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Krudenburg (auch Crudenburg) ist ein Ortsteil der Gemeinde Hünxe im Kreis Wesel am unteren rechten Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. Der Ort an der Lippe ist ein beliebtes Ausflugsziel.

Krudenburg
Gemeinde Hünxe
Koordinaten: 51° 39′ 2″ N, 6° 45′ 24″ O
Höhe: 24 (22,5–25) m
Fläche: 1,28 km²
Einwohner: 305 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 238 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 46569
Vorwahl: 02858

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Krudenburg

Geographisch gesehen ist Krudenburg ein eigenständiges Dorf, das rund einen Kilometer nördlich von Hünxe und zehn Kilometer östlich von Wesel liegt, mit gut 300 Einwohnern.[1] Die Fläche des Ortsteils beträgt 128 ha.

GeschichteBearbeiten

 
Ortskern von Krudenburg

Der Ortsteil Krudenburg ist eng mit der Geschichte des Rittersitzes Krudenburg verbunden. In brandenburgischer Zeit wurde Krudenburg zu einer Herrlichkeit erhoben. Das Fischerdorf besaß einen Hafen an der Lippe, in dem die Lippeschiffe überwinterten. Von Bedeutung war auch eine Brücke über den Fluß, für deren Benutzung ein Brückenzoll erhoben wurde. Außerdem war Krudenburg eine Station der Pferde und Pferdeführer für den Treidelbetrieb entlang der künstlich am Lippeufer angelegten Leinpfade.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Krudenburg zur Zufluchtsstätte vieler Weseler Bürger, nachdem ihre Stadt beim Übertritt der britischen und kanadischen Truppen über den Rhein zu 98 Prozent zerstört worden war.

Am 1. Januar 1975 wurde Krudenburg, das bis dahin zum Amt Schermbeck, Kreis Rees gehörte, im Zuge des zweiten Neugliederungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalens ein Teil der Gemeinde Hünxe.[2]

Das Lippe-Treidlerdorf Krudenburg ist ein Teil der Route der Industriekultur.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

  • 1910: 193[3]
  • 1931: 197[4]
  • 2009: 305

VerkehrBearbeiten

Die Schnellbus-Linie SB 3 von Wesel nach Dinslaken und der Bürgerbus nach Hünxe und Voerde binden den Ort an den öffentlichen Personennahverkehr an[5]. Nächstgelegener Bahnhof ist Wesel mit Verbindungen nach Arnhem, Emmerich, Bocholt sowie Oberhausen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hünxe.de mit Bevölkerungsstatistik Bezugsdatum 31.12.2016
  2. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  3. Gemeindeverzeichnis 1900, Kreis Rees
  4. Das Amt Schermbeck auf Gen-Wiki
  5. Die Fahrpläne vor Ort - Hünxe (Memento des Originals vom 5. Februar 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgn-online.de

WeblinksBearbeiten