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Walter Rosenthal

deutscher Pharmakologe und Direktor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin
Walter Rosenthal (2017)

Walter Rosenthal (* 11. Oktober 1954 in Siegen) ist ein deutscher Arzt und Pharmakologe. Er ist seit 2003 Professor für Molekulare Pharmakologie an der Berliner Charité und war von 2009 bis 2014 wissenschaftlicher Direktor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in Berlin-Buch, nachdem er zuvor von 1996 bis 2008 das heutige Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie geleitet hatte. Zum 1. September 2014 übernahm er als Nachfolger des Politikwissenschaftlers Klaus Dicke das Amt des Präsidenten der Friedrich-Schiller-Universität Jena.[1] Im Juni 2019 wurde er von Senat und Universitätsrat einvernehmlich für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Walter Rosenthal wurde 1954 in Siegen geboren und studierte von 1974 bis 1981 Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein praktisches Jahr absolvierte er von 1980 bis 1981 am Royal Free Hospital, einem Lehrkrankenhaus in London. Im Jahr 1983 promovierte er in Gießen mit einem pharmakologischen Thema, sieben Jahre später folgte die Habilitation an der Freien Universität Berlin für das Fach Pharmakologie und Toxikologie. Von 1983 bis 1984 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Pharmakologischen Institut der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg tätig, anschließend wechselte er bis 1991 an das Institut für Pharmakologie der Freien Universität Berlin.

Von 1991 bis 1993 wirkte er mit einem Heisenberg-Stipendium als Gastprofessor am Baylor College of Medicine in der texanischen Stadt Houston. Im Jahr 1993 wurde er als Professor und geschäftsführender Direktor an das Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie der Universität Gießen berufen. Drei Jahre später ging er nach Berlin und übernahm dort den Posten des Direktors des Forschungsinstituts für Molekulare Pharmakologie (FMP), dem heutigen Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie.

Darüber hinaus war Walter Rosenthal von 1998 bis 2003 Professor am Institut für Pharmakologie der Freien Universität Berlin, seit 2003 ist er Professor für Molekulare Pharmakologie am Institut für Pharmakologie der Charité. Im Januar 2009 wechselte er vom FMP an das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin-Buch, eine Großforschungseinrichtung der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren mit rund 880 Mitarbeitern und einem Jahresbudget von rund 50 Millionen Euro, an dem er zum wissenschaftlichen Direktor und zum Vorsitzenden des Stiftungsvorstandes berufen wurde. Am MDC war er Nachfolger von Walter Birchmeier.

2011 wurde Rosenthal in die Leopoldina gewählt.[4] Seit 2014 ist er Gast im Senat des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Encyclopedic Reference of Molecular Pharmacology. Berlin, Heidenberg und New York 2004 (als Mitherausgeber)
  • Encyclopedia of Molecular Pharmacology. Zwei Bände. Berlin, Heidenberg und New York 2008 (als Mitherausgeber)

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jenapolis: Prof. Dr. Rosenthal zum neuen Präsidenten der FSU gewählt (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jenapolis.de Veröffentlicht am 23. Mai 2014
  2. 'Rosenthal als Präsident der Uni Jena wiedergewählt', Thüringer Allgemeine 7. Juni 2019
  3. Rosenthal als Präsident der Uni Jena wiedergewählt. 2019, abgerufen am 3. Juli 2019.
  4. Mitgliedseintrag von Walter Rosenthal (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 16. Juli 2016.