Kai Taschner

deutscher Schauspieler und Synchronsprecher

Kai Taschner (* 25. August 1957 in München)[1] ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Dialogregisseur.

Kai Taschner (2009)

LebenBearbeiten

Der Sohn des Filmeditors Herbert Taschner und dessen Berufskollegin Ingeborg Taschner war im Alter von 13 bis 17 Jahren Mitglied einer freien Theatergruppe. Er ist gelernter Grafik-Designer und erhielt eine Musikausbildung an der Jazz-School München. Taschner besuchte keine Schauspielschule, kam aber durch seine Mutter frühzeitig mit der Filmwelt in Kontakt. Im Alter von 15 Jahren stand er erstmals vor der Kamera. 1977 war er in dem Film Stunde Null unter der Regie von Edgar Reitz zu sehen. Der Schwarz-Weiß-Film wurde 2009 restauriert und neu veröffentlicht.

Eine der bekanntesten seiner etwa 600 Synchronrollen ist die Telefonstimme des Killers in den Horrorfilmen der Scream-Reihe und als Stimme von Chucky in drei der Filme. Dem jüngeren Publikum ist er eher als die der Clarinschen sehr ähnlichen neuen Pumuckl-Stimme oder als der Gelbe Segelflossendoktor Blubbel in Findet Nemo bekannt. In der Disney-Serie Bonkers synchronisierte er die Titelrolle. Gelegentlich führt er auch Synchronregie, so etwa für die deutschsprachige Fassung von Himmel und Huhn (2005). Taschner sprach auch einige Rollen in Computerspielen, wie den Quizmaster Jack in You Don’t Know Jack oder James „Jim“ Raynor aus StarCraft. Außerdem verlieh er in den BBC-Dokumentarfilmen Im Reich der Giganten und Monster der Tiefe sowie in der Dokufiktion Prehistoric Park – Aussterben war gestern dem britischen Zoologen Nigel Marven seine Stimme.[2] Von 2005 bis 2013 war er der Sprecher der Programmhinweise auf dem Spielfilmkanal Das Vierte.

Im Fernsehen spielte er einige Rollen in Aktenzeichen XY … ungelöst sowie in Versteckte Kamera. Er verkörperte auch den jungen Franz Lang in Aus einem deutschen Leben (1977). Zudem spielte er in der Krimireihe Tatort und der Serie Forsthaus Falkenau. In dem Sechsteiler Tod eines Schülers (1980) war er in der Rolle des drogensüchtigen Mitschülers Kai Schiblow zu sehen.

Im November 2008 war Taschner in der Pasinger Fabrik in München im Live-Hörspiel Spring Heeled Jack auf der Bühne zu erleben und 2013 in dem ungewöhnlichen Kabarett-Programm Der Klangmull.[3]

Filmografie (Auswahl)Bearbeiten

Synchronisation (Auswahl)Bearbeiten

FilmeBearbeiten

SerienBearbeiten

VideospieleBearbeiten

HörbücherBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kai Taschner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kai Taschner. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 14. Juli 2021. 
  2. Nigel Marven. In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 21. Mai 2021.
  3. Wirre Gedanken im Kabelgewirr – “Der Klangmull” von Kai Taschner bei theatertogo.wordpress.com, abgerufen am 25. Februar 2015.