der TGRDEU[2] oder von der GEH[1] als gefährdet eingestuft werden. In Deutschland veröffentlicht die Vielfältige Initiative zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (VIEH) eine Rote Liste[4] auf der auch ausländische Rassen genannt sind. Jährlich werden alle Bestandszahlen der Nutztier-Archen im In- und Ausland erfasst. Die aktuellen und früheren Bestandszahlen[5] der Vertragshöfe werden veröffentlicht.

ÖsterreichBearbeiten

In Österreich widmet sich die Österreichische Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) der Bestandsaufnahme einheimischer gefährdeter Nutztierrassen und ergreift Maßnahmen zur Erhaltung der gefährdeten Rassen.[6] Darüber hinaus führt die Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen, die sich aktiv um die Erhaltung gefährdeter Nutztierarten in Österreich bemüht, ebenfalls ein Verzeichnis gefährdeter Rassen.[7] In diese Liste sind zudem die von der ÖNGENE genannten gefährdeten Rassen aufgenommen und einige zusätzliche der Arche Austria.

GroßtiereBearbeiten

52 von 74 einheimischen Rassen der fünf Großtierarten werden durch den Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen in Deutschland als gefährdet eingestuft.[8]

Anzahl einheimischer Nutztierrassen in den Gefährdungkategorien (nach BLE[9])
Pferd Rind Schwein Schaf Ziege Gesamt
  PERH Phänotypische
Erhaltungspopulation
4 1 0 0 0 5
  ERH Erhaltungspopulation
Ne<200
2 9 2 5 0 18
  BEO Beobachtungspopulation
200<Ne<1.000
4 5 3 14 3 29
  NG nicht gefährdet
Ne>1.000
13 6 0 3 0 22
Gesamt 23 21 5 22 3 74

Die genannten Gefährdungskategorien des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung werden seit 2013 folgendermaßen definiert.[10]

Phänotypische Erhaltungspopulationen (PERH)

Rassen dieser Gefährdungskategorie „können aus tierzuchtwissenschaftlicher Sicht nur noch als Rudimente verstanden werden.“ Ihr kultureller Wert ist jedoch unbestritten. Der noch vorhandene Tierbestand kann geneologisch nicht eindeutig auf die Ursprungsrasse zurückgeführt werden. Die Rasse war bei ihrer Wiederbegründung bereits stark mit anderen Rassen vermischt, war nur auf sehr wenige Tiere zurückgegangen oder weist über mehrere Generationen nur sehr geringe Populationsgrößen auf.

Erhaltungspopulationen (ERH)

Für diese Rassen werden spezielle Zuchtprogramme zur genetischen Erhaltung entwickelt, Kryoreserven angelegt und ein Monitoring durchgeführt. Gründe für eine Abweichung von der rechnerisch niedriger geschätzten Gefährdung können eine nur noch lokale Verbreitung der Rasse, eine „sehr problematische Züchterstruktur oder die Dynamik des Bestandsrückganges“ sein.

Beobachtungspopulation (BEO)

Für Rassen der Beobachtungspopulationen werden Kryoreserven angelegt und ein Monitoring durchgeführt. Falls Ne rechnerisch für ERH spricht, kann eine Einstufung in BEO auch dann vorgenommen werden, „wenn die Population stabil ist und ein wirksames Zuchtprogramm zur Erhaltung der genetischen Varianz angewendet wird.“

Nicht gefährdete Rassen (NG)
Für nicht gefährdete Rassen wird ein Monitoring durchgeführt. Abweichungen von der rechnerisch höher geschätzten Gefährdung können gegeben sein, wenn eine „neue oder synthetische Rasse züchterisch nicht konsolidiert ist und jederzeit von vorhandenen Ausgangsrassen reaktiviert werden kann, die Rasse nicht in einem eigenen Zuchtbuch geführt wird“ oder die Rasse weltweit so stark verbreitet ist, dass eine Gefährdung nicht gegeben scheint.

PferdeBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung
in Deutschland und Österreich
Bestand
in Deutschland und Österreich
Altösterreichisches Warmblut Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet,[11]
A: 4 Hengste / 9 Stuten
Arenberg-Nordkirchener Pony Deutschland  Deutschland
GEH: extrem gefährdet[12]
D: 4 Hengste / 18 Stuten (Stand 2007)
Deutsches Reitpferd (Rassegruppe der Populationen):
  1. Bayerisches Warmblut
  2. Deutsches Pferd
  3. Deutsches Sportpferd
  4. Hannoveraner
  5. Holsteiner
  6. Mecklenburger Warmblut
  7. Oldenburger (incl. Internat. Oldenburger Springpferd)
  8. Rheinisches Warmblut
  9. Trakehner
  10. Westfale
  11. Württemberger Warmblut
  12. Zweibrücker Warmblut
  Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2013)
Gesamt: 2.726 Hengste / 53.426 Stuten (2013)[13] Ne=9484
  1. D: 84 Hengste / 2.521 Stuten (2013)
  2. D: 281 Hengste / 902 Stuten (2013)
  3. D: 202 Hengste / 3.584 Stuten (2013)
  4. D: 522 Hengste / 15.541 Stuten (2013)
  5. D: 240 Hengste / 6.478 Stuten (2013)
  6. D: 79 Hengste / 842 Stuten (2013)
  7. D: 629 Hengste / 9.190 Stuten (2013)
  8. D: 83 Hengste / 2.075 Stuten (2013)
  9. D: 147 Hengste / 2.788 Stuten (2013)
  10. D: 230 Hengste / 5.673 Stuten (2013)
  11. D: 77 Hengste / 2.875 Stuten (2013)
  12. D: 152 Hengste / 957 Stuten (2013)
Deutsches Reitpony   Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2013)
D: 714 Hengste / 4.895 Stuten (2013)[13] Ne=2492
Dülmener Wildpferd   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[14]
D: 15 Hengste / 47 Stuten (2013)[13] Ne=45
Huzule   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[15]
D: 2 Hengste / 5 Stuten (2013)[13]

A: 19 Hengste / 175 Stuten (Herdbuch 2009)
Lehmkuhlener Pony Deutschland  Deutschland
GEH: extrem gefährdet
D: 5 Hengste / 16 Stuten (2012)[16]
Leutstettener Deutschland  Deutschland
  PERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[17]
D: 2 Hengst / 20 Stuten (2018)[13] Ne=4
Lipizzaner   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[18]
D: 27 Hengste / 68 Stuten (2013)[13]

A: ca. 200, weltweit ca. 4000
Noriker   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[19]
D: 12 Hengste / 44 Stuten (2013)[13]

A: 211 Hengste / 4568 Stuten (Herdbuch 2009)
Pfalz-Ardenner Kaltblut   Deutschland  Deutschland
  PERH (lt. TGRDEU, 2013)
D: 4 Hengste / 21 Stuten (2013)[13] Ne=13
Rheinisch-Deutsches Kaltblut   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet[20]
D: 149 Hengste / 1.173 Stuten (2013)[13] Ne=529
Rottaler Pferd Deutschland  Deutschland
  PERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[21]
D: 9 Hengste / 18 Stuten (2013)[13] Ne=24
Schleswiger Kaltblut   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: stark gefährdet[22]
D: 23 Hengste / 170 Stuten (2013)[13] Ne=81
Schwarzwälder Kaltblut   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet[23]
D: 79 Hengste / 979 Stuten (2013)[13] Ne=292
Schwere Warmblüter (Rassegruppe der Populationen):
  1. Alt-Württemberger
  2. Ostfriese/Alt-Oldenburger
  3. Sächsisch-Thüringisches Schweres Warmblut
  Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet – gefährdet[24][25]
Gesamt: 93 Hengste / 1.191 Stuten (2013)[13] Ne=345
  1. D: 8 Hengste / 50 Stuten (2013)
  2. D: 29 Hengste / 193 Stuten (2013)
  3. D: 56 Hengste / 948 Stuten (2013)
Senner Pferd   Deutschland  Deutschland
  PERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[26]
D: 6 Hengste / 26 Stuten (2013)[13] Ne=19,5
Shagya-Araber   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[27]
A: 189 Zuchttiere (Stand 2009)
Süddeutsches Kaltblut   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
D: 129 Hengste/ 1.921 Stuten (2013)[13] Ne=484
Traber Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2013)
D: 192 Hengste/ 421 Stuten (2013)[13] Ne=527

RinderBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung
in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Bestand
in Deutschland und Österreich
Angler Rind alter Zuchtrichtung
(Rotvieh alter Angler Zuchtrichtung)
Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet
D: 10 Bullen / 125 Kühe (2013)[28]
D: 30 Bullen / 325 Kühe (2014)[29]
Ansbach-Triesdorfer (Triesdorfer Tiger)   Deutschland  Deutschland
  PERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[30]
D: 7 Bullen / 77 Kühe (2013)[28]
Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet[31]
D: 8 Bullen / 2.722 Kühe (2013)[28]
Deutsches Shorthorn Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[32]
D: 20 Bullen / 185 Kühe (2013)[28]
Doppelnutzung Rotbunt   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: Beobachtung[33]
D: 14 Bullen / 4.744 Kühe (2013)[28]
Ennstaler Bergschecke   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[34]
A: 236 Tiere (Herdbuch 2010)
Gelbvieh   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: Beobachtung[35]
D: 4 Bullen / 2.374 Kühe (2013)[28]
Glanrind   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[36]
D: 106 Bullen / 826 Kühe (2013)[28]
Hinterwälder-Rind   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet
D: 98 Bullen / 521 Kühe (2013)[28]
D: 2.221 Tiere (2012)[37]
Kärntner Blondvieh   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[38]
A: 1627 Tiere (Herdbuch 2010)
Limpurger   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[39]
D: 26 Bullen / 135 Kühe (2013)[28]
Murbodner Rind   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[40]
A: 5214 Tiere (Herdbuch 2010)
Murnau-Werdenfelser   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: extrem gefährdet[41]
D: 24 Bullen / 216 Kühe (2013)[28]
D: 4 Bullen / 27 Kühe (Fleischnutzung, 2013)[28]
Original Braunvieh   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: stark gefährdet[42]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[43]
D: 23 Bullen / 569 Kühe (2013)[28]

A: 1601 Tiere (Herdbuch 2010)
Pinzgauer   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet[44]
Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[45]
D: 15 Bullen / 729 Kühe (2013)[28]
D: 36 Bullen / 594 Kühe (Fleischnutzung, 2013)[28]

A: ca. 5100 Tiere (Stand 2010)
Pustertaler Sprinzen   Deutschland  Deutschland
GEH: extrem gefährdet

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[46]
D: 69 Tiere (Stand 2013)[47]

A: 584 Tiere (Herdbuch 2010)
Rätisches Grauvieh   Schweiz  Schweiz
ohne Angaben
Rotes Höhenvieh   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: gefährdet[48]
D: 137 Bullen / 1.527 Kühe (2013)[28]
Tiroler Grauvieh   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[49]
A: ca. 4000 Tiere (Stand 2010)
Tux-Zillertaler Rind   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[50]
A: 1.965 Tiere (Herdbuch 2010)
Uckermärker   Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2013)
D: 111 Bullen / 3.896 Kühe (2013)[28]
Vorderwälder   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2013)
GEH: Beobachtung[51]
D: 238 Bullen / 6.439 Kühe (2013)[28]
Waldviertler Blondvieh   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[52]
A: 1.736 Tiere (Herdbuch 2010)

SchafeBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung
in Deutschland und Österreich
Bestand
in Deutschland und Österreich
Bentheimer Landschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[53]
D: 117 Böcke / 2.810 Auen (2014)[54]
Bergschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: stark gefährdet[55]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[56]
D: 64 Böcke / 1.176 Auen (2014)[54]

A: 3.223 Tiere (Herdbuch 2010)
Bergschaf: Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 23 Böcke / 222 Auen (2014)[54]
Bergschaf: Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2014)
D: 6 Böcke / 135 Auen (2014)[54]
Bergschaf: Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: stark gefährdet[57]
D: 61 Böcke / 1.563 Auen (2014)[54]
Coburger Fuchsschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: Beobachtung[58]
D: 231 Böcke / 4.094 Auen (2014)[54]
Deutsches schwarzköpfiges Fleischschaf   Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2014)
D: 343 Böcke / 8.868 Auen (2014)[54]
Deutsches weißköpfiges Fleischschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[59]
D: 103 Böcke / 1.502 Auen (2014)[54]
Heidschnucke:   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 200 Böcke / 4.699 Auen (2014)[54]
Heidschnucke: Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[60]
D: 73 Böcke / 1.640 Auen (2014)[54]
Heidschnucke:   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[61]
D: 116 Böcke / 3.056 Auen (2014)[54]
Kärntner Brillenschaf   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[62]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[63]
D: 42 Böcke / 715 Auen (2014)[54]

A: 4993 Tiere (Herdbuch 2010)
Leineschaf (alten Typs) Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[64]
D: 68 Böcke / 1.370 Auen (2014)[54]
Leineschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 67 Böcke / 1.597 Auen (2014)[54]
Merinofleischschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[65]
D: 171 Böcke / 7.610 Auen (2014)[54]
Merinolandschaf Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2014)
D: 498 Böcke / 14.776 Auen (2014)[54]
Merinolangwollschaf Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2014)
D: 52 Böcke / 4.426 Auen (2014)[54]
Ostfriesisches Milchschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 217 Böcke / 3.145 Auen (2014)[54]
Rauhwolliges Pommersches Landschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[66]
D: 257 Böcke / 3.616 Auen (2014)[54]
Rhönschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: Beobachtung[67]
D: 230 Böcke / 5.182 Auen (2014)[54]
Skudde   Deutschland  Deutschland
  NG (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: gefährdet[68]
D: 258 Böcke / 2.526 Auen (2014)[54]
Steinschaf:   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[69]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[70]
D: 76 Böcke / 774 Auen (2014)[54]

A: 438 Tiere (Herdbuch 2010)
Steinschaf:   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH[71]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[70]
D: 83 Böcke / 672 Auen (2014)[54]

A: 1.616 Tiere (Herdbuch 2010)
Steinschaf:   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[72]
A: 257 Tiere (Herdbuch 2010)
Steinschaf:   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[73]
D: 4 Böcke / 28 Auen (2014)[54]

A: 1.909 Tiere (Herdbuch 2010)
Ungarisches Zackelschaf   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[74]
D: 9 Böcke / 78 Auen (2014)[54]

A: 280 Tiere (Herdbuch 2010)
Waldschaf   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: stark gefährdet[75]

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[76]
D: 76 Böcke / 1.291 Auen (2014)[54]

A: 1.582 Tiere (Herdbuch 2010)

SchweineBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung
in Deutschland und Österreich
Bestand
in Deutschland und Österreich
Angler Sattelschwein   Deutschland  Deutschland

Bestand 2015: 96 Eber / 424 Sauen
  Beobachtungspopulation[77]

Buntes Bentheimer Schwein   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[78]
D: 88 Eber / 350 Sauen (2014)[79]
Deutsche Landrasse Deutschland  Deutschland
  Beobachtungspopulation
Deutsches Edelschwein Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 166 Eber / 3.835 Sauen (2014)[79]
Deutsches Sattelschwein   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: extrem gefährdet[80]
D: 44 Eber / 220 Sauen (2014)[79]
Leicoma   Deutschland  Deutschland
  ERH (lt. TGRDEU, 2014)
D: 5 Eber / 19 Sauen (2014)[79]
Mangalitza Schwein
(Wollschwein)
  Deutschland  Deutschland
GEH: extrem gefährdet

Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[81]
D: 57 Eber / 167 Sauen (2014)[82][83][84]

A: 270 Tiere (Herdbuch 2010)
Rotbuntes Husumer Schwein   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 27 Eber / 37 Sauen (2014)[79]
Schwäbisch-Hällisches Schwein   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: stark gefährdet[85]
D: 30 Eber / 329 Sauen (2014)[79]
Turopolje-Schwein   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[86]
A: 252 Tiere (Herdbuch 2010)

ZiegenBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung[87]
in Deutschland und Österreich
Bestand[87]
in Deutschland und Österreich
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 221 Böcke / 4.120 Geißen (2014)[88]
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
  • Braune Harzer Ziege
    seit 2012 im Herdbuch der BDE
Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH[89]
D: 7 Böcke / 175 Geißen (2014)[88]
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)   Deutschland  Deutschland
GEH[90]
ohne Angaben
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
  • Frankenziege
    seit 1930 im Herdbuch der BDE
Deutschland  Deutschland
GEH[91]
ohne Angaben
Bunte Deutsche Edelziege (BDE)
  • Schwarzwaldziege
    im Herdbuch der BDE
  Deutschland  Deutschland
GEH[92]
ohne Angaben
Blobe Ziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet (2010)[93][94]
88 (A, 2010)
Gämsfärbige Gebirgsziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet (2010)[95][96]
1.423 (A, 2010)
Girgentana-Ziege   Italien  Italien

Deutschland  Deutschland
GEH: hochgefährdet[97]
D: 18 Böcke / 36 Geißen (2014)[88]
Pfauenziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: gefährdet[98]
D: 56 Böcke / 169 Geißen (2014)[88]

A: 265 Tiere (Herdbuch 2010)
Pinzgauer Strahlenziege Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[99][100]
A: 67 Tiere (Herdbuch 2010)
Pinzgauer Ziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[101][102]
A: 417 Tiere (Herdbuch 2010)
Steirische Scheckenziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[103][104]
A: 313 Tiere (Herdbuch 2010)
Tauernscheckenziege   Osterreich  Österreich
ÖNGENE: hochgefährdet[105][106]
D: 21 Böcke / 70 Geißen (2014)[88]

A: 811 Tiere (Herdbuch 2010)
Thüringer Waldziege   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
GEH: stark gefährdet[107]
D: 190 Böcke / 1.376 Geißen (2014)[88]
Vierhornziege   Osterreich  Österreich ohne Angaben
Weiße Deutsche Edelziege   Deutschland  Deutschland
  BEO (lt. TGRDEU, 2014)
D: 209 Böcke / 3.957 Geißen (2014)[88]

GeflügelBearbeiten

Für die Arten des Geflügels wurde zwischen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), dem Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) und der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) eine „Gemeinsame Rote Liste alter, heimischer und gefährdeter Geflügelrassen“ abgestimmt.[108] In der im Juli 2012 durch den Fachbeirat für Tiergenetische Ressourcen bestätigten „Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland“ werden nur die ursprünglichen Farbenschläge geführt. Als heimisch gelten bereits vor 1930 in Deutschland gezüchtete Rassen, die einen nachhaltigen Nutzen haben oder hatten.[109]

Die Einordnung sämtlicher Rassen in fünf Gefährdungskategorien orientiert sich an der Anzahl der Zuchten (Zuchtstämme bzw. Zuchtpaare):[110]

Gefährdungskategorien Geflügel
  Kat. I extrem gefährdet < 50 Zuchten erfasst
  Kat. II stark gefährdet ≥ 50 bis < 100 Zuchten
  Kat. III gefährdet ≥ 100 bis < 150 Zuchten
  Kat. IV wenig gefährdet ≥ 150 bis < 200 Zuchten
  Kat. V Beobachtung ≥ 200 Zuchten

Ohne Einordnung in Gefährdungskategorien werden in Österreich gefährdete Rassen nach der Österreichischen Nationalvereinigung für Genreserven (ÖNGENE) und Arche Austria – Verein zur Erhaltung seltener Nutztierrassen ergänzt. Ebenfalls ergänzt werden die laut ProSpecieRara, der Schweizerischen Stiftung für die kulturhistorische und genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, in der Schweiz gefährdeten Rassen.

HühnerBearbeiten

Rasse
(Farbenschlag)
Abbildung Gefährdung[111]
heimischer Haushühner
Zuchten (m/w)
Bestand 2013 in Deutschland[112]
Altsteirer (wildbraun, weiß)   Osterreich  Österreich
lt. ÖNGENE,

lt. Arche Austria

Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)

D: 141 (141/638)
davon 124/576 in wildbraun
und 17/62 in weiß
Andalusier
(blau-gesäumt)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 73 (73/222)
Appenzeller Barthuhn   Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara Schweiz
ohne Angaben
Appenzeller Spitzhaubenhuhn   Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara Schweiz
ohne Angaben
Augsburger
(schwarz)
Deutschland  Deutschland
  Kat. I (extrem gefährdet); Kryoreserven werden angelegt[113]
D: 36 (36/162)
Barnevelder
(doppeltgesäumt)
Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 331 (331/1.525)
Bergischer Kräher
(schwarz-goldbraungedobbelt)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 62 (62/267)
Bergischer Schlotterkamm
(gesperbert, schwarz, schwarz-gelbgedobbelt, schwarz-weißgedobbelt)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. I (extrem gefährdet)
D: 43 (43/200)
Brakel
(gold, silber)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. IV (wenig gefährdet)
D: 191 (191/904)
Deutsches Lachshuhn
(lachsfarbig)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 321 (321/1.379)
Deutsches Langschan
(blau-gesäumt, schwarz, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet); Kryoreserven werden angelegt[113]
D: 61 (61/223)
Deutsches Reichshuhn
(gestreift, rot, weiß, weiß-schwarzcolumbia)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. IV (wenig gefährdet)
D: 177 (177/800)
Deutscher Sperber
(gesperbert)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)
D: 141 (141/642)
Dominikaner
(gesperbert)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 52 (52/255)
Hamburger Huhn
(blau-gesäumt, goldlack, goldsprenkel, schwarz, silberlack, silbersprenkel, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 273 (273/1.305)
Italiener
(blau, gelb, gestreift, goldbraun-porzellanfarbig, orangehalsig, rebhuhnhalsig, rot, rotgesattelt, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 1.635 (1.635/9.158)
Krüper
(gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, schwarz-weißgedoppelt, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet), Kryoreserve angelegt[113]
D: 76 (73/274)
Lakenfelder   Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 206 (206/860)
Mechelner
(gesperbert, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 49 (49/226)
Minorka
(schwarz, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 72 (72/299)
Nackthalshuhn   Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 66 (66/323)
Orpington
(blau-gesäumt, braun-porzellanfarbig, gelb, gestreift, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 471 (471/1.654)
Ostfriesische Möve
(gold-schwarzgeflockt, silber-schwarzgeflockt)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. IV (wenig gefährdet), Kryoreserve angelegt[113]
D: 185 (185/791)
Ramelsloher
(gelb, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 83 (83/306)
Rheinländer
(blau-gesäumt, gesperbert, rebhuhnhalsig, schwarz, silberhalsig, weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 471 (471/2.229)
Sachsenhuhn
(gesperbert, schwarz, weiß, gelb)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet); Kryoreserven für gesperbert, schwarz und weiß werden angelegt[113]
D: 91 (91/459)
Schweizerhuhn   Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara Schweiz
ohne Angaben
Stoahendl, auch Steinpiperl oder Steinhendl[114]   Osterreich  Österreich
lt. alpenrassen.at akut vom Aussterben bedroht
100–200 Tiere (weltweit)
Sulmtaler   Osterreich  Österreich

lt. ÖNGENE,
lt. Arche Austria

ohne Angaben
Sundheimer
(weiß-schwarzcolumbia)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 234 (234/865)
Thüringer Barthuhn
(blau-gesäumt, chamois-weißgetupft, gelb, gesperbert, gold-schwarzgetupft, rebhuhnhalsig, schwarz, silber-schwarzgetupft, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 265 (265/1.123)
Vorwerkhuhn   Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 718 (718/3.141)
Westfälischer Totleger
(gold, silber)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung); Kryoreserven werden angelegt[113]
D: 250 (250/1.046)
Wyandotten
(blau, gelb, gestreift, gold-blaugesäumt, goldhalsig, gold-schwarzgesäumt, gold-weißgesäumt, rebhuhnfarbiggebändert, rot, schwarz, schwarz-weißgescheckt, silberfarbiggebändert, silberhalsig, silber-schwarzgesäumt, weiß, weiß-schwarzcolumbia)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (nicht gefährdet)
D: 784 (784/3.218)

GänseBearbeiten

Rasse
(Farbenschlag)
Abbildung Gefährdung[109]
heimischer Hausgänse
Bestand 2013[112]
Zuchten (m/w)
Bayerische Landgans Deutschland  Deutschland
  Kat. I (extrem gefährdet)
D: 36 (33/45)
Deutsche Legegans
(weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 60 (60/160)
Diepholzer Gans
(weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)

Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara Schweiz

D: 123 (123/240)
Emdener Gans
(weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 91 (91/159)
Landgans Osterreich  Österreich
lt. ÖNGENE,
ohne Angaben
Leinegans Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 75 (75/75)
Lippegans
(weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 85 (85/85)
Pommerngans
(grau, graugescheckt, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (nicht gefährdet)
D: 592 (592/1.194)

EntenBearbeiten

Rasse
(Farbenschlag)
Abbildung Gefährdung[109]
heimischer Hausenten
Zuchten (m:w)
Bestand 2013 in Deutschland[112]
Aylesburyente
(weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. I (extrem gefährdet)
D: 31 (31/60)
Deutsche Pekingente
(weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)
D: 147 (147/313)
Haubenente   Osterreich  Österreich
lt. Arche Austria
ohne Angaben
Hochbrutflugenten
(blau, blau-gelb, schwarz, schwarz mit Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 573 (573/1.029)
Landente
mit und ohne Haube (blau, gelb, schwarz, schwarz-gescheckt, schwarz mit weißem Latz, weiß, wildfarbig, wildfarbig-gescheckt)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)

Osterreich  Österreich
lt. Arche Austria
D: 147 (147/275)
Laufenten
(braun, rehfarbig-weißgescheckt, schwarz, weiß)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (Beobachtung)
D: 390 (390/823)
Orpingtonente
(gelb)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)
D: 110 (110/249)
Pommernente
(blau, schwarz)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. IV (wenig gefährdet)

Osterreich  Österreich
lt. Arche Austria

Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara Schweiz

D: 170 (170/355)
Rouenente
(wildfarbig)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. II (stark gefährdet)
D: 84 (84/171)
Warzenente
(blau, blau-gescheckt, blau-wildfarbig, braun-gescheckt, braun-wildfarbig, schwarz-gescheckt, weiß, wildfarbig, wildfarbig mit Latz)
  Deutschland  Deutschland
  Kat. V (nicht gefährdet)
D: 1.006 (1.006/2.407)

PutenBearbeiten

Farbenschlag der
Deutschen Pute
Abbildung Gefährdung[109]
heimischer Puten
Zuchten (m:w)
Bestand 2013 in Deutschland[112]
Deutsche Pute
(blau, gelb, kupferfarbig, rot, schwarz, weiß)
Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)
D: 131 (131/312)
(ohne Bronzepute und Cröllwitzer Pute)
Blaue Pute Deutschland  Deutschland
Kat. II, lt. VHGW

Osterreich  Österreich
lt. Arche Austria

ohne Angaben
Bronzepute   Deutschland  Deutschland
  Kat. III (gefährdet)
Kat. IV, lt. VHGW
D: 121 (121/231)
Cröllwitzer Pute   Deutschland  Deutschland
  Kat. IV (wenig gefährdet)

Osterreich  Österreich
lt. Arche Austria
D: 187 (187/413)
Gelbe Pute Deutschland  Deutschland
Kat. I, lt. VHGW
ohne Angaben
Kupferpute Deutschland  Deutschland
Kat. II, lt. VHGW
ohne Angaben
Rote Pute Deutschland  Deutschland
Kat. II, lt. VHGW
ohne Angaben
Schwarze Pute   Deutschland  Deutschland
Kat. I, lt. VHGW
ohne Angaben
Weiße Pute Deutschland  Deutschland
Kat. I, lt. VHGW
ohne Angaben

TaubenBearbeiten

Infolge der Weiterentwicklung der Methode zur Gefährdungsbeurteilung der Kleintiere wurden mit der Broschüre "Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017" erstmals in Deutschland einheimische Taubenrassen erfasst. Bezogen auf die ursprünglichen, vor 1930 in Deutschland gezüchteten Farbenschläge, sind sie allesamt nicht gefährdet. Für die drei von ihnen ist eine landwirtschaftliche Nutzung zur Fleischgewinnung belegt:[115]

in Deutschland einheimische Taubenrasse Abbildung Bestand[116] und Gefährdung[116]
Coburger Lerchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • gelercht
  • silber mit Binden
  • silber ohne Binden
Deutschland  Deutschland 2016:

3.393 Täuber / 3.409 Täubinnen / 602 Züchter
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Luchstauben
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau mit weißen Binden
  • blau weißgeschuppt
  • schwarz mit weißen Binden
  • schwarz weißgeschuppt
Deutschland  Deutschland 2016:

1.214 Täuber / 1.225 Täubinnen / 230 Züchter
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Strasser
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau mit schwarzen Binden
  • blau ohne Binden
  • blau weißgeschuppt
  • gelb
  • rot
  • schwarz
Deutschland  Deutschland 2016:

4.030 Täuber / 4.051 Täubinnen / 811 Züchter
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

KaninchenBearbeiten

Die Bestände aller in Deutschland gezüchteter Kaninchenrassen wurden 2009 erstmals in einer vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanzierten Erhebung erfasst. Sie wurden jedoch noch nicht in Kategorien der Gefährdung eingestuft.[117] Lediglich die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) nahm eine (unvollständige) Einstufung vor.

Im Jahr 2012 beschloss der Fachbeirat Tiergenetische Ressourcen des BLE, den Aufgabenbereich des „Arbeitskreises Geflügel“ um die Erhaltung der einheimischen Kaninchenrassen zu erweitern. Ein Vertreter des Zentralverbandes Deutscher Rassekaninchenzüchter (ZDRK) wurde in den Arbeitskreis berufen, der in „Arbeitskreis Kleintiere“ umbenannt wurde. 29 Rassen wurden im Arbeitskreis durch Vertreter des ZDRK und des GEH als in Deutschland einheimisch, d. h. bereits vor 1949 in Deutschland mit einem nachhaltigen Nutzen gezüchtet, identifiziert.[118] Die Einstufung gefährdeter Kaninchenrassen in der „Roten Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015“ erfolgte zunächst anhand der GEH-Gefährdungskennzahl (GKZ).[119][120]

Mit der Berechnung der Gefährdungskennzahl (GK) werden sowohl die Anzahl männlicher (Nm) und weiblicher Zuchttiere (Nw), als auch die Anzahl der aktiven Züchter (NZ) berücksichtigt. Mit der Gewichtung um den Faktor 2 wird der besonderen Wichtigkeit der Anzahl Züchter Rechnung getragen.

 

Die Gefährdungskategorien sind in der Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017“ folgend definiert:[121]

Gefährdungskategorien Kaninchen
bis 2016 auf Basis der GEH-Bewertungen[Anmerkung 1] seit 2017 nach BLE
GKZ ≤ 100   Kat. I (extrem gefährdet) GK ≤ 200   extrem gefährdet
100 < GKZ ≤ 500   Kat. II (stark gefährdet) 200 < GK ≤ 400   stark gefährdet
500 < GKZ ≤ 1250   Kat. III (gefährdet) 400 < GK ≤ 600   gefährdet
GKZ > 1250   Kat. IV (Vorwarnstufe) GK > 600   Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet
Rasse Abbildung Bestandszahlen Zuchten (Rammler/Häsinnen)
2013 in Deutschland,
Gefährdung (heimischer Kaninchenrassen)[122][121]
Alaska
ursprüngliche Farbenschläge:
  • schwarz glänzend
Deutschland  Deutschland

2013: 1200 Zuchten (2061 Rammler / 3694 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 952 Züchter (1.752 Rammler / 3.049 Häsinnen)
  Beobachtung, zur Zeit nicht gefährdet

Angorakaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • farbig,
  • weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 151 Zuchten (233 Rammler / 357 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet, lt. GEH)
2016: 148 Züchter (219 Rammler / 339 Häsinnen)
  gefährdet

Deutsche Großsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau,
  • gelb,
  • graubraun,
  • havanna,
  • schwarz
Deutschland  Deutschland

2013: 178 Zuchten (326 Rammler / 556 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 167 Züchter (290 Rammler / 507 Häsinnen)
  Gefährdet

Deutsche Riesen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blaugrau,
  • chinchillafarbig,
  • dunkelgrau,
  • eisengrau,
  • schwarz,
  • weiß,
  • wildfarben
Deutschland  Deutschland

2013: 1321 Zuchten (2383 Rammler / 4107 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 984 Züchter (1.854 Rammler / 3.301 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Deutsche Riesenschecken
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau-weiß,
  • schwarz-weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 664 Zuchten (1.310 Rammler / 2.583 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 505 Züchter (996 Rammler / 1.982 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Deutsche Widder
ursprüngliche Farbenschläge:
blau, blau-weiß, chinchillafarbig, dunkelgrau, eisengrau, eisengrau-weiß, hasenfarbig, schwarz, schwarz-weiß, weiß Blauaugen, weiß Rotaugen, wildfarben, wildfarben-weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 935 Zuchten (1635 Rammler / 2782 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 739 Züchter (1.274 Rammler / 2.068 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Englische Schecken
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau-weiß,
  • schwarz-weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 547 Zuchten (1061 Rammler / 2048 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet)
2016: 296 Züchter (590 Rammler / 1.105 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Englische Widder
(gemäß deutschem Zuchtstandard)
ursprüngliche Farbenschläge:
blau, blaugrau, dunkelgrau, eisengrau, gelb, schwarz, thüringerfarbig, weiß Rotaugen, wildfarben
Deutschland  Deutschland

2013: 110 Zuchten (137 Rammler / 196 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 86 Züchter (124 Rammler / 190 Häsinnen)
  Stark gefährdet

Großchinchilla
ursprüngliche Farbenschläge:
  • schiefer-graublau,
  • flockig schwarz schattiert
Deutschland  Deutschland

2016: 475 Züchter (814 Rammler / 1.484 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Hasenkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • rotbraun
Deutschland  Deutschland

2013: 810 Zuchten (1382 Rammler / 2314 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe) nach GEH
2016: 599 Züchter (1.070 Rammler / 1.686 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Havanna
ursprüngliche Farbenschläge:
  • dunkelbraun glänzend
Deutschland  Deutschland

2013: 711 Zuchten (1174 Rammler / 1998 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet) nach GEH
2016: 577 Züchter (977 Rammler / 1.644 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Helle Großsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
  • bläulich weiß silberfarbig
Deutschland  Deutschland

2013: 1.398 Zuchten (2.474 Rammler / 4.338 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 1.179 Züchter (2.128 Rammler / 3.677 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Hermelin
ursprüngliche Farbenschläge:
  • weiß (Rotaugen und Blauaugen) mit gutem Glanz
Deutschland  Deutschland

2013: 1.023 Zuchten (2.041 Rammler / 3.703 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 835 Züchter (1.684 Rammler / 3.176 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Holländer
ursprüngliche Farbenschläge:

blau-weiß, dunkelgrau-weiß, eisengrau-weiß, gelb-weiß, havannafarbig-weiß, schwarz-weiß,

thüringerfarbig-weiß, wildfarben-weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 865 Zuchten (1525 Rammler / 2865 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 551 Züchter (975 Rammler / 1.801 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Japaner
ursprüngliche Farbenschläge:
  • schwarz-gelb
Deutschland  Deutschland

2013: 164 Zuchten (356 Rammler / 692 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 151 Züchter (337 Rammler / 625 Häsinnen)
  gefährdet

Kleinchinchilla
ursprüngliche Farbenschläge:
  • bläulich lichtes aschgrau mit kräftiger, flockiger Schattierung
Deutschland  Deutschland

2013: 747 Zuchten (1219 Rammler / 2113 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet)
2016: 606 Züchter (1.054 Rammler / 1.831 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Kleinsilber
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau,
  • gelb,
  • graubraun,
  • havannafarbig,
  • schwarz
Deutschland  Deutschland

2013: 2953 Zuchten (5117 Rammler / 8772 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 1.936 Züchter (3.576 Rammler / 6.014 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Lohkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau,
  • havannafarbig,
  • schwarz
Deutschland  Deutschland

2013: 1920 Zuchten (3273 Rammler / 5431 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 1.524 Züchter (2.621 Rammler / 4.351 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Luxkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • lichtes Blau mit silbrigem Glanz und schwach durchscheinender braunroter Tönung
Deutschland  Deutschland

2013: 100 Zuchten (161 Rammler / 268 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 116 Züchter (208 Rammler / 347 Häsinnen)
  stark gefährdet

Marburger Feh
ursprüngliche Farbenschläge:
  • zart abgetöntes, lichtes Blau mit leicht bräunlichem Schleier
Deutschland  Deutschland

2013: 650 Zuchten (1065 Rammler / 1786 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet)
2016: 560 Züchter (931 Rammler / 1.518 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Marderkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • braun
Deutschland  Deutschland

2013: 164 Zuchten (315 Rammler / 487 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 57 Züchter (117 Rammler / 213 Häsinnen)
  Extrem gefährdet

Meißner Widder
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau-silber,
  • gelb-silber,
  • graubraun-silber,
  • havanna-silber,
  • schwarz-silber
Deutschland  Deutschland

2013: 157 Zuchten (261 Rammler / 413 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 136 Züchter (232 Rammler / 378 Häsinnen)
  Gefährdet

Perlfeh
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau-wildfarbig
Deutschland  Deutschland

2013: 444 Zuchten (755 Rammler / 1.277 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet)
2016: 400 Züchter (717 Rammler / 1.163 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Rexkaninchen
ursprüngliche Farbenschläge:
Blau-Rexe, Castor-Rexe, Chin-Rexe, Feh-Rexe, Havanna-Rexe, Loh-Rexe, Lux-Rexe, Schwarz-Rexe, Weiß-Rexe
Deutschland  Deutschland

2013: 2561 Zuchten (4309 Rammler / 7346 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 1.714 Züchter (2.733 Rammler / 4.614 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Rheinische Schecken
ursprüngliche Farbenschläge:
  • weiß,
  • schwarz,
  • gelb
Deutschland  Deutschland

2013: 201 Zuchten (438 Rammler / 864 Häsinnen)
  Kat. II (stark gefährdet)
2016: 209 Züchter (455 Rammler / 866 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Rote Neuseeländer
ursprüngliche Farbenschläge:
  • rot
Deutschland  Deutschland

2013: 1261 Zuchten (2114 Rammler / 3725 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 1.118 Züchter (1.972 Rammler / 3.369 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Russen
ursprüngliche Farbenschläge:
  • schwarz-weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 541 Zuchten (912 Rammler / 1.518 Häsinnen)
  Kat. III (gefährdet)
2016: 411 Züchter (706 Rammler / 1.199 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Thüringer
ursprüngliche Farbenschläge:
  • gelb-rötlichbraun mit rußartigem Schleier
Deutschland  Deutschland

2013: 1.060 Zuchten (1.826 Rammler / 3.169 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 874 Züchter (1.577 Rammler / 2.671 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

Wiener
ursprüngliche Farbenschläge:
  • blau,
  • blaugrau,
  • grau,
  • schwarz,
  • weiß
Deutschland  Deutschland

2013: 3.698 Zuchten (6.469 Rammler / 1.1604 Häsinnen)
  Kat. IV (Vorwarnstufe)
2016: 3.084 Züchter (5.512 Rammler / 9.692 Häsinnen)
  Beobachtung, zurzeit nicht gefährdet

HundeBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung, Bestand
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   extrem gefährdet, ca. 2 - 5 Würfe pro Jahr (GEH 2011 - 2014)[123][124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Altdeutscher Hütehund:   Deutschland  Deutschland
GEH:   gefährdet[124]
Großspitz   Deutschland
GEH:   extrem gefährdet, ca. 40 - 80 Welpen pro Jahr (GEH 2010 - 2014)[125]
Mittelspitz   Deutschland
GEH:   stark gefährdet, ca. 80 - 120 Welpen pro Jahr (GEH 2010 - 2013)[125]
Deutscher Pinscher   Deutschland
GEH:   gefährdet, ca. 370 - 450 Welpen pro Jahr (GEH 2010 - 2013)[126]
Österreichischer Pinscher   Österreich
Arche Austria: ca. 55 - 60 Welpen pro Jahr (KÖP 2010 - 2014)[127][128]

BienenBearbeiten

Rasse Abbildung Gefährdung, Bestand
Dunkle Europäische Biene   Deutschland  Deutschland
Kat. I (extrem gefährdet, lt. GEH); die Ökotypen Heidebiene, Deutsche Braune Biene, Schwarze Alpenländische Biene gelten in Deutschland als ausgerottet

Osterreich  Österreich
lt. ÖNGENE
lt. ARCHE Austria

Schweiz  Schweiz
lt. ProSpecieRara

Kärntner Biene   Osterreich  Österreich
lt. ÖNGENE

Siehe auchBearbeiten

Literatur und WeblinksBearbeiten

Deutschland
Österreich
Schweiz

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Was ist die Rote Liste der GEH? (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.g-e-h.de. Archiviert vom Original am 22. Februar 2017; abgerufen am 4. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.g-e-h.de
  2. a b Zentrale Dokumentation tiergenetischer Ressourcen in Deutschland. genres.de, archiviert vom Original am 15. April 2005; abgerufen am 19. Juni 2009.
  3. a b Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland (PDF-Datei; 460 kB; Stand: April 2008)
  4. Rote Liste von Vieh e.V.
  5. Bestandszahlen der Vieh e.V.
  6. oengene
  7. arche-austria
  8. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe Dezember 2013, S. 111 (online (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF)
  9. Tabelle 2: Anzahl einheimischer Nutztierrassen in den Gefährdungskategorien. In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe Dezember 2013, S. 111 (online (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF)
  10. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe Dezember 2013, S. 15–18 (online (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF)
  11. oengene.at
  12. g-e-h.de
  13. a b c d e f g h i j k l m n o p tgrdeu.genres.de
  14. g-e-h.de
  15. oengene.at
  16. g-e-h.de
  17. g-e-h.de
  18. oengene.at
  19. oengene.at
  20. g-e-h.de
  21. g-e-h.de
  22. g-e-h.de
  23. g-e-h.de
  24. g-e-h.de
  25. g-e-h.de
  26. g-e-h.de
  27. oengene.at
  28. a b c d e f g h i j k l m n o p q tgrdeu.genres.de
  29. g-e-h.de
  30. g-e-h.de
  31. g-e-h.de
  32. g-e-h.de
  33. g-e-h.de
  34. oengene.at
  35. g-e-h.de
  36. g-e-h.de
  37. g-e-h.de
  38. oengene.at
  39. g-e-h.de
  40. oengene.at
  41. g-e-h.de
  42. g-e-h.de
  43. oengene.at
  44. g-e-h.de
  45. oengene.at
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  49. oengene.at
  50. oengene.at
  51. g-e-h.de
  52. oengene.at
  53. g-e-h.de
  54. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z tgrdeu.genres.de
  55. g-e-h.de
  56. oengene.at
  57. g-e-h.de
  58. g-e-h.de
  59. g-e-h.de
  60. g-e-h.de
  61. g-e-h.de
  62. g-e-h.de
  63. oengene.at
  64. g-e-h.de
  65. g-e-h.de
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  67. g-e-h.de
  68. g-e-h.de
  69. g-e-h.de
  70. a b oengene.at
  71. g-e-h.de
  72. oengene.at
  73. oengene.at
  74. oengene.at
  75. g-e-h.de
  76. oengene.at
  77. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017. BMEL, 1. März 2018 (212 S., ble.de [PDF; 3,0 MB; abgerufen am 16. April 2018] 5. Auflage der erstmals 2008 erschienenen Liste einheimischer Nutztierrassen und deren Gefährdungskategorien).
  78. g-e-h.de
  79. a b c d e f tgrdeu.genres.de
  80. g-e-h.de
  81. oengene.at
  82. g-e-h.de
  83. g-e-h.de
  84. g-e-h.de
  85. g-e-h.de
  86. oengene.at
  87. a b Anhang 1: Liste einheimischer Nutztierrassen und deren Gefährdungskategorien des Fachbeirates Tiergenetische Ressourcen. In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste: Einheimische Nutztierrassen in Deutschland 2013. S. 171–175 (online (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF)
  88. a b c d e f g tgrdeu.genres.de
  89. g-e-h.de
  90. g-e-h.de
  91. g-e-h.de
  92. g-e-h.de
  93. oengene.at ÖNGENE
  94. arche-austria.at
  95. oengene.at ÖNGENE
  96. arche-austria.at
  97. g-e-h.de
  98. oengene.at
  99. oengene.at
  100. arche-austria.at
  101. oengene.at
  102. arche-austria.at
  103. oengene.at
  104. arche-austria.at
  105. oengene.at
  106. arche-austria.at
  107. g-e-h.de
  108. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe 2010, S. 106 (online (Memento des Originals vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF; 1,85 MB)
  109. a b c d Liste alter einheimischer Geflügelrassen in Deutschland (Memento des Originals vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de (PDF; 124 kB), Stand 30. Juli 2012
  110. Einstufung in die Liste alter einheimischer Geflügelrassen. In: Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015 (Memento des Originals vom 30. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ble.de (PDF), S. 151.
  111. Tabelle 4: Einstufung in die Liste alter, einheimischer Geflügelrassen in Deutschland. (Stand 2009) In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste: Einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe Dezember 2013, S. 162 (online (Memento des Originals vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF)
  112. a b c d Tabelle 4: Bestandszahlen einheimischer Geflügelrassen 2013 (nur einheimische Farbschläge wurden berücksichtigt). In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015., S. 154–156 (online (Memento des Originals vom 30. Dezember 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ble.de; PDF)
  113. a b c d e f Mareike Fellmin, Miriam Elsässer: Kyroreserve beim Huhn – das Projektjahr 2013. In: Geflügelzeitung. Nr. 24, 2013, S. 20–22.
  114. Günter Jaritz: Steinhendl oder Stoapipal. In: altsteirerweiss.at. Jakob Günther, 2014, abgerufen am 9. November 2014.
    Günter Jaritz, Unken: Dokumentation Steinhendl. (PDF-Datei) In: alpenrassen.at. 2014, abgerufen am 9. November 2014 (683 KB).
    de Wiskentale: Ursprüngliche Nutztierrassen in Österreich. Heimische Hühnerrassen. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Arche-Hof De Wiskentale. Archiviert vom Original am 29. Juni 2012; abgerufen am 9. November 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/home.tele2.at
  115. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017. BMEL, 1. März 2018, Vorwort, S. 4–6 (212 S., ble.de [PDF; 3,0 MB; abgerufen am 16. April 2018] 5. Auflage der erstmals 2008 erschienenen Liste einheimischer Nutztierrassen und deren Gefährdungskategorien).
  116. a b Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017. BMEL, 1. März 2018, Einheimische Taubenrassen, S. 161–163 (212 S., ble.de [PDF; 3,0 MB; abgerufen am 16. April 2018]).
  117. Gefährdung einheimischer Nutztierrassen – Kaninchen. In: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: Rote Liste der gefährdeten einheimischen Nutztierrassen in Deutschland. Ausgabe 2010, S. 127–129 (online (Memento des Originals vom 18. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genres.de; PDF; 1,85 MB)
  118. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung [BLE] (Hrsg.): Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015. 2015, Gefährdung einheimischer Nutztierrassen – Kaninchen, S. 157 ff.
  119. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung [BLE] (Hrsg.): Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015. 2015, Einstufung in die Liste alter einheimischer Kaninchenrassen in Deutschland, S. 189–191.
  120. Karola Stier: Die Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen der GEH. In: g-e-h.de. Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH), abgerufen am 1. Januar 2016 (Formel der GEH-Gefährdungskennzahl GKZ).
  121. a b Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Hrsg.): Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2017. BMEL, 1. März 2018, Einheimische Taubenrassen, S. 169–199 (212 S., ble.de [PDF; 3,0 MB; abgerufen am 16. April 2018]).
  122. Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung [BLE] (Hrsg.): Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland 2015. 2015, Tabelle 6: Bestandszahlen einheimischer Kaninchenrassen 2013, S. 190 f.
  123. g-e-h.de
  124. a b c d e f g g-e-h.de
  125. a b g-e-h.de
  126. g-e-h.de
  127. oe-pinscher-klub.at
  128. arche-austria.at

AnmerkungBearbeiten

  1. Formel der GEH-Gefährdungskennzahl GKZ