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Hrdějovice (deutsch Hartowitz) ist ein sich längs einer Eisenbahnlinie und der Durchgangsstraße ausbreitendes Dorf in der Region Jihočeský kraj in Tschechien. Es liegt fünf Kilometer nördlich der Stadt České Budějovice.

Hrdějovice
Wappen von Hrdějovice
Hrdějovice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Jihočeský kraj
Bezirk: České Budějovice
Fläche: 882[1] ha
Geographische Lage: 49° 1′ N, 14° 29′ OKoordinaten: 49° 1′ 8″ N, 14° 28′ 42″ O
Höhe: 385 m n.m.
Einwohner: 1.566 (1. Jan. 2019)[2]
Postleitzahl: 373 61
Kfz-Kennzeichen: C
Verkehr
Straße: BudweisHosín
Bahnanschluss: České Budějovice–Veselí nad Lužnicí
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 2
Verwaltung
Bürgermeister: Jiří Krupička (Stand: 2018)
Adresse: Dlouhá 221
373 61 Hrdějovice
Gemeindenummer: 544558
Website: www.hrdejovice-opatovice.cz
Lage von Hrdějovice im Bezirk České Budějovice
Karte

GeschichteBearbeiten

1350 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Demnach hat Bušek, Pfarrer von Budweis, am 16. Oktober 1350 das Pfarrhaus seinen Untergebenen verkauft. Der Ortsteil Opatovice wird 1378 erstmals erwähnt. Die Gemeinde gehörte zum Bezirk Budweis.

WappenBearbeiten

Beschreibung:In Silber und Blau gespalten, eine Rose mit Butzen in verwechselten Farben von Rot und Gold gespalten. Darüber schwebt eine goldene Blattkrone.

OrtsteileBearbeiten

Die Gemeinde Hrdějovice besteht aus den Ortsteilen Hrdějovice und Opatovice (Opatowitz).[3] Zu Hrdějovice gehören außerdem die Wohnplätze Nová Obora, Těšín und Trägerův Dvůr.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Wallfahrtskapelle der Madonna von Lourdes in Těšín, erbaut 1889 an einer heilkräftigen Quelle
  • Dorfplatz von Opatovice, das Ensemble von Gehöften im südböhmischen Bauernbarockstil ist als dörfliche Denkmalszone geschützt
  • Ehemaliges Kaolinbergwerk Orty bei Těšín
  • Barocke Kapelle der Jungfrau Maria auf dem Dorfplatz von Hrdějovice, erbaut in der Mitte des 18. Jahrhunderts
  • Nischenkapelle des hl. Rochus aus dem 18. Jahrhundert in Hrdějovice
  • Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem Dorfplatz von Hrdějovice
  • Kapelle der hl. Dreifaltigkeit auf dem Dorfplatz von Opatovice, erbaut 1863
  • Gedenkstein an den Flugzeugabsturz vom 18. Juli 1924, bei dem zwei Militärpiloten starben; westlich des Dorfes an der Bahnstrecke České Budějovice–Plzeň

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Mates Aleš Ungar (1622 – 1701), Abt des Klosters Goldenkron
  • Matyáš Blažek (1844–1896), Schriftsteller und Übersetzer
  • František Mareš (1857 in Opatovice–1942 in Frauenberg), tschechischer Nationaldemokrat, später faschistisch orientierter Politiker, Physiologe und Philosoph

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hrdějovice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.uir.cz/obec/544558/Hrdejovice
  2. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2019 (PDF; 0,8 MiB)
  3. http://www.uir.cz/casti-obce-obec/544558/Obec-Hrdejovice