Kreuzstetten

Gemeinde in Österreich
Marktgemeinde
Kreuzstetten
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kreuzstetten
Kreuzstetten (Österreich)
Kreuzstetten
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Mistelbach
Kfz-Kennzeichen: MI
Hauptort: Niederkreuzstetten
Fläche: 24,34 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 16° 28′ OKoordinaten: 48° 28′ 0″ N, 16° 28′ 0″ O
Höhe: 224 m ü. A.
Einwohner: 1.531 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 63 Einw. pro km²
Postleitzahl: 2124
Vorwahl: 02263
Gemeindekennziffer: 3 16 28
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 5
2124 Kreuzstetten
Website: www.kreuzstetten.at
Politik
Bürgermeister: Adolf Viktorik jun. (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
7
7
3
2
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach
AltlichtenwarthAsparn an der ZayaBernhardsthalBockfließDrasenhofenFalkensteinFallbachGaubitschGaweinstalGnadendorfGroßengersdorfGroßebersdorfGroßharrasGroßkrutHausbrunnHerrnbaumgartenHochleithenKreuttalKreuzstettenLaa an der ThayaLadendorfMistelbachNeudorf im WeinviertelNiederleisOttenthalPillichsdorfPoysdorfRabensburgSchrattenbergStaatzStronsdorfUlrichskirchen-SchleinbachUnterstinkenbrunnWildendürnbachWilfersdorf (Niederösterreich)Wolkersdorf im WeinviertelNiederösterreichLage der Gemeinde Kreuzstetten im Bezirk Mistelbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ortszentrum von Niederkreuzstetten
Ortszentrum von Niederkreuzstetten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kreuzstetten ist eine Marktgemeinde mit 1531 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Kreuzstetten liegt im Weinviertel am nördlichen Rand des Kreuttals. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 24,29 Quadratkilometer. 16,43 Prozent der Fläche sind bewaldet. Durch das Gemeindegebiet fließt der Hautzendorfer Bach, welcher östlich von Unterolberndorf in den Rußbach mündet.

Kreuzstetten ist eine der neun Mitgliedsgemeinden der Region um Wolkersdorf, einer Kleinregion rund um die Stadt Wolkersdorf im Weinviertel.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing.

Die Ortsteile Niederkreuzstetten und Oberkreuzstetten sind als Angerdörfer angelegt, Niederkreuzstetten mit straßendorfartigen Erweiterungen. Der Ortsteil Streifing ist ein locker verbautes Haufendorf.

GeschichteBearbeiten

Kreuzstetten war bereits in der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der Latènezeit besiedelt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1125, als Markt im Jahr 1664.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Kreuzstetten zu einer Sommerfrische.

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, am 17. April 1945, fanden in Niederkreuzstetten Kämpfe zwischen Truppen der Wehrmacht und der Roten Armee statt, wobei fünf Gebäude, darunter die Volksschule, durch Brand zerstört wurden. Dabei wurden auch sechs Zivilisten getötet und drei Brücken gesprengt. In Oberkreuzstetten kamen drei Zivilpersonen ums Leben.[2]

Am 25. Jänner 2007 feierte die Pfarre St. Jakob in Niederkreuzstetten ihr 800-jähriges Bestehen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1499 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1353 Einwohner, 1981 1159 und im Jahr 1971 1203 Einwohner.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Kellergassen in Kreuzstetten

BauwerkeBearbeiten

Niederkreuzstetten
Neubau-Kreuzstetten
Oberkreuzstetten
Streifing

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 47, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 51. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 661. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,36 Prozent.

VerkehrBearbeiten

Im Ortsteil Neubau gibt es einen Bahnhof der Laaer Ostbahn mit einem denkmalgeschützten Aufnahmsgebäude.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

In der Gemeinde befinden sich die drei Freiwilligen Feuerwehren: in Niederkreuzstetten, Oberkreuzstetten und Streifing. Das Gebäude der Volksschule in Kreuzstetten wurde 1969 eröffnet und von 2018 bis 2019 umgebaut.[4]

PolitikBearbeiten

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Adolf Viktorik jun., Amtsleiterin Eva Wohlmuth.

Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: SPÖ 7, Liste ÖVP 7, Liste Die Grünen 3, FPÖ 2, andere keine Sitze.

WappenBearbeiten

Blasonierung: Von Rot und Blau geteilt, oben ein wachsendes silbernes Einhorn, unten belegt mit vier goldenen Lilien, drei zu eins gestellt.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kreuzstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Heeresgeschichtliches Museum/Militärhistorisches Institut (HGM/MHI), Militärgeschichtliche Forschungsabteilung (MilFoA), Studiensammlung, Bestand 1945, Schachtel 5, Fasz. 45/9, Gemeindeberichte Niederösterreich, Bezirk Mistelbach
  3. Eintrag über Schloss Kreuzstetten auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  4. Volksschule Kreuzstetten auf der Website der Marktgemeinde Kreuzstetten, abgerufen am 7. Oktober 2011.