Landfahrzeug

Fahrzeug, das sich auf festem Grund fortbewegt

Ein Landfahrzeug ist ein Fahrzeug, das sich nur oder überwiegend an Land fortbewegt. Es nimmt somit am Landverkehr teil.

Holzwagen um 1924

Hauptverwendungszweck bzw. -gebiet ist die Fortbewegung von Personen (Personentransport) oder Gütern (Gütertransport) an Land sowie die Bodenbearbeitung und die Bearbeitung von Pflanzen, z. B. Pflügen, Eggen, Heuwender, Planieren, Baggern, d. h. mit üblicherweise stetem Kontakt zum Boden. Sie unterscheiden sich damit von den anderen Fahrzeugtypen wie den Wasserfahrzeugen und Luftfahrzeugen sowie deren Mischformen. Unterarten sind Amphibienfahrzeuge (sowohl Wasser- als auch Landfahrzeug) und Zweiwegefahrzeuge (Schienen- und Kraftfahrzeug). Sie dienen in der Regel dem Personen- und dem Güterverkehr.

Landfahrzeuge dienen meistens als Verkehrsmittel oder als Spiel- bzw. Sportgerät. Sie können motorisiert sein (z. B. Kraftfahrzeug, Triebwagen) oder unmotorisiert (muskelkraftbetriebene Fahrzeuge, windgetriebene Fahrzeuge, Schlitten u. a.) sie können schienengebunden sein, sie können gelenkt sein oder ungelenkt.

Früher spielten Zugtiere für den Antrieb von Landfahrzeuge eine große Rolle, insbesondere Pferde (z. B. Pferdekutsche, Streitwagen oder Pferdebahnen), Rinder (Ochsenkarren), Esel, Maultiere und Hunde (Hundewagen, Hundeschlitten).

Das bisher schnellste Landfahrzeug mit Rädern war das ThrustSSC mit Strahltriebwerken (1.227,985 km/h), das schnellste Landfahrzeug überhaupt war ein Raketenschlitten auf der Holloman Air Force Base (10.430 km/h).

Das bisher zugstärkste Ein-Rahmen-Landfahrzeug ist die Co’Co’-Zweifrequenz-Elektrolokomotive DSB EG der Danske Statsbaner mit 400 kN Zugkraft (entspricht etwa einer „Gewichtskraft“ von 40 Tonnen).

Noch ein Beispiel ist das Handfahrzeug.

Um die Bodenreibung zu verringern und so den für die Bewegung nötigen Aufwand so gering wie möglich zu halten, sind Landfahrzeuge i. d. R. mit Rädern, seltener mit Kufen ausgestattet.

VZ 277.1 (Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen für mehrspurige Kraftfahrzeuge und Krafträder mit Beiwagen) in Deutschland

Es gibt Fahrzeuge mit nur einem Rad (z. B. Einrad, Schubkarre) bzw. Kufen und solche mit mehreren. Sind es mehrere, können sie nebeneinander (z. B. Automobil) und/oder hintereinander (z. B. Fahrrad) angebracht sein. Fahrzeuge, die nur ein Rad besitzen, oder bei denen die Räder nur hintereinander montiert sind, nennt man einspurig. Sind Räder (auch) nebeneinander angebracht, so handelt es sich um mehrspurige, i. d. R. zweispurige Fahrzeuge.

Ein- und mehrspurige Fahrzeuge werden im Straßenverkehr teilweise unterschiedlich behandelt. Beispiele:

  • Weil einspurige Fahrzeuge i. d. R. schmaler sind, dürfen sie bei allgemeinem Überholverbot überholt werden, mehrspurige Fahrzeuge jedoch nicht. Wenn auch einspurige Fahrzeuge nicht überholt werden dürfen, wird das in Deutschland mit nebenstehendem Zeichen 277.1 ausdrücklich angeordnet.[1]
  • Einspurige Fahrzeuge sind teils von der Winterreifenpflicht befreit (§ 2 StVO).

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Wiktionary: Landfahrzeug – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Landfahrzeuge – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten