Hauptmenü öffnen

Jeremy Lin

US-amerikanischer Basketballspieler
Basketballspieler
Jeremy Lin
Jeremy Lin (2010)
Lin bei den New York Knicks (Ende 2011)
Spielerinformationen
Voller Name Jeremy Shu-How Lin
Spitzname Linsanity
Geburtstag 23. August 1988 (31 Jahre und 54 Tage)
Geburtsort Torrance, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Größe 191 cm
Position Point Guard
College Harvard
NBA Draft 2010, ungedraftet
Vereinsinformationen
Verein Toronto Raptors
Liga NBA
Trikotnummer 17
Vereine als Aktiver
2010–2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Golden State Warriors
2010–2011 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Reno Bighorns (D-League)
2011–2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York Knicks
000002012 Vereinigte StaatenVereinigte StaatenErie BayHawks (D-League)
2012–2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Houston Rockets
2014–2015 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Los Angeles Lakers
2015–2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Charlotte Hornets
2016–2018 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brooklyn Nets
2018–2019 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Atlanta Hawks
0 2019 KanadaKanada Toronto Raptors

Jeremy Shu-How Lin (* 23. August 1988 in Torrance, Kalifornien; chinesisch: 林書豪; pinyin: Lín Shūháo) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler taiwanischer Herkunft, der für die Toronto Raptors in der National Basketball Association (NBA) spielt. Der 1,91 Meter große Lin spielt die Position des Point Guards.

KarriereBearbeiten

 
Lin (2010) als Spieler der Golden State Warriors.

Lin war an seiner Heimatschule in Palo Alto Kapitän des Basketballteams und bewarb sich vergeblich um ein Sportstipendium an einer der großen kalifornischen Universitäten (UCLA, Stanford, Berkeley). Stattdessen ging er nach Harvard und etablierte sich als einer der besten Ivy League-Spieler seines Jahrganges. Trotzdem wurde er bei der NBA-Draft 2010 von keinem Team verpflichtet, später aber von den Golden State Warriors als sog. undrafted free agent fürs Minimalsalär verpflichtet. In Oakland absolvierte Lin 29 Spiele als Ersatzspieler und erzielte 2,6 Punkte, 1,4 Assists und 1,1 Steals pro Spiel.

In der folgenden Saison kam er nicht mehr in den Kader von Golden State. Lin spielte in der kurzen Preseason der Spielzeit 2011/12 für die Houston Rockets, die ihn jedoch noch vor Beginn der Regular Season aus dem Kader strichen. Kurz darauf unterschrieb er einen Vertrag bei den New York Knicks. Die wiederum schickten Lin im Januar 2012 in die Ausbildungsliga NBA Development League zu den Erie Bayhawks, wo Lin bei seinem einzigen Spiel am 20. Januar 2012 gegen Maine ein Triple-Double (zweistellige Werte in drei Statistiken) mit 28 Punkten erreichte, woraufhin er direkt wieder zum Profi-Team der Knicks geholt wurde.

Am 4. Februar 2012 sorgte Lin für Furore, nachdem er zum 99:92-Sieg der New York Knicks über die New Jersey Nets 25 Punkte, 5 Rebounds und 7 Assists beigesteuert hatte. Coach Mike D’Antoni nahm ihn daraufhin zum ersten Mal in seiner NBA-Karriere in die Starting Five. Am 11. Februar erzielte Lin mit 38 Punkten beim Sieg gegen die Los Angeles Lakers seinen Karrierebestwert.[1] Drei Tage später folgten 27 Punkte und der spielentscheidende Wurf gegen die Toronto Raptors. Lin erzielte in seinen ersten fünf Auftritten in der Startaufstellung insgesamt 136 Punkte und stellte damit einen neuen NBA-Rekord auf[2] – der vorherige Rekordhalter war Shaquille O’Neal mit 129 Punkten aus seinen ersten fünf Starts. Seine Auftritte lösten schnell große öffentliche Aufmerksamkeit aus, für die der Begriff Linsanity (ein Kofferwort aus seinem Nachnamen und dem englischen Wort insanity, zu deutsch: Wahnsinn, Irrsinn) geprägt wurde.[3] Auch andere Kofferworte wurden für Lin erfunden wie Lincredible, Lintendo oder Jeremy Win.[4] Am 1. April wurde bekanntgegeben, dass Lin am Knie operiert werden muss und die restliche Saison verpassen wird. Während der Sommerpause 2012 wurde Lin Restricted Free Agent, somit konnten andere Clubs ihm ein Vertragsangebot machen, doch die Knicks hatten die Möglichkeit, jedes Angebot mitgehen zu können und Lin auf diese Weise in New York zu halten. Die Houston Rockets machten Lin daraufhin ein Angebot über 3 Jahre und 25,1 Millionen US-Dollar. Die Knicks entschlossen sich, dieses Angebot nicht mitzugehen, sodass der Vertrag der Rockets mit Lin gültig wurde.

Wegen seiner Leistungen wurde Lin ins Team von Shaquille O'Neal bei der BBVA Rising Stars Challenge des NBA All-Star-Wochenendes 2012 gewählt.

Am 5. Februar erreichte er im Spiel gegen die Golden State Warriors mit fünf erfolgreichen Drei-Punkte-Würfen seinen bisherigen Karrierebestwert.

Am 13. Juli 2014 wurde Lin von Houston zu den Los Angeles Lakers getradet.[5] Nach nur einem Jahr in Los Angeles wechselte er im Sommer 2015 zu den Charlotte Hornets. Nach der einjährigen Saison bei den Charlotte Hornets wurde er 2016 zu den Brooklyn Nets getradet. Am 12. Juli 2018 sicherten sich die Atlanta Hawks die Rechte an Lin im Trade gegen Isaïa Cordinier.

In der Free Agency 2018 wurde er von den Toronto Raptors verpflichtet, mit denen er die NBA Meisterschaft der Saison 2018/19 gewann.

Der aus Taiwan stammende Lin erhielt eine Einladung des taiwanischen und angeblich auch des chinesischen Basketballnationalteams, nahm bisher jedoch keine an.

SonstigesBearbeiten

Lin ist Sohn von Shirley und Gie-Ming Lin und hat zwei Brüder, Joseph und Josh. Er verfügt über einen Abschluss in Betriebswirtschaft von der Harvard University. Lin ist aktiver Christ.[6] Die Dokumentation Linsanity aus dem Jahr 2013 begleitete Jeremy Lin über fünf Jahre bei seinem Aufstieg in der NBA.

Am 6. November 2014 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (316020) Linshuhow.

RekordeBearbeiten

  • Die meisten Gesamtpunkte in den ersten fünf NBA-Spielen als Spieler der Startformation

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jeremy Lin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Jeremy Lin – Spielerprofil auf basketball-reference.com (englisch)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jeremy Lin verzaubert New York (Memento des Originals vom 25. Februar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.48minuten.de
  2. Jeremy Lin hits game-winning 3 as Knicks top Raptors, ESPN.com
  3. NBA-Sensation: Das Lin-Wunder von New York Spiegel Online vom 17. Februar 2012
  4. New Yorker Zeitungstitel über Jeremy Lin@1@2Vorlage:Toter Link/www.nba.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Jeremy Lin joins Lakers in trade with Houston Pressemitteilung der NBA vom 13. Juli 2012
  6. Jeremy Lin im Interview New York Post vom 17. Februar 2012