Inzersdorf im Kremstal

Gemeinde in Österreich

Inzersdorf im Kremstal ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Kirchdorf im Traunviertel mit 1904 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2022). Der zuständige Gerichtsbezirk ist Kirchdorf an der Krems.

Inzersdorf im Kremstal
Wappen Österreichkarte
Wappen von Inzersdorf im Kremstal
Inzersdorf im Kremstal (Österreich)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Kirchdorf
Kfz-Kennzeichen: KI
Fläche: 22,72 km²
Koordinaten: 47° 56′ N, 14° 5′ OKoordinaten: 47° 55′ 41″ N, 14° 4′ 47″ O
Höhe: 434 m ü. A.
Einwohner: 1.904 (1. Jän. 2022)
Bevölkerungsdichte: 84 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4565
Vorwahl: 07582
Gemeindekennziffer: 4 09 04
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Dorfplatz 2
4565 Inzersdorf im Kremstal
Website: www.inzersdorf.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Bernhard Winkler-Ebner (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
10
6
3
10 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Inzersdorf im Kremstal im Bezirk Kirchdorf
EdlbachGrünburgHinterstoderInzersdorf im KremstalKirchdorf an der KremsKlaus an der PyhrnbahnKremsmünsterMicheldorf in OberösterreichMollnNußbachOberschlierbachPettenbachRied im TraunkreisRosenau am HengstpaßRoßleithenSt. PankrazSchlierbachSpital am PyhrnSteinbach am ZiehbergSteinbach an der SteyrVorderstoderWartberg an der KremsWindischgarstenOberösterreichLage der Gemeinde Inzersdorf im Kremstal im Bezirk Kirchdorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Inzersdorf im Kremstal-9292.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

GeografieBearbeiten

Inzersdorf im Kremstal liegt auf 434 m ü. A. im Traunviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5 km und von West nach Ost 7,6 km. Die Gesamtfläche beträgt 22,72 Quadratkilometer. Ein Drittel der Fläche ist bewaldet und fast sechzig Prozent werden landwirtschaftlich genutzt. Gewässer nehmen 1,1 und Gärten 2,2 Prozent des Gemeindegebiets ein. 69,8 Prozent ist Dauersiedlungsraum und die Bevölkerungsdichte liegt mit 83 Einwohnern pro Quadratkilometer über dem Bezirksschnitt.[1]

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst vier Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2022[2]):

  • Haselbäckau (158)
  • Inzersdorf im Kremstal (1153)
  • Lauterbach (399)
  • Magdalenaberg (194)

Die Gemeinde besteht aus zwei Katastralgemeinden:

  • Mitterinzersdorf
  • Unterinzersdorf

NachbargemeindenBearbeiten

Pettenbach Schlierbach
 
Steinbach am Ziehberg Micheldorf in Oberösterreich Kirchdorf an der Krems

GeschichteBearbeiten

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum Österreich ob der Enns zugerechnet.

Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehörte der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau, 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.783 Einwohner. Danach stieg die Bevölkerungszahl wegen einer sehr positiven Geburtenbilanz, die die negative Wanderungsbilanz ausgleichen konnte, auf 1.895 Personen im Jahr 2020.[3]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Von den rund 400 Arbeitsplätzen in der Gemeinde entfällt ein Viertel auf die Landwirtschaft, fünfzehn Prozent auf den Produktionssektor und sechzig Prozent auf Dienstleistungen. Davon arbeitet mehr als die Hälfte im Handel.[4]

In Inzersdorf leben fast 1000 Erwerbstätige. Rund 200 arbeiten in der Gemeinde, die anderen pendeln vor allem in andere Gemeinden des Bezirks Kirchdorf aus. Rund 240 Menschen aus der Umgebung kommen, um in Inzersdorf zu arbeiten.[5]

BildungBearbeiten

  • Kindergarten Inzersdorf
  • Volksschule Inzersdorf
  • Hort Inzersdorf
  • Bibliothek Inzersdorf

VerkehrBearbeiten

  • Straße: Im Süden des Gemeindegebietes gibt es einen Autobahnanschluss an die Pyhrn Autobahn A 9.

SportBearbeiten

Die Sportunion Inzersdorf wurde 1963 gegründet. Sie besteht zur Zeit aus den Sektionen Faustball, Tennis, Stockschießen, Beachvolleyball, Skifahren, Kegeln und Gymnastik.

Die Faustball-Herren konnten 2010 mit dem Cupsieg gegen die Union Freistadt ihren bisher größten Erfolg feiern. Nach einigen Jahren in der 1. Landesliga spielt die 1. Herrenmannschaft aktuell in der 2. Landesliga Süd. Im Rahmen der Hallenmeisterschaften konnten die Inzersdorfer ab 2009 an der 2. Bundesliga, aus welcher die Mannschaft erst 2015 wieder abstieg, teilnehmen. Bis vor kurzem gab es auch eine Damen-Mannschaft, welche im Jahr 1994 den Cupsieg feiern konnte und Ende 2014 vorübergehend aufgelöst wurde. Im August findet das jährliche von der Union ausgerichtete Helmut-Berger-Gedenkturnier in Inzersdorf statt.

Seit 2004 nimmt auch die Tennis-Herrenmannschaft am Meisterschaftsbetrieb teil. Nach dem erstmaligen Aufstieg 2010 folgte jedoch der Abstieg nur ein Jahr später. In der Saison 2016 gelang mit sieben Siegen aus acht Spielen und dem abschließenden 2. Platz der abermalige Aufstieg in die 2. Bezirksklasse. Zusätzlich gibt es noch aktuell drei Jugendmannschaften, welche 2016 zwei Meister- und einen Vizemeistertitel bejubeln durften, sowie ab der Saison 2017 erstmals eine Seniorenmannschaft.

Die Sportanlage der Union Inzersdorf wurde im Jahr 1990 errichtet und 1993 feierlich eröffnet. Sie verfügt über drei Faustballfelder, drei Sand-Tennisplätze sowie einen Beachvolleyballplatz und eine überdachte und beheizte Stockhalle, welche auch für größere Veranstaltungen genutzt wird.

PolitikBearbeiten

 
Gemeindeamt Inzersdorf im Kremstal

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister seit 1850 waren:[11]

  • 1850–1858 Franz Dutzler
  • 1858–1864 Kaspar Danzberger
  • 1864–1867 Georg Zeilinger
  • 1867–1903 Franz Huemer
  • 1903–1910 Franz Edlinger
  • 1910–1919 Leopold Gotthartsleitner
  • 1919–1922 Franz Pöllhuber
  • 1922–1924 Johann Kastner
  • 1924–1935 Georg Gotthartsleitner
  • 1935–1947 Franz Klausner
  • 1947–1967 Josef Tretter I
  • 1967–1985 Josef Tretter II
  • 1985–1991 Maximilian Kern
  • 1991–2013 Franz Gegenleitner (ÖVP)
  • seit 2013 Bernhard Winkler-Ebner (ÖVP)[12]

WappenBearbeiten

Blasonierung:

„Erniedrigt geteilt; oben in Blau ein silberner, schreitender Windhund mit einem goldenen Halsband; unten in Gold balkenweise drei grüne Kleeblätter, die durch zwei grüne Stiele bogenförmig miteinander verbunden sind.“

Die Gemeindefarben sind Gelb-Grün.[13]

WeblinksBearbeiten

Commons: Inzersdorf im Kremstal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ein Blick auf die Gemeinde Inzersdorf im Kremstal, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  2. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2022 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2022) (ODS)
  3. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Inzersdorf im Kremstal, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 13. Dezember 2020.
  4. Ein Blick auf die Gemeinde Inzersdorf im Kremstal, Erwerbstätige am Arbeitsort. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  5. Ein Blick auf die Gemeinde Inzersdorf im Kremstal, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. Dezember 2020.
  6. Gemeinderatswahlergebnis 2003 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 15. Januar 2022.
  7. Gemeinderatswahlergebnis 2009 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 15. Januar 2022.
  8. Gemeinderatswahlergebnis 2015 OÖ. (XLS) Land Oberösterreich, abgerufen am 15. Januar 2022.
  9. https://orf.at/wahl/ooe21/ergebnisse/40904
  10. https://wahl.land-oberoesterreich.gv.at/GE40900.htm?g=40904
  11. Gemeinden | Inzersdorf im Kremstal. Land Oberösterreich, abgerufen am 15. Januar 2022.
  12. Engelbert Zeintl jun., Gemeindeamt Inzersdorf im Kremstal: Inzersdorf im Kremstal. Abgerufen am 13. Dezember 2020 (österreichisches Deutsch).
  13. Land Oberösterreich, Wappen der Gemeinde Inzersdorf im Kremstal. Abgerufen am 22. März 2019.