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Kunsthaus Zürich

Museum in Zürich (Schweiz)
Kunsthaus Zürich, vom Heimplatz aus gesehen (2007)
Kunsthaus Zürich, vom Heimplatz aus gesehen (um 1920)
Das Stiegenhaus im Jugendstil, mit einem Gemälde von Hodler

Das Kunsthaus Zürich ist ein Schweizer Kunstmuseum in unmittelbarer Nähe des Schauspielhauses am Zürcher Heimplatz.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

1787 traf sich erstmals jener Kreis von Künstlern und Liebhabern, aus dem die Zürcher Kunstgesellschaft hervorging. 1910 wurde der Museumsbau eröffnet, Architekt war Karl Moser. Seither wurde der Bau mehrfach erweitert – unter anderem durch den 1958 eröffneten, von den Gebrüder Pfister geplanten und von Emil Georg Bührle finanzierten grossen Ausstellungssaal[1] – und von 2001 bis 2005 komplett saniert.

Bis 2020 soll ein Erweiterungsbau mit einer Nutzfläche von 13000 Quadratmetern entstehen, der einer Vergrösserung des Kunsthauses um mehr als 80 Prozent entspricht. Der Zürcher Gemeinderat (Stadtparlament) billigte am 4. Juli 2012 den zu einem grossen Teil aus Steuergeldern zu finanzierenden Erweiterungsbau[2][3], die Volksabstimmung am 25. November desselben Jahres ergab ebenfalls ein zustimmendes Resultat.[4]

SammlungBearbeiten

Heute beherbergt das Kunsthaus Zürich eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Schweiz vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Zu den internationalen Schwerpunkten gehören die grösste Munch-Sammlung ausserhalb Norwegens sowie die bedeutendste und umfangreichste Werksammlung Alberto Giacomettis. Weiter finden sich im Kunsthaus Bilder von Pablo Picasso, Claude Monet, Marc Chagall, Vincent van Gogh und der Expressionisten Oskar Kokoschka, Max Beckmann und Lovis Corinth. Neben Pop Art (z. B. Andy Warhol oder Richard Hamilton) sind u. a. Arbeiten von Mark Rothko, Mario Merz, Cy Twombly, Joseph Beuys und Georg Baselitz vertreten.

Mittelalterliche Skulpturen und Tafelbilder (z. B. von Hans Leu dem Älteren) sowie Gemälde des niederländischen und italienischen Barock (z. B. Domenichino und Rembrandt van Rijn) gehören ebenso zur Sammlung wie Höhepunkte der Schweizer Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts von Johann Heinrich Füssli, Giovanni Segantini, Ferdinand Hodler oder Félix Vallotton. Auch Zürcher Konkrete (z. B. Max Bill, Fritz Glarner, Verena Loewensberg) und zeitgenössische Schweizer Künstler wie Pipilotti Rist und Peter Fischli / David Weiss sowie Fotografie und Installationen sind vertreten.

Zum Ausstellungskonzept gehört seit 2006 auch die Vorstellung bedeutender Privatsammlungen, zunächst unter dem Titel Fest der Farbe die Sammlung Merzbacher, 2010 die Sammlung Emil Georg Bührle und 2012 The Nahmad Collection aus dem Besitz der Kunsthändlerfamilie Nahmad.

Es finden regelmässig Veranstaltungen statt, worin das Museum mit Workshops, Performances, Musik und Führungen einen Blick hinter die Kulissen anbietet.

DirektorenBearbeiten

Seit 2000 ist Christoph Becker Leiter des Zürcher Kunsthauses. Vize-Direktor ist Finanzchef Hans Peter Meier. Zu den Kuratoren zählen Christoph Becker, Philippe Büttner, Sandra Gianfreda, Cathérine Hug und Mirjam Varadinis (Stand 2017).[5]

Ausstellungen (Auswahl)Bearbeiten

GalerieBearbeiten

FilmeBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.kunsthaus.ch/de/information/ueber-uns/geschichte/
  2. Kunsthaus-Erweiterung auf der Website des Kunsthauses Zürich, abgerufen am 3. August 2012.
  3. Zürich stimmt ab, Kunsthaus-Erweiterung Zürich, 25. November 2012 (PDF; 1,7 MB)
  4. Kunsthaus-Erweiterung: Zürcher sagen Ja zum Ausbau. In: Tages-Anzeiger vom 26. November 2012, abgerufen am 26. November 2012.
  5. Kuratoren des Zürcher Kunsthauses, Deskription ihrer Arbeitsbereiche auf der Webseite des Museums.
  6. Ania Mauruschat: Ausstellung im Kunsthaus Zürich: Europa nicht Politikern überlassen. Rezension im Deutschlandradio Kultur, 11. Juni 2015.
  7. Valeska Peschke: Die Botschaft von Amikejo. Abgerufen am 15. April 2016.

WeblinksBearbeiten