Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Hinrich Seidel

deutscher Chemiker, Präsident der Universität Hannover

Hinrich Seidel (* 7. November 1931 in Rendsburg) ist ein deutscher Chemiker. Er war von 1979 bis 1997 Präsident der Universität Hannover.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

1951 begann Seidel ein Studium der Chemie an der Universität Kiel, das er als Diplom-Chemiker abschloss. 1960 wurde er promoviert, seine Habilitation erfolgte im Jahr 1967. Ab 1969 war er als Universitätsdozent tätig. 1971 erhielt er einen Lehrstuhl für anorganische Chemie an der Technischen Universität Hannover. Dort übernahm er 1972/73 die Leitung der Abteilung Chemie. 1977 wurde er zunächst Altrektor, 1979 Präsident der in Universität Hannover umbenannten Hochschule. Während seiner Amtszeit trat das Niedersächsische Hochschulgesetz in Kraft, welches umfassende Änderungen in der Hochschulstruktur vorsah. Die Zahl der Studenten stieg massiv an, die Universität Hannover entwickelte sich zur größten Hochschule Niedersachsens. Von 1984 bis 1989 war Seidel Vizepräsident, anschließend bis 1994 Präsident der Europäischen Rektorenkonferenz und von 1987 bis 1990 Präsident der Westdeutschen Rektorenkonferenz (WRK). Unter seiner Führung wurden die Beziehungen unter den europäischen Hochschulen deutlich verbessert. Hinrich Seidel lebt in Hannover.

AuszeichnungenBearbeiten

Weitere TätigkeitenBearbeiten

  • 1981–1999: Mitglied im Beratungsausschuss des Europäischen Zentrums für Hochschulbildung der UNESCO
  • 1982–1996: alternierender Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Hochschulinformationssystem GmbH (HIS)
  • 1995–2001: Gründungsleiter der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur Hannover (ZEvA)
  • 1997–2002: Vorsitzender der Wilhelm-Busch-Gesellschaft
  • Vorstandsmitglied des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD)

LiteraturBearbeiten

  • Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 2003. 19. Ausgabe. Band III: Schr – Z.. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-23607-7, S. 3145.

WeblinksBearbeiten