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Kapellenfriedhof (Bad Kissingen)

Park in Deutschland
Kapellenfriedhof mit Marienkapelle

Der Kapellenfriedhof ist ein historischer Friedhof in der unterfränkischen Kurstadt Bad Kissingen. Er gehört zu den Bad Kissinger Baudenkmälern und ist unter der Nummer D-6-72-114-26 in der Bayerischen Denkmalliste registriert.

Zum Friedhof gehört die Marienkapelle.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

AnfängeBearbeiten

 
Küsterhaus
 
Friedhofskreuz

Erstmals erwähnt wurde der Kapellenfriedhof im Jahr 1348, als viele Kissinger der Pest zum Opfer fielen. Etwa zur gleichen Zeit entstand die zum Friedhof gehörende Marienkapelle (wobei für die mögliche Ersterwähnung von 1286 unsicher ist, ob diese sich auf die Marienkapelle oder auf die Jakobuskirche bezieht; die erste sichere Ersterwähnung der Marienkapelle stammt ebenfalls aus dem Jahr 1348).

Das erste, nicht mehr existente Leichenhaus des Friedhofs entstand im Jahr 1841. Das ehemalige, an der Frontseite zum Liebfrauensee gelegene Küsterhaus stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um einen zweigeschossigen, verputzten Walmdachbau über einem hohen Sandsteinquadersockel

Das Kruzifix neben der Marienkapelle aus Sandstein entstand im 18. Jahrhundert. Es steht auf einem breiten Tischsockel mit einer Reliefdarstellung des schlafenden Christuskindes. In der Brust einer ebenfalls aus Sandstein bestehenden Marienfigur vor dem Kruzifix befindet sich ein Loch mit Resten von Blei. Eine Legende besagt, das Loch sei während des Deutschen Krieges von 1866 entstanden, als ein preußischer Soldat vom Westeingang des Friedhofs aus auf einen auf dem Kruzifixsockel stehenden bayerischen Soldaten schoss; nach einer Variante der Legende soll der preußische Soldat gezielt auf die Marienfigur geschossen haben. Das Loch mit den Resten von Lötblei stammt, wie Kreisheimatpfleger Werner Eberth ausführt,[1] wohl eher von einem ehemals an der Marienfigur befestigten, zur Mater Dolorosa-Darstellung gehörenden Schwert oder Dolch; das Schwert (oder der Dolch) fiel irgendwann einem Diebstahl zum Opfer.

Im Jahr 1855 wurde der Friedhof ein erstes Mal erweitert.

Schlacht bei KissingenBearbeiten

 
Zeitgenössische Postkartendarstellung der Schlacht vom 10. Juli 1866

Während der Schlacht bei Kissingen im Deutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen wurde der Kapellenfriedhof am 10. Juli 1866 Schauplatz eines Gefechts. Auf Grund der Lage der Marienkapelle wie eine Festung zwischen Kissingen einerseits und andererseits Nüdlingen sowie dem heutigen Bad Kissinger Stadtteil Winkels, wollte der bayerische General Oskar von Zoller den preußischen Truppen den Weg nach Nüdlingen und dem Kissinger Stadtteil versperren. Auf dem Kapellenfriedhof wurden 151 der etwa 350 Opfer der Schlacht bestattet; 63 Gefallene fanden im Massengrab an der Germania gegenüber der Marienkapelle an der Kapellenstraße ihre letzte Ruhe.

Kapellenkirchner Kaspar Betzer, ein Vorfahre des späteren Münnerstädter Bürgermeisters Ferdinand Betzer, wurde von preußischen Soldaten verhaftet, als er die Festsetzung gefangener bayerischer Soldaten in der Marienkapelle verhindern wollte.[2][3] Betzer hatte die Marienkapelle verschlossen, um sie vor der Plünderung durch die preußischen Soldaten zu schützen. Nachdem er vergeblich behauptete, er habe den Schlüssel seiner Tochter mitgegeben, musste er ihn schließlich übergeben. Schriftsteller Theodor Fontane, der den Vorfall in seinem Bericht über den Deutschen Krieg nicht erwähnt, erwirkte später eine Entschädigung in Höhe von 50 Talern für Betzer.

Auf dem Kapellenfriedhof sind u. a. folgende Gefallene der Schlacht bestattet (Liste in alphabetischer Reihenfolge):[4][5]

Name / Rang Anmerkung Grabstätte
August Becker
preußischer Musketier
Das für den Rang eines Musketiers ungewöhnliche Grabmal von August Becker (geb. 8. September 1841 in Dützen, gefallen 10. Juli 1866) befindet sich an der Nordmauer des Kapellenfriedhofs. Die Grabinschrift könnte auch so zu verstehen sein, dass neben August Becker 35 weitere Gefallene in dem Grab bestattet sind. Durch die Art des Grabs ist eine Bestattung von 36 Toten an dieser Stelle jedoch schwer vorstellbar.  
Paul Brzosowski
Leutnant, 6. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 55
Leutnant Paul Brzosowski starb durch bayerische Kugeln. Im gleichen Grab sind auch Leutnant Carl von Rex aus der gleichen Einheit sowie Füsilier W. Schuermann III und Feldwebel Schmitt aus Aschensleben bestattet.  
Heinrich Buchheit,
bayerischer Soldat
Der inzwischen verschwundene Grabstein von Heinrich Buchheit befand sich noch lange in der Nachkriegszeit an der Nordmauer des Kapellenfriedhofs westlich des Grabs August Beckers. Fest steht, dass die Stadt Bad Kissingen den Grabstein entfernen ließ; Grund und Datum sind jedoch unklar.
Eugen Dewalt,
Einjährig-Freiwilliger
Bei Eugen Dewalt handelte es sich um einen Wehrpflichtigen mit der Obersekundareife, der seinen freiwilligen Wehrdienst als Präsenzdienst in einem Truppenteil seiner Wahl ableistete.  
Wilhelm Lüders,
Preußischer Hauptmann
Der während der Schlacht verwundete Wilhelm Lüders erlag am 9. August 1866 in Kissingen seinen Verletzungen.  
Friederich Johann Ernst Freiherr Reitzenstein-Hartungs
Hauptmann im 12. Infanterie-Regiment „König Otto von Griechenland“[6]
Friederich Freiherr Reitzenstein-Hartungs (geb. 4. November 1823[7] oder 1825[8] in Kronach, gefallen am 10. Juli 1866) hatte durch einen Schuss eine zerschmetterte Schulter und durch einen weiteren Schuss eine Leberverletzung erlitten, die schließlich zum Tode führte. Er starb kurz, nachdem er nach Kissingen gebracht worden war. Seinem Wunsch entsprechend, erhielt er ein besonderes Grab; sein Grabdenkmal stammt von Bildhauer J. Lang aus Bayreuth.  
Carl von Rex
Leutnant, 6. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 55
Leutnant Carl von Rex starb durch eine preußische Kanone. Im gleichen Grab sind auch Leutnant Paul Brzosowski aus der gleichen Einheit sowie Füsilier W. Schuermann III und Feldwebel Schmitt aus Aschensleben bestattet.  
Carl Heinrich August Rohdewald
Major[9][10]
Major Rohdewald (geb. 1821 in Detmold; gefallen am 10. Juli 1866) ist der ranghöchste auf dem Kapellenfriedhof bestattete Gefallene. Er fiel im Gefecht um 18:30 Uhr auf der Passhöhe des Schlegelberges zwischen Winkels und Nüdlingen. Das sarkophagartige, mit einem Hoplitenhelm und einem Kurzschwert ausgestattete Grabmal wurde von seinen Berufskameraden errichtet und mit einer Inschrift versehen. Im April 2009 beauftragte die Bad Kissingerin Anneliese Kuhnt den Aschacher Bildhauer Ludwig Bauer, den kurz zuvor gestohlenen Hoplitenhelm zu ersetzen. Das Grabmal findet Erwähnung in Theodor Fontanes „Eine Frau in meinen Jahren“.  
Ignaz Thoma,
Hauptmann II. Klasse[11]
Hauptmann Ignaz Thoma (geb. 1820 in Kaufbeuren, gefallen am 10. Juli 1866) war als bayerischer Kampfkommandant für die Verteidigung des Kapellenfriedhofs vor den Preußen zuständig. Nach zwei Stunden musste er aufgeben und wurde auf dem Weg nach Winkels tödlich verwundet.
Eduard Warnberg,
Bayerischer Offizier des königlich bayerischen II. Infanterieregiments „Kronprinz“[12]
Der während der Schlacht verwundete Warnberg (geb. 1827 in Ansbach, gest. am 29. Juli 1866) verstarb im Alter von 39 Jahren im Lazarett Hotel Schlatter in der Maxstraße (zuletzt Berufsschule). Das Grabmal stammt aller Wahrscheinlichkeit von Bildhauer Michael Arnold, von dem ein ähnlich gestalteter Entwurf überliefert ist.  
Anton Weichselberger,
Lieutenant im königlich bayerischen II. Infant. Regiment
 

19. Jahrhundert bis zur GegenwartBearbeiten

 
Kruzifix (Valentin Weidner, 1890)
 
Leichenhalle (1890)
 
Torbogen (1909)
 
Mariensäule

Im Jahr 1890 fand eine weitere Friedhofserweiterung statt, wobei der Friedhof seine heutige Ausdehnung erhielt. Im Rahmen dieser Erweiterung errichtete der Bildhauer Valentin Weidner ein weiteres Kruzifix, das am 27. September 1890 eingeweiht wurde. Wie die örtliche „Saale-Zeitung“ am 30. September 1890 berichtete, sei „Die Gestalt des Christus […] von ergreifender Wirkung“; das sechs Meter hohe, aus Abensberger Kalkstein bestehende Kruzifix „gereicht Herrn Weidner sehr zur Ehre.“[13] Das neugotische Kruzifix steht auf einem achteckigen Postament mit Lisenen- und Maßwerkornament.

Ebenfalls bei der Friedhofserweiterung von 1890 entstand das bereits 1885 geplante heutige Leichenhaus. Der eingeschossige Satteldachbau wurde von Architekt Jakob Hergenröder im Rundbogenstil errichtet. Es ist am Eingangsbereich mit einem mittigen Dreiecksgiebel über einer dreifachen Arkatur gestaltet.

Der Torbogen, der zum Friedhof mit einer Fläche von 10.000 m² führt, datiert vom Jahr 1909. Eine zwischen den Jahren 1925 und 1929 geplante Erweiterung fand nicht statt, da am Sinnberg der Parkfriedhof entstand.

Vor allem im 19. Jahrhundert wurden die Grabanlagen mit steigendem Wohlstand der zu bestattenden Einwohner immer aufwändiger. Viele der Grabanlagen auf dem Kapellenfriedhof wurden vom Bad Kissinger Bildhauer Valentin Weidner geschaffen, so u. a. das Grabmal Huß, die Gruft der Familien Leo Schmitt und Hartmann, die Gruft der Familie Vogel sowie das Grab von Anton Straus. Von seinem Sohn Hans Weidner stammen die Familiengräber Pabst (1892), Albert (1910) und Haemmel (1911). Es ist möglich, dass von Vater und Sohn Weidner weitere Grabdenkmäler auf dem Kapellenfriedhof geschaffen wurden, sich durch Verwitterung und Überwucherung aber keine Signaturen mehr auffinden lassen.[14][15]

Auf dem Kapellenfriedhof befindet sich eine von Valentin Weidner im Jahr 1905 geschaffene Mariensäule.[16] Es handelt sich um eine neugotische Madonnenfigur, die auf einer gedrehten Säule über einem von einem Wappen umringten Postament steht. Die Mariensäule wurde 1905 zunächst am Marienplatz an der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche aufgestellt. Im Jahr 1958 wurde sie entfernt und dort durch eine Mariensäule aus Sandstein vom Jahr 1716 ersetzt. Weidners Marienfigur kam zunächst (ohne Säule, die bei der Pfarrei Herz-Jesu verblieb) in das Erholungsheim der Englischen Fräulein in Kirchehrenbach, die ein Institut neben der Herz-Jesu-Stadtpfarrkirche unterhielten. Wegen Aufgabe des Erholungsheims in Kirchehrenbach einigten sich die Englischen Fräulein und die Stadt Bad Kissingen über einen Rücktransport der Marienfigur zum Kapellenfriedhof; die Pfarrei Herz-Jesu überließ der Stadt Bad Kissingen die Säulenreste. Mehrere Standortalternativen (direkt am Liebfrauensee, vor der Marienkapelle, vor dem ehemaligen Leichenhaus) wurden verworfen. Die Mariensäule wurde schließlich an der Ost-West-Achse des Friedhofs aufgestellt, womit sich die Mariensäule und Weidners Kruzifix von 1890 auf der Querachse fast spiegelbildlich gegenüberstehen. Der Bad Kissinger Steinmetzbetrieb Torsten Göbel erhielt den Auftrag zur Ergänzung der beschädigten Marienfigur und meißelte nach der Vorlage Weidners eine neue Säulenbasis aus roten Sandstein. Dabei fiel die Mariensäule etwas kleiner als im Originalzustand aus. Im Rahmen einer Maiandacht wurde die neue Mariensäule am 29. Mai 1994 unter Teilnahme einer Vertretung der Englischen Fräulein neu eingeweiht.

GegenwartBearbeiten

 
Matthias von Flurl-Denkmal (2017, Detail)

Die letzte Bestattung auf dem Kapellenfriedhof fand in den 1980er Jahren statt. Seitdem wird er in gärtnerischer Hinsicht nur sehr behutsam gepflegt, was laut Stadtplanungsamt „den Prozess des Entstehens und Vergehens in den Jahrzehnten und im Altern und Absterben“ widerspiegeln soll.

Im Jahr 2012 verkleinerte die Stadt Bad Kissingen den Gräberbestands auf dem Friedhof um 30 Gräber.[17]

Im Jahr 2014 hat Kreisheimatpfleger Werner Eberth eine Bürgerinitiative begründet, in deren Rahmen ehrenamtliche Bad Kissinger Bürger die Grabstellen auf dem Kapellenfriedhof pflegen.[18]

Am 15. Juli 2017 wurde auf dem Friedhof ein Denkmal für Salinen-Inspektor Mathias von Flurl enthüllt. Dieser war am 27. Juli 1823 während eines Aufenthaltes an der Oberen Saline im heutigen Bad Kissinger Stadtteil Hausen an einem Schlaganfall verstorben und wurde auf dem Kapellenfriedhof bestattet.[19]

GrabstättenBearbeiten

Auf dem Kapellenfriedhof wurden u. a. folgende Persönlichkeiten bestattet (Namen in alphabetischer Reihenfolge):[20][14][15][21]

Name / Rang Grabstätte Anmerkung
Franz Anton von Balling (1800–1875)
deutscher Balneologe, Badearzt und Unternehmer
  Das von Valentin Weidner geschaffene Grabmal wurde von der lokalen Saale-Zeitung am 12. Juli 1881 als „hervorragende Zierde“ gewürdigt. Die Grabbüste von Dr. Balling wurde in den 1980er Jahren gestohlen; die verbliebene Büste zeigt Ballings Frau Anna.
Gustav von Blome (1829–1906)
deutschstämmiger Diplomat in österreichischen Diensten und Politiker
  Das Grabmal entstand 1906 und ist von Valentin Weidner signiert. Das Grabmal ist mit einem schwarzen Kreuz aus Marmor versehen und ähnelt hiermit dem Grabmal Kralert. Das Grabmal Blome ist jedoch höher.
Georg Anton Boxberger (1679–1765)
deutscher Apotheker und Stammvater der bedeutenden Apothekerfamilie in Bad Kissingen
Max von Coudenhove (1865–1928)
österreichischer Jurist und Diplomat
Carl von Dapper, (1863–1937)
deutscher Internist, Balneologe und Kurarzt
 
Oskar von Diruf (1824–1912)
deutscher Balneologe und Badearzt
  Die Grabanlage wurde von Bildhauer Michael Arnold gefertigt. Die Urheberschaft ist durch Arnolds ligierte Signatur, eine Fotoaufnahme im von Arnold angefertigten Album seiner Werke sowie durch die Familienüberlieferung der Familie Diruf belegt. Dirufs Beruf als Arzt kommt durch die Äskulapschlange an der zum Denkmal gehörenden Säule zum Ausdruck. Die Grabtafel für die als Kind verstorbene Olga Diruf (1870–1875) ist als aufgeschlagene Buchseite gestaltet.
Friedrich Daniel Erhard (1800–1879)
deutscher Gerichtsmediziner, Bezirks- und Badearzt
 
Adam Joseph Maria Valentin Donat Heußlein von Eußenheim (1755–1830)
Domkapitular am Dom St. Kilian in Würzburg
 
Carl Leo Heußlein von Eußenheim (1838–1870)
bayerischer Offizier
  Im Jahr 1870 bestellte Freiherr Christoph Heußlein von Eußenheim bei Bildhauer Michael Arnold die an der Nordmauer des Friedhofs befindliche Familiengrabanlage. Im gleichen Jahr starben er im Alter von 62 Jahren sowie auch sein Sohn Carl Leo Heußlein von Eußenheim, der im Krieg von 1870 fiel. Damit starb das Adelsgeschlecht Heußlein von Eußenheim aus, doch erlaubte König Ludwig II. dem Schwager Freiherrn Christian Lochner von Hüttenbach, sich Lochner von Hüttenbach, „genannt Heußlein von Eußenheim“ zu nennen. Die Familiengruft war mit einem lebensgroßem Ritter in Harnisch ausgestattet. Später wurde die Grabanlage von einer morschen, auf die Nordmauer gestürzten Pappel zerstört. Lange Zeit war der Familie Lochner unbekannt, dass die Grabanlage von Michael Arnold geschaffen wurde, doch ist seine Urheberschaft durch zwei entsprechende Fotos im von ihm angelegten Album seiner Werke belegt.
Valentino Del Fabbro (1866–1915)
italienischer Handwerker („Terrazziere“) und Unternehmer in Bad Kissingen
 
Mathias von Flurl (1756–1823)
Geologe, Salinen-Inspektor
Donat Fuß
Stadtgemeindevorsteher von Bad Kissingen
Das Grabmal wurde von Bildhauer Michael Arnold geschaffen. Wie die lokale „Saale-Zeitung“ in ihrer Berichterstattung vom 2. Mai 1884 schreibt, stellte die Grabanlage den Verstorbenen dar, »während die eine Hand eine geknickte Rosenknospe hält, mit der anderen nach der himmlischen Heimat weist«[22]. Im von Arnold angelegten Album seiner Werke befindet sich jedoch ein Entwurf mit der Beschreibung »Denkmal der jungen Frau Julie Röther auf dem Kirchhofe zu Kissingen«. Heimatforscher Werner Eberth zufolge sah das Grabmal von Donat Fuß entweder anders aus als in der „Saale-Zeitung“ beschrieben oder Arnold hat den Entwurf bei der Grabanlage von Julie Röther erneut verwendet.[23]
Karl Ludwig Gayde (1844–1928)
deutscher Maler- und Tünchnermeister, ab 1919 Ehrenbürger von Bad Kissingen
Das Grabmal wurde 1900 erbaut und ist von Valentin Weidner signiert. Das Grab ist eher niedrig gehalten, besteht aus Muschelkalk und ist mit zwei Ecklaternen ausgestattet. Es wird von einer ägyptisch anmutenden Stele mit schwarzen Marmortafeln überragt.
Otto von Gustedt (1839–1905)
preußischer Offizier und Flügeladjutant des preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm
 
Adam Hailmann
Hotelier
Das an der Ostmauer des Kapellenfriedhofs befindlich Grabmal wurde von Bildhauer Michael Arnold in Form einer neugotischen Kapelle gestaltet. Arnold selbst beschreibt es im von ihm angelegten Album seiner Werke als »Im Sinn einer Kapelle mit Altar – 12' hoch«. Da die Grabanlage aus Sandstein besteht, ist es dementsprechend verwittert; ein abgebrochener Steinbrocken trägt die Signatur „M. Arnold“.
August Hailmann In dem von Bildhauer Michael Arnold angelegten Album seiner Werke befindet sich auch eine Fotografie der am Südtor des Kapellenfriedhofs befindlichen Grabanlage Hailmann/Hmmerich. Laut Signatur stammt es jedoch von Bildhauer Ferdinand Hümmler aus dem nahe gelegenen Nüdlingen. Das Grabmal entstand möglicherweise in Arnolds Todesjahr 1877. Es ist möglich, dass Arnolds Entwurf für die Grabanlage wegen Arbeitsüberlastung Arnolds oder dessen Tod im Jahr 1877 schließlich von Ferdinand Hümmler ausgeführt wurde. Die zum Grabmal gehörende, 5 Fuß hohe Madonnenfigur ist verschollen. Der Plan der Stadt Bad Kissingen, das stark verfallene Grabmal abzutragen, wurde nach dem Widerspruch von Stadtheimatpfleger Werner Eberth nicht ausgeführt; stattdessen wurde das Grabmal konservatorisch behandelt. Eberths Vorschlag, die verschollene Madonnenfigur zu rekonstruieren, wurde jedoch aus Unkenntnis des Aussehens der Figur nicht umgesetzt (die Fotografie in Arnolds Album war zum Zeitpunkt des Vorschlags noch nicht bekannt).
Philipp Hailmann (1832–1903)
Buch- und Kunsthändler[24]
  Das Grabmal wurde 1903 erbaut ist von Valentin Weidner signiert. Es befindet sich an der südlichen Friedhofsmauer. Die Mittelnische ist in schwarzem und weißen Marmor gehalten und zeigt eine fast lebensgroße, trauernde Frauengestalt in antiker Manier.
Familie Häring Die Familiengruft der Familie Häring war ursprünglich für den Kaufmann Wilhelm Hironimus bestimmt, der im Jahr 1856 bei Bildhauer Michael Arnold ein »Denkmal des Kaufmanns Hironimus aus Barmen mit seiner Büste im Kirchhof zu Kissingen, Büste lebensgroß«[25] sowie die Gruft Nr. 25 bestellte. Eine Bestattung des Kaufmanns in Kissingen ist jedoch nicht belegt, was vermuten lässt, dass er seine Entscheidung änderte und die Gruft an die Familie Häring verkaufte. Die Familie Häring stellte die für Hironimus gefertigte Büste links neben die Gruft auf die Friedhofsmauer zwischen die Grabanlagen Häring und Balling. Die Büste von Wilhelm Hironimus ist noch für den Februar 1984 durch einen Bericht der lokalen „Saale-Zeitung“ vom 9. Februar 1984 nachgewiesen und wurde wenig später gestohlen. Kurz zuvor im gleichen Jahr war Stadtheimatpfleger Werner Ebrth mit seinem Antrag, die Büste zu bergen, gescheitert.
Familiengrab Hendel   Das Grabmal entstand 1903 und ist von Valentin Weidner signiert. Es befindet sich an der südlichen Friedhofsmauer. An dem an sich schlichten Grabmal fallen die zwei Reliefs in weißem Marmor auf. Das rechte Relief zeigt den Auferstandenen. Das linke Relief zeigt einen gegen die Sonne pflügenden Bauern und ist mit dem Spruch „Ich muss wirken, solange es Tag ist, es kommt die Nacht, da niemand wirken kann!“ versehen.
Johanna Hesse (1880–1958)
deutsche Opern- und Konzertsängerin
Baptist Hoffmann (1863–1937)
deutscher Opernsänger
 
Cyrill Kistler (1848–1907)
deutscher Komponist, Musiktheoretiker, Musikpädagoge und Verleger
  Das 1907 geschaffene und von Valentin Weidner signierte Grabmal besteht aus einer Stele auf Tuffsteinsockel.
Carl Krampf (1863–1910)
deutscher Baumeister, Bruder von Franz Krampf
Franz Krampf (1875–1945)
deutscher Baumeister, Bruder von Carl Krampf
Familiengrab Ernst Richard Krosse   Das Grabmal entstand 1905 und ist von Valentin Weidner signiert. Das mächtige Grabdenkmal ist nicht in einem historisierenden Stil ausgeführt. Es zeigt ein Bronzerelief von Ernst Richard Krosse.
José de Legorburu y Domínguez-Matamoros (1882–1935)
spanischer Major, Schriftsteller, Dichter und Flugpionier
Gerhard Linhard (1805–1880)
Gerichts- und Wundarzt, Bürgermeister[26]
Andreas Lohrey (1843–1924)
deutscher Baumeister
Friedrich von Luxburg (1829–1905)
königlich bayerischer Kämmerer und Regierungspräsident von Unterfranken
  Das 1905 erbaute und von Valentin Weidner signierte Grabmal befindet sich an der nördlichen Friedhofsmauer und besteht aus grünem Sandstein. Offensichtlich wurde es in der Nachkriegszeit vereinfacht.
Johann Adam Maas (1784–1852)
königlich bayerischer Distriktsphysikus (Amtsarzt) in Bad Kissingen und Mitbegründer des Bad Kissinger Theresienspitals
Max Neubert (1863–1948)
deutscher Unternehmer und Erfinder
Jacques Pilartz (1836–1910)
deutscher Fotograf und Hoffotograf mehrerer deutscher Herrscher
 
Christian Sandrock (1862–1924)
Maler und Schriftsteller
 
Karl Schmidt (1834–1909)
deutscher Unternehmer und Fahrzeughersteller
Familie Schöller
Pensionsbesitzer
Die Urheberschaft des Bildhauers Michael Arnold ist durch das von ihm angelegte Album seiner Werke belegt. Die Entstehungszeit der Grabanlage lässt sich auf Grund der starken Verwitterung der Grabinschriften nur vermuten; möglich ist aber das Jahr 1873. In dem Familiengrab ist auch Schwiegersohn Michael Stöger (1849–1909; kgl. Realschullehrer und Lokalhistoriker) bestattet. Die zur Grabanlage gehörende lebensgroße Engelsfigur stürzte im Jahr 1994 um und wurde auf Betreiben von Stadtheimatpfleger Werner Ebert wieder aufgestellt.
Alfred Sotier (1833–1902)
ein deutscher Arzt
 
Paul Sotier (1876–1950)
deutscher Arzt und Leibarzt von Kaiser Wilhelm II. in Doorn
 
Josef Steinbach (1815–1890)
Schlosser, Büchsenmachermeister, Gastwirt, Hotelier[27]
  Das Grabmal entstand 1890 und ist von Valentin Weidner signiert. Es befindet sich an der Ostmauer des Friedhofs. Mittelpunkt des Grabmals bildet die Porträtbüste des Hoteliers Josef Steinbach.
Hugo Stöhr (1830–1901)
deutscher Frauen- und Badearzt
 
Karl Streit (1833–1902)
königlich bayerischer Regierungsrevisor, Salinenverwalter und Kunstsammler
Valentin Weidner (1848–1919)
deutscher Bildhauer
  Das von Valentin Weidner für sich selbst geschaffene Grabmal befindet sich östlich des Chores der Marienkapelle. Die beiden Stelen zeigen (links vom Mittelkreuz) die Grablegung Christi und (rechts vom Kreuz) den Auferstandenen. In dem Grab sind neben Weidner seine zweite Ehefrau Anna Weidner, seine dritte Tochter aus zweiter Ehe Barbara Maria (genannt Betty) sowie Johann Fridolin Hofmann, der Ehemann von Weidners vierter Tochter Maria Rosa, bestattet.
Heinrich Carl Welsch (1808–1882)
königlich bayerischer Badearzt
  Das Grabmal entstand 1882 und ist mit „V. Weidner fecit (lat.: „hat gemacht“)“ signiert. Die Marmorbüste von Dr. Carl Welsch überragte ursprünglich die südliche Friedhofsmauer und wurde nachträglich tiefer gesetzt. Wie es heißt, haben sich nächtliche Passanten von der schimmernden, die Friedhofsmauer überblickenden Marmorbüste gefürchtet. Das Material des Sockels passt nicht zum restlichen Grab.
Hermann Welsch (1842–1892)
königlich bayerischer Badearzt und Autor
 
Johannes Wiesinger (1821–1886)
Theologe, Orts- und Badeprediger, von 1870 bis 1882 in Kissingen tätig[28]
 

Zum Kapellenfriedhof gehörende AnlagenBearbeiten

MarienkapelleBearbeiten

Möglicherweise entstand die Marienkapelle bereits im Jahr 1286, doch ist unsicher, ob sich die urkundliche Erwähnung auf die Marienkapelle oder die Jakobuskirche bezieht. Die erste sichere Erwähnung der Kapelle stammt vom Jahr 1348. Im Jahr 1727 erbaute Balthasar Neumann die Marienkapelle neu; ein Blitzschlag vom 7. Mai 1790 machte umfangreiche Reparaturarbeiten notwendig. Die bisher letzte Renovierung des Kirchengebäudes fand 1975 statt.

LiebfrauenseeBearbeiten

Vor dem aus Marienkapelle und Kapellenfriedhof bestehenden Komplex befindet sich der 1076 m²[29] große Liebfrauensee. Sein Name stammt der Sage nach von einer Marienerscheinung, die einen jungen Mann, der sich aus Liebeskummer in den See stürzen wollte, von seinem Vorhaben abgebracht haben soll.[30]

LiteraturBearbeiten

  • Franz Warmuth: 100 Jahre Herz Jesu Pfarrei Bad Kissingen – Beitrag zur Geschichte der Pfarrei Bad Kissingen. Bad Kissingen 1984.
  • Denis André Chevalley, Stefan Gerlach: Stadt Bad Kissingen (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band VI.75/2). Karl M. Lipp Verlag, München 1998, ISBN 3-87490-577-2, S. 44–46.
  • Werner Eberth: Valentin Weidner. In: „Kissinger Hefte“, Band 1, Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1992
  • Werner Eberth: Valentin und Hans Weidner (1848–1919), (1875–1953). Bildhauer des Historismus in Franken, Ergänzungen zum „Kissinger Heft“ Band 1, Beiheft zur Ausstellung: „Der Bad Kissinger Bildhauer Valentin Weidner“ 1992, Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1996
  • Gerhard Wulz: Die Friedhöfe in Bad Kissingen. In: Thomas Ahnert, Peter Weidisch (Hrsg.): 1200 Jahre Bad Kissingen, 801-2001, Facetten einer Stadtgeschichte. Festschrift zum Jubiläumsjahr und Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung. Sonderpublikation des Stadtarchivs Bad Kissingen. Verlag T. A. Schachenmayer, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-929278-16-2.
  • Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Ein Führer mit Kurzbiographien. Stadt Bad Kissingen (Hrsg.) 2001, ISBN 3-934912-04-4.
  • Werner Eberth: Der Deutsche Krieg von 1866 im Landkreis Bad Kissingen. Theresienbrunnen-Verlag Bad Kissingen, 2016

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kapellenfriedhof (Bad Kissingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Werner Eberth: Der Deutsche Krieg von 1866 im Landkreis Bad Kissingen. Theresienbrunnenverlag Bad Kissingen, 2016, S. 85f.
  2. Edi Hahn: Bad Kissingen und seine Umgebung die schönsten Sagen, Legenden und Geschichten. Bad Kissingen 1986, ISBN 3-925722-01-7, S. 117f.
  3. Werner Eberth: Der Deutsche Krieg von 1866 im Landkreis Bad Kissingen. Theresienbrunnenverlag Bad Kissingen, 2016, S. 75–80.
  4. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Ein Führer mit Kurzbiographien. Stadt Bad Kissingen (Hrsg.) 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 68–76
  5. Werner Eberth: Der Deutsche Krieg von 1866 im Landkreis Bad Kissingen. Theresienbrunnenverlag Bad Kissingen, 2016, S, 82, S. 83f., S. 99, S. 102ff., S. 138
  6. Gotha: Freiherrliches Taschenbuch, 1898, S. 771
  7. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 71.
  8. Werner Eberth: Der Deutsche Krieg von 1866 im Landkreis Bad Kissingen. Theresienbrunnen-Verlag Bad Kissingen, Bad Kissingen 2016, S. 138.
  9. Beiträge zur westfälischen Familienforschung, Band 1921, 193, S. 73
  10. Christian Neugebauer: Notizen, 1999
  11. Kriegsarchiv München, OP 83319
  12. Kriegsarchiv München, OP 83640
  13. zitiert nach Werner Eberth: Valentin Weidner. In: „Kissinger Hefte“, Band 1, Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1992, S. 51.
  14. a b Werner Eberth: Werner Eberth: Valentin Weidner. In: „Kissinger Hefte“, Band 1. Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1992, S. 26–34, S. 69.
  15. a b Werner Eberth: Valentin und Hans Weidner (1848–1919), (1875–1953). Bildhauer des Historismus in Franken, Ergänzungen zum „Kissinger Heft“ Band 1, Beiheft zur Ausstellung: „Der Bad Kissinger Bildhauer Valentin Weidner“ 1992. Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1996, S. 20 f.
  16. Werner Eberth: Valentin und Hans Weidner (1848–1919), (1875–1953). Bildhauer des Historismus in Franken, Ergänzungen zum „Kissinger Heft“ Band 1, Beiheft zur Ausstellung: „Der Bad Kissinger Bildhauer Valentin Weidner“ 1992, Theresienbrunnen-Verlag, Bad Kissingen 1996, S. 39f.
  17. „Kapellenfriedhof: Stadt dünnt Bestand an Gräbern aus“ – „Main-Post“-Artikel vom 2. März 2012.
  18. Ehrenamt – Die Stadt kann nicht alle Gräber pflegen. In: Saale-Zeitung. 20. Oktober 2014, abgerufen am 5. September 2018.
  19. Sigismund von Dobschütz: Kapellenfriedhof: Denkmal für Salinen-Inspektor. In: Saale-Zeitung. 16. Juli 2017, abgerufen am 9. November 2017.
  20. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4.
  21. Werner Eberth: Michael Arnold – Ein Bildhauer des Spätklassizismus, Theresienbrunnen-Verlag Bad Kissingen, 2001, S. 118–150
  22. Saale-Zeitung“, 2. Mai 1884
  23. Werner Eberth: Michael Arnold – Ein Bildhauer des Spätklassizismus, Theresienbrunnen-Verlag Bad Kissingen, 2001, S. 217
  24. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 30 f.
  25. Eintrag im von Michael Arnold angelegten Album seiner Werke
  26. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 80.
  27. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 59.
  28. Gerhard Wulz: Der Kapellenfriedhof in Bad Kissingen. Hrsg.: Materialien zur Geschichte der Stadt Bad Kissingen, hrsg. von Peter Weidisch. Verlag Stadt Bad Kissingen, Bad Kissingen 2001, ISBN 3-934912-04-4, S. 66.
  29. C. Bender: Der Liebfrauensee in Bad Kissingen. In: Gemeinnützige Wochenzeitschrift., Organ des polytechnischen Central-Vereins, Würzburg 1873.
  30. Edi Hahn: Bad Kissingen und seine Umgebung die schönsten Sagen, Legenden und Geschichten. Bad Kissingen 1986, ISBN 3-925722-01-7, S. 26f.

Koordinaten: 50° 12′ 6″ N, 10° 5′ 4″ O