Jacobipark

Grünanlage im Hamburger Stadtteil Eilbek

Der Jacobipark ist eine „gartendenkmalpflegerisch bedeutende“[1] öffentliche Grünanlage im Hamburger Stadtteil Eilbek. Er geht auf zwei frühere Begräbnisplätze, nämlich den Friedhof der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi und den Neuen Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde zu Hamm, zurück und enthält noch heute einige erhaltene Grabdenkmäler.

Jacobipark im April 2020
Figurengruppe „Latsch-in“ am Parkeingang an der Wandsbeker Chaussee
Die heutige Osterkirche wurde einst als Begräbniskapelle für den Jacobi-Friedhof erbaut.

LageBearbeiten

Der etwa 6 Hektar große Park liegt südlich der Wandsbeker Chaussee und wird im Osten von der Friedenstraße und im Süden von der Hasselbrookstraße begrenzt. Er ist über die Stationen Hasselbrook (S1/S11, RB81) sowie Wandsbeker Chaussee (S1/S11, U1) an das Hamburger Schnellbahnnetz angebunden.[1]

Der Park verfügt über einen Ruhegarten mit künstlichem Teich, einen – zeitweise „betreuten“[2] – Kinderspielplatz, ein Vogelschutzgebiet[1] sowie seit einigen Jahren einen umzäunten Hundespielplatz.[3][4] Ein etwa 500 Meter langer Grünzug verbindet den Jacobipark mit dem weiter westlich gelegenen Eilbeker Bürgerpark.

GeschichteBearbeiten

 
St.-Jacoby- und Hammer Kirchhof auf einem Stadtplanausschnitt um 1900.

Der St.-Jacobi-Friedhof auf dem Peterskamp wurde 1848 angelegt, weil der alte Gemeindefriedhof unmittelbar vor dem Steintor zu klein geworden war. 1862 kam – auf einem Streifen entlang der Friedensstraße – noch ein weiterer Begräbnisplatz der Hammer Dreifaltigkeits-Gemeinde hinzu, deren Alter Friedhof damals ebenfalls an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Zwei Jahre später wurde die nach Plänen von Alexis de Chateauneuf errichtete neogotische Friedhofskapelle eröffnet, die seit 1964 als Gemeindekirche (Osterkirche) genutzt wird.

Nach der Eröffnung des Hauptfriedhofes in Ohlsdorf im Jahre 1877 wurden die Bestattungen auf den beiden Eilbeker Friedhöfen eingeschränkt und 1934 schließlich ganz eingestellt. 1954 wurde das Gelände entwidmet und zum öffentlichen Park umgestaltet, dabei wurden die Gebeine zahlreicher prominenter Hamburger nach Ohlsdorf umgebettet und auch etliche historische Grabmale dort museal wieder errichtet. Lediglich zwei Familiengrüfte sowie fünf Grabdenkmäler wurden an ihrem Originalstandort erhalten und in die Parkanlage integriert.[1]

Erhaltene GrabdenkmaleBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Jacobipark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d https://www.hamburg.de/parkanlagen/3066976/jacobipark.html
  2. https://www.spielplatztreff.de/spielplatz/jacobipark-in-hamburg_92
  3. Archivlink (Memento des Originals vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hundewiese-hamburg.de
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburger-wochenblatt.de

Koordinaten: 53° 34′ 0,9″ N, 10° 3′ 15,1″ O