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Landgericht Osnabrück

Landgericht in Niedersachsen
Gerichtsgebäude am Neumarkt

Das Landgericht Osnabrück ist neben dem Landgericht Aurich und dem Landgericht Oldenburg eines von drei Landgerichten im Bezirk des Oberlandesgerichts Oldenburg. Es hat seinen Sitz in Osnabrück.

GeschichteBearbeiten

Am 1. Oktober 1852 wurde das neu gegründete Obergericht Osnabrück als eines von zwölf Obergerichten im damaligen Königreich Hannover eröffnet. Im Zuge des neuen Gerichtsverfassungsgesetzes wurde aus dem Obergericht 1897 das Landgericht Osnabrück. Nach Kriegsbeginn im Jahr 1939 wurden viele Richter am Landgericht Osnabrück zur Wehrmacht eingezogen. Eigentlich pensionierte Richter und solche, die in den Ruhestand hätten versetzt werden müssen, wurden weiterhin zum Richterdienst verpflichtet. Dies hatte zur Folge, dass bei Kriegsende das Landgericht fast nur noch aus pensionierten Richtern bestand.

GerichtsgebäudeBearbeiten

Am 27. August 1878 bezog das Landgericht das neu errichtete Gebäude am Neumarkt, in dem heute immer noch wesentliche Teile des Landgerichts untergebracht sind. Das Landgerichtsgebäude wurde bei den Luftangriffen auf die Stadt Osnabrück am 6. Oktober 1942 schwer beschädigt. Deswegen und weil man weitere Luftangriffe befürchtete, fand man im Sommer 1943 eine Ausweichunterkunft in Bad Essen. Tatsächlich wurde das Gerichtsgebäude 1944 ein weiteres Mal schwer beschädigt. Erst im Frühjahr 1952 konnten die Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden. 1969 wurde am Kollegienwall ein Neubau errichtet, in den neben dem Amtsgericht auch Teile des Landgerichts untergebracht sind. Von 2009 bis 2011 wurde das Gerichtsgebäude am Neumarkt umfassend energetisch saniert. Die Investitionsmittel in Höhe von rund 1,5 Mio. € stammten aus dem Konjunkturpaket II.[1][2]

OrganisationBearbeiten

Zum Bezirk des Landgerichts Osnabrück gehören die Amtsgerichte in Bad Iburg, Bersenbrück, Lingen, Meppen, Nordhorn, Osnabrück und Papenburg. Übergeordnetes Gericht ist das Oberlandesgericht Oldenburg.

Präsident des Landgerichts ist Thomas Veen. Mit 52 am Landgericht tätigen Richtern wurden 16 Zivilkammern, davon fünf Kammern für Handelssachen, 20 Strafkammern, davon drei Jugendkammern sowie eine Strafvollstreckungskammer und eine Kammer für Bußgeldsachen gebildet.[3]

Bekannte RichterBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. landgericht-osnabrueck.de: Amts- und Landgericht Osnabrück feiern gelungene Gebäudesanierung mit Justizminister, abgerufen am 17. November 2011.
  2. Grafschafter Nachrichten vom 1. September 2009: Landgericht ist verhüllt. Gebäudesanierung beginnt.
  3. Jahresbericht 2011 des Landgerichts Osnabrück, abgerufen am 31. März 2012.

Koordinaten: 52° 16′ 21,9″ N, 8° 2′ 57″ O