X. Budapester Bezirk

Stadtbezirk von Budapest
(Weitergeleitet von Kőbánya)

Der X. Bezirk der ungarischen Hauptstadt Budapest wird auch als Kőbánya („Steinbruch“) bezeichnet.

X. Bezirk
der Hauptstadt Budapest
Kőbánya
Flagge des X. Bezirks
Wappen des X. Bezirks
Basisdaten
Lage: Pest
Fläche: 32,49 km²
Einwohner: 77.308 (Stand 2021)
Bevölkerungsdichte: 2.379 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 1101–1108
KSH-kód: 10700
Stadtteile: 11
Eingemeindung: 17. November 1873
Verwaltung
Bürgermeister: Róbert Kovács (Fidesz)
Bürgermeisteramt: Szent László tér 29.
1102 Budapest
Website:
Lage
Koordinaten: 47° 28′ N, 19° 9′ OKoordinaten: 47° 28′ N, 19° 9′ O
Lage des X. Bezirks in Budapest

DatenBearbeiten

Der ebene Stadtbezirk erstreckt sich über ein Gebiet von 32,5 km². Mit einer Einwohnerzahl von 77.600 (im Jahr 2003) liegt er unter den Bezirken von Budapest an zwölfter Stelle. Die Bevölkerungsdichte beträgt 2.388 Einwohner pro km². Der Bezirk besteht aus zwölf Stadtteilen:

  • Felsőrákos
  • Gyárdűlő
  • Keresztúridűlő
  • Kőbánya
 
  • Kőbánya-Kertváros
  • Kúttó
  • Laposdűlő
  • Ligettelek
 
  • Népliget
  • Óhegy
  • Téglagyátdűlő
  • Újhegy

GeschichteBearbeiten

Kőbánya ist eines der typischen Industriegebiete in Budapest. Im Jahr 1874 betrug die Einwohnerzahl 7.650 Personen, stieg aber infolge der Industrialisierung bis zum Jahr 1910 auf 52.000 an. 1896 wurde das Budapesti Gyűjtőfogház gebaut, das lange Zeit als das größte Gefängnis in Mitteleuropa galt.

Auf dem heutigen Stadtgebiet befanden sich mehrere Steinbrüche, wovon sich auch der Name des Bezirks herleitet. Nach deren Stilllegung wurden die leeren Höhlen in Keller umgebaut und auch für eine Brauerei genutzt.

In Kőbánya befanden sich auch mehrere große Mülldeponien, die zu einem großen Teil rekultiviert wurden. Der Wohnbezirk Újhegy etwa wurde auf einer aufgeschütteten Müllhalde gebaut.

WirtschaftBearbeiten

Seit dem Regimewechsel hat die industrielle Bedeutung des Gebiets abgenommen. Einige größere Unternehmen:

  • Zwei große Pharmaunternehmen, Richter Gedeon Nyrt. und EGIS Gyógyszervegyészeti Gyár Rt.
  • Brauerei
  • Lampenfabrik
  • EVIG
  • Globus Konservenfabrik

Die private Fernsehgesellschaft Magyar ATV hat ihren Hauptsitz im 10. Bezirk. Die meisten Studios befinden sich im Gebäude des Kőbányai Mozi („Kino Kőbányai“).

BildungswesenBearbeiten

 
Szent László Gimnázium (Sankt-Ladislaus-Gymnasium)

Mittelschulen/GymnasienBearbeiten

  • Szent László Gimnázium („Sankt-Ladislaus-Gymnasium“)
  • Zrínyi Miklós Gimnázium („Miklós-Zrínyi-Gymnasium“)
  • Bercsényi Miklós Élelmiszeripari Szakközépiskola („Miklós Bercsényi Fachmittelschule für Lebensmittelindustrie“)
  • Giorgio Perlasca Kereskedelmi, Vendéglátóipari Szakközépiskola és Szakiskola („Giorgio Perlasca Fachmittelschule und Fachschule für Handel und Gaststättengewerbe“)
  • Magyar Gyula Kertészeti Szakközépiskola és Szakiskola („Gyula Magyar Fachmittelschule und Fachschule für Gartenbau“)
  • Pataky István Fővárosi Gyakorló Híradásipari és Informatikai Szakközépiskola („István Pataky hauptstädtische Fachmittelschule für Nachrichtentechnik und Informatik“)

Höhere BildungBearbeiten

  • Zrínyi Miklós Nemzetvédelmi Egyetem („Miklós Zrínyi Universität für Nationale Verteidigung“)

NahverkehrBearbeiten

  • Kőbánya-Kispest: Bahnhof und Busbahnhof, Endstation der Metrólinie 3 („blaue“ Metró)
  • Örs vezér tere: Metrolinie 2 („rote“ Metro), Straßenbahnhaltestelle (Line 3 und 62), HÉV
  • Kőbánya felső, Kőbánya alsó, Rákos: weitere Bahnhöfe und Haltepunkte des Bezirkes
  • Mázsa tér: Straßenbahnhaltestelle (Linie 62)

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die Szent-László-Kirche

Die historistische Plebanerkirche Szent László wurde nach Plänen von Ödön Lechner errichtet. Der Turm ist mit einem Keramikdach von Vilmos Zsolnay bedeckt. Außerdem befindet sich im 10. Bezirk der Csősztorony („Wachturm“).

PartnerstädteBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: X. Budapester Bezirk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien