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Hermann Ost

deutscher Chemiker, Rektor der Technischen Hochschule Hannover (1907–1910)

Hermann Ost (* 17. Februar 1852 in Ellierode; † 20. Juni 1931 in Hannover) war ein deutscher Chemiker und als Professor für Technische Chemie von 1907 bis 1910 Rektor der Königlich Technischen Hochschule Hannover.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Hermann Ost war der Neffe von Hermann Kolbe[1] (Sohn seiner Schwester Bertha) und studierte wie sein Onkel Chemie. Während seines Studiums wurde er 1870 Mitglied der Burschenschaft Brunsviga Göttingen.[2] Er wurde ab dem Wintersemester 1879 Privatdozent für Chemie an der Universität Leipzig. Parallel betraute der Verleger Heinrich Vieweg ihn 1880 auf Veranlassung von Hermann Kolbe mit der Neubearbeitung von Gorup-Besánez Standardwerk Lehrbuch der Organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, Technischen Lehranstalten und für das Selbststudium.[3] Um 1884 wechselte er an die Technische Hochschule Hannover, wo er als Dozent Analytische und Organische Chemie lehrte und als Assistent im Chemischen Laboratorium arbeitete. 1887 wurde er dort als Professor für Technische Chemie berufen. Von 1907 bis 1910 führte er die Hochschule als Rektor.[4] Im Jahr 1892 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[5]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

 
Leblanc-Zylinderofen. Illustration in Osts Lehrbuch der Technischen Chemie (1890).
  • Lehrbuch der Technischen Chemie. Oppenheim, Berlin 1890.
  • mit Berthold Rassow: Lehrbuch der Technischen Chemie. 3. Auflage. Jänecke, Hannover 1898.
    • Neubearbeitung von Gorup-Besanez: Lehrbuch der Organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, Technischen Lehranstalten und für das Selbststudium. Band 2, Sechste Auflage, neu bearbeitet von Dr. Hermann Ost. Vieweg, 1881.

LiteraturBearbeiten

  • Friedrich Quincke: Hermann Ost. Nachruf. In: Angewandte Chemie. 44 (1931), S. 557 ff.
  • Paul Trommsdorff: Der Lehrkörper der Technischen Hochschule Hannover 1831–1931. Hannover 1931, S. 19.
  • Franz Häuser (Hrsg.): Die Leipziger Rektoratsreden 1871–1933. Walter de Gruyter, Berlin/ New York 2009, ISBN 978-3-11-020919-8.
  • Winfried R. Pötsch u. a.: Lexikon bedeutender Chemiker. Bibliographisches Institut, Leipzig 1988, S. 330.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Grete Ronge: Kolbe, Hermann. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 12, Duncker & Humblot, Berlin 1980, ISBN 3-428-00193-1, S. 447 (Digitalisat).
  2. Ernst Elsheimer (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28. Frankfurt am Main 1928, S. 373.
  3. Alan J. Rocke: The Quiet Revolution. Hermann Kolbe and the Science of Organic Chemistry. University of California Press, Berkeley 1993, S. 303.
  4. Rektoratsreden im 19. und 20. Jahrhundert – Online-Bibliographie, abgerufen am 3. März 2010.
  5. Carl Hermann Knoblauch (Hrsg.): Leopoldina. Amtliches Organ der Kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher. 28. Heft. In Commission bei Wilh. Engelmann in Leipzig, Halle 1892, S. 198 (biodiversitylibrary.org).