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Iwan Sergejewitsch Kakowski (russisch Иван Сергеевич Каковский;[3] engl. Transkription: Ivan Kakovsky;[2]2. Mai 1999 in Sankt Petersburg) ist ein russischer Snookerspieler. Er ist mit vier Titeln (2014, 2015, 2016, 2018) russischer Rekordmeister.

Iwan Kakowski
Geburtstag 2. Mai 1999[1]
Geburtsort Sankt Petersburg
Nationalität RusslandRussland Russland
Preisgeld 1.125 £[2]
Main-Tour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Im März 2012 nahm Iwan Kakowski erstmals an der U21-Europameisterschaft teil und schied in der Gruppenphase aus.[4] Im selben Jahr folgte auch bei seinen erstmaligen Teilnahmen an der EM und der Amateur-Weltmeisterschaft das Vorrundenaus.[5] Im Mai 2013 wurde er in Sankt Petersburg durch einen 3:1-Finalsieg gegen Andrei Solodski russischer U16-Meister.[1] Im November gewann er im Finale gegen den Weißrussen Uladsislau Kalinouski mit dem Fireballs Cup in seiner Heimatstadt erstmals ein internationales Juniorenturnier. Einen Monat später nahm er zum ersten Mal an der russischen Meisterschaft der Herren teil und erreichte das Achtelfinale. 2014 gewann er erstmals ein Turnier des russischen Pokalwettbewerbs und die russische U18-Meisterschaft. Wenig später gelang ihm beim Fireballs Cup die Titelverteidigung.[1] Bei der russischen Meisterschaft 2014 gelang ihm der Einzug ins Finale, in dem er den Titelverteidiger Kirill Lomakin mit 4:0 besiegte und mit 15 Jahren, 7 Monaten und 9 Tagen als bislang jüngster Spieler russischer Meister wurde.

2015 zog Kakowski, nachdem er bei der russischen U18-Meisterschaft überraschend im Halbfinale ausgeschieden war, erstmals in die Finalrunde der U21-Europameisterschaft ein und verlor in der Runde der letzten 64 gegen Jamie Rhys Clarke.[6][7] Bei der Herren-EM unterlag er in der Runde der letzten 64 dem späteren Europameister Michael Wild. Im selben Jahr erreichte er bei der U21-Weltmeisterschaft die Runde der letzten 64 und bei der erstmals ausgetragenen U18-WM in Sankt Petersburg das Sechzehntelfinale.[8] Bei der anschließend stattfindenden russischen Meisterschaft der Herren gelang ihm als zweitem Spieler nach Andrei Will die Titelverteidigung.[1][9] Im Endspiel besiegte er Barseg Petrosjan mit 4:0. Im Dezember 2015 gewann er den Russian Cup.

Anfang 2016 wurde Kakowski russischer U18-Meister und erreichte das Viertelfinale der ersten Austragung der U18-EM sowie das Sechzehntelfinale der U21-EM. Bei der Herren-Europameisterschaft schied er hingegen in der Runde der letzten 96 aus. Im Mai gewann er im Finale gegen Anton Rjabinin die russische Meisterschaft in der Snookervariante 6-Red-Snooker. Wenig später erreichte er bei der 6-Red-Snooker-Europameisterschaft das Halbfinale, in dem er gegen Lukas Kleckers mit 0:4 verlor. Bei der U18-WM kam er in die Runde der letzten 54 und bei der U21-WM in die Runde der letzten 32. In der Saison 2016/17 wurde er erstmals zur 6-Red World Championship eingeladen, einem Einladungsturnier im Rahmen der Snooker Main Tour.[10] Bei dem Turnier in Bangkok besiegte er Sourav Kothari und Hesham Abdelhmed und erreichte die Runde der letzten 32, in der er dem Belgier Luca Brecel mit 1:6 unterlag. Zwei Wochen später wurde er durch einen 4:1-Finalsieg gegen Sergei Bolotin zum dritten Mal in Folge russischer Meister.[1] Er wurde dadurch der erfolgreichste Spieler bei der russischen Meisterschaft. Im November 2016 zog er bei seiner vierten Teilnahme an der Amateur-Weltmeisterschaft erstmals in die Finalrunde ein. In der Runde der letzten 64 musste er sich jedoch dem Waliser Rhydian Richards mit 3:4 geschlagen geben. Wenig später gewann er zum zweiten Mal den Russian Cup.[1]

Anfang 2017 gelang Kakowski bei der russischen U18-Meisterschaft und bei der russischen 6-Red-Meisterschaft die Titelverteidigung.[1] Im März erreichte er bei der U18-EM das Halbfinale, in dem er nach einer 2:1-Führung mit 2:4 gegen Amir Nardeia verlor. Anschließend schied er bei der U21-EM und bei der Herren-Europameisterschaft in der Runde der letzten 64 aus. Nachdem die Juniorenweltmeisterschaften 2017 (U18 und U21) für ihn bereits in der Vorrunde geendet hatten, zog er im selben Jahr bei der russischen Meisterschaft der Herren zum vierten Mal ins Endspiel ein, musste sich nach drei Siegen in den Vorjahren nun jedoch Jegor Plischkin mit 0:4 geschlagen geben. Ende des Jahres kam er bei der Amateur-WM erneut in die Runde der letzten 64 und gewann den Russian Cup sowie den Baltic Cup.[1]

Im Januar 2018 wurde Kakowski durch einen 5:4-Finalsieg gegen Michail Terechow erstmals nationaler Meister in der U21-Altersklasse. Einen Monat später kam er bei der U21-EM ins Achtelfinale. Anschließend erreichte er bei den Herren erstmals die Runde der letzten 16 und unterlag dem Ex-Profi Darren Morgan klar mit 0:5.[11] Nachdem er, erneut im Finale gegen Terechow, den Moskauer Bürgermeisterpokal und zum vierten Mal in Folge den Russian Cup gewonnen hatte, gelangte er im Juli 2018 bei der U21-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in die Runde der letzten 32.[12] Im Oktober 2018 zog er bei der russischen Meisterschaft das fünfte Jahr in Serie ins Endspiel. Im Finale gegen Michail Terechow setzte er sich mit 5:0 durch und gewann seinen vierten Meistertitel.[1]

ErfolgeBearbeiten

FinalteilnahmenBearbeiten

Ausgang Jahr Turnier Finalgegner Ergebnis
Amateurturniere (Auswahl)
Sieger 2014 Russische Meisterschaft Russland  Kirill Lomakin 4:0
Sieger 2015 Russische Meisterschaft Russland  Barseg Petrosjan 4:0
Sieger 2016 Russische Meisterschaft Russland  Sergei Bolotin 4:1
Zweiter 2017 Russische Meisterschaft Russland  Jegor Plischkin 0:4
Sieger 2018 Russische Meisterschaft Russland  Michail Terechow 5:0

Weitere ErfolgeBearbeiten

  • Russischer U16-Meister: 2013
  • Fireballs Cup: 2013, 2014
  • Russischer U18-Meister: 2014, 2016, 2017
  • Russian Cup: 2015, 2016, 2017, 2018
  • Russischer 6-Red-Snooker-Meister: 2016, 2017
  • Baltic Cup: 2017
  • Russischer U21-Meister: 2018
  • Moskauer Bürgermeisterpokal: 2018

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i Каковский Иван Сергеевич. In: tournamentservice.net. Abgerufen am 21. Oktober 2018 (russisch).
  2. a b Profil von Ivan Kakovsky bei CueTracker (Stand: 21. Oktober 2018)
  3. Каковский Иван Сергеевич. In: llb.su. Abgerufen am 2. Juli 2017 (russisch).
  4. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2011–2012. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  5. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2012–2013. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  6. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2013–2014. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  7. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2014–2015. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  8. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2015–2016. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  9. Kirill Rumjanzew: „Тёмные века“ снукера в России. (Nicht mehr online verfügbar.) In: top-snooker.com. 1. August 2012, archiviert vom Original am 8. März 2017; abgerufen am 2. Juli 2017 (russisch).
  10. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2016–2017. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 2. Juli 2017 (englisch).
  11. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2017–2018. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 21. Oktober 2018 (englisch).
  12. Prize Money Won By Ivan Kakovsky In Season 2018–2019. In: cuetracker.net. Ron Florax, abgerufen am 21. Oktober 2018 (englisch).